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Global Player - eine Definition

Große Konzerne werden gerne als Global Player bezeichnet. Dabei steckt mehr hinter der Definition, als man durch die sture Übersetzung ins Deutsche erahnen kann. Denn Global Player sind nicht nur weltweit tätig, sondern nehmen besonderen Einfluss auf die Weltwirtschaft.

Global Player sind meist Marktführer.
Global Player sind meist Marktführer.

Global Player als Handelsmächte

  • Global Player sind weltweit agierende Unternehmen, die jedoch zusätzlich eine besondere Eigenschaft besitzen: Sie prägen im besonderen Maße die Weltwirtschaft durch ihre Aktionen. Dabei ist es egal, woher die Global Player kommen: Neben offensichtlichen Wirtschaftsmächten wie den USA, Deutschland oder China kommen einige Großkonzerne auch aus anderen Staaten wie Schweden oder Indien.
  • Von den 100 größten Wirtschaftseinheiten fällt knapp die Hälfte auf Staaten wie Deutschland, die USA und China, während die andere Hälfte von Global Playern wie General Motors, Shell oder Samsung übernommen wird. 

Definition eines Global Players

  • Oft werden Global Player als Treibkräfte der Globalisierung genannt, da Sie durch ihren international aufgestellten Geschäftsbetrieb in viele verschiedene Märkte eingreifen. Dadurch haben sie die nötige Markttransparenz, um Rationalisierungs- und Entwicklungsprozesse zur Kostensenkung durchzuführen.
  • Gleichzeitig besitzen Global Player über allgemein anerkanntes Prestige, da es sich um Vorreiter oder innovative Vertreter ihrer Branche handelt. Anders als ihre Konkurrenz sind sie aufgrund dieses Images selbst in Krisenzeiten sehr stabil.
  • Allerdings werden Global Player vor allem von globalisierungskritischen Non Goverment Organisations bzw. Nichtregierungsorganisationen immer wieder aufgrund ihrer wirtschaftlichen oder auch politischen Macht kritisiert. So übt ein nach dieser Definition angelegtes Weltunternehmen alleine bereits durch die Ankündigung von Sparmaßnahmen massiven Druck auf die lokale Regierung aus und kann diese zu Zugeständnissen bewegen. Eine solche Macht sehen die Nichtregierungsorganisationen wie Greenpeace durchaus als Gefahr für Umwelt und Demokratie.

Beispiele für Global Player

  • Das Möbelhaus IKEA hat in den letzten Jahren durch massive Expansion nach Amerika und Asien an Macht am Weltmarkt gewonnen. Mit ungefähr drei Milliarden Euro Umsatz im Jahr 2007 entspricht IKEA eher der Definition eines "kleineren" Global Players.
  • General Motors wird bereits seit einigen Jahrzehnten als Global Player behandelt. Die Wirtschaftleistung von General Motors übertrifft sogar die des Staates Dänemark.
  • Größter Global Player ist der Ölkonzern ExxonMobil, der in Deutschland als Muttergesellschaft des Tankstellenbetreibers Esso auftritt. Der Umsatz des Konzerns ist höher als das gesamte Bruttoinlandsprodukt von Belgien.
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