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Ginseng-Pflanze - Anbau und Pflege

Ginseng ist eine bekannte Heilpflanze. Sie können die Pflanze in Deutschland mit etwas Geschick in Töpfen oder in Beeten kultivieren.

Zucht der Ginseng-Pflanze
Zucht der Ginseng-Pflanze

Grundsätzliches zur Pflanze

Ginseng (Panax Ginseng) hat mit dem Ginseng Baum (Ficus microcarpa ginseng) nichts gemeinsam. Die Heilpflanze gehört zu den Araliengewächsen und stellt die typischen Ansprüche dieser Pflanzengattung. Der Panax Ginseng ist eine mehrjährige krautige Pflanze, die Sie nicht als Bonsai ziehen können. Ein Schnitt ist nicht nötig, da sie sich wie eine Dahlie im Winter in die Wurzel zurückzieht und im Frühjahr neu austreibt.

In Deutschland und in der Schweiz gibt es Ginseng-Plantagen, um die Heilpflanze aus garantiert biologischem Anbau zu gewinnen. Sie wächst problemlos im hiesigen Klima. Typische Krankheiten gibt es beim Ginseng nicht. Das Problem des Kultivierens ist, ihm das nötige feuchtwarme Klima zu verschaffen und jegliche Sonneneinstrahlung auf die Blätter zu verhindern.

Samen oder Wurzeln kaufen

Der Samen von Ginseng braucht bis zu zwei Jahre, um zu keimen. Er soll während der Keimphase ständig kühl und feucht liegen. Es handelt sich um einen typischen Kaltkeimer. Nur etwa zwei Prozent der Samen keimen bereits im ersten Jahr.

Kaufen Sie besser in einem Fachbetrieb eine Ginsengwurzel, die Sie nach den Eisheiligen in den Garten setzen können. Die Wurzeln sind ein bis zwei Monate im Kühlschrank lebensfähig. Heben Sie diese bis zum Einpflanzen in einer offenen Dose auf. 

Ginseng-Anbau im Garten

Wählen Sie einen schattigen Platz unter einem Laubbaum oder zwischen großen Rhododendren. Die Pflanze wird bis zu 80 Zentimeter hoch und verträgt keine Sonne. Es müssen Schatten spendende Gewächse um sie herum wachsen, um die Blätter vor dem Licht zu schützen.

Reichern Sie das Substrat mit Sand und Kompost an. Ginseng braucht eine leicht saure und durchlässige Erde. Ein Hochbeet ist ideal, weil sich darin keine Nässe staut.

Wählen Sie einen kühlen Tag um die Wurzel einzusetzen. Sie verträgt keinen Temperaturschock. Falls Sie den Ginseng im Topf kultivieren, kühlen Sie vor dem Einsetzen die Erde im Keller oder im Kühlschrank.

Halten Sie die Erde feucht, aber vermeiden Sie zu große Nässe. Versuchen Sie der Pflanze ein feuchtwarmes Waldklima zu verschaffen. Sie wird bald blühen und Früchte tragen. Wenn Sie mögen, ernten Sie die Samen und versuchen, Nachkommen zu ziehen. Schneiden Sie die Blüte aber nicht ab.

Decken Sie die Pflanze im Herbst mit einer zehn Zentimeter dicken Schicht Stroh zu. Die oberirdischen Teile sterben im Winter ab. Entfernen Sie diese erst, wenn Sie vertrocknet sind. Das Stroh ist gleichzeitig Dünger für das nächste Jahr.

Nach sechs bis sieben Jahren ist die Wurzel ausreichend kräftig, um sie zu ernten. Graben Sie diese aus und nehmen Sie einen kleinen Zweig davon, um eine neue Pflanze zu ziehen.

Bedingungen für die Pflege

Maßnahme

Hinweise

Standort

warm und schattig

Pflanzabstand

60 cm

Substrat

humusreich

leicht sauer

durchlässig (verträgt keine Staunässe)

Gießen

regelmäßig, darf nicht austrocknen

Düngen

nicht düngen

Schnitt

nicht schneiden

Überwintern

mit 10 cm Stroh abdecken

Vermehren

Samen, Wurzeln

 

Ginseng zählt zu den bekanntesten und wertvollsten Heilpflanzen. Wenn Sie Geduld haben, können Sie die Pflanze asiatischen Ursprungs auch im heimischen Garten ziehen.

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