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Ginkgo im Garten pflanzen - darauf sollten Sie achten

Ein Ginkgo stellt keine besonderen Ansprüche an den Garten. Der Name "Ginkgo" ist nicht nur in der asiatischen Heilmedizin bekannt, auch hierzulande wird der Ginkgo u. a. als Heilmittel eingesetzt. Da sich der Ginkgo an die verschiedensten Umwelteinflüsse gut anpassen kann, wird er bevorzugt in stark belasteten Großstädten angepflanzt.

Der Ginkgo ist eine außergewöhnliche Pflanze.
Der Ginkgo ist eine außergewöhnliche Pflanze.

Möglichkeiten, einen Ginkgo zu pflanzen

  • Ein Ginkgo ist sehr vielseitig einsetzbar. Er kann sowohl als Kübelpflanze als auch direkt im Garten kultiviert werden. Für die Kübelpflanzung werden mittlerweile Ginkgos in unterschiedlich geschnittenen Formen angeboten. Mit einem kleinen Winterschutz z. B. aus Stroh kann die Pflanze an einem geschützten Platz im Garten überwintern. Einen Ginkgo können Sie sowohl als vier- bis sechsjährige Jungpflanze als auch in Form eines zweijährigen Sprösslings in Gärtnereien erwerben.
  • Junge Ginkgobäume können Sie im Frühjahr und im Herbst in den Garten verpflanzen. Der Standort kann sonnig oder halbschattig sein. Zum Pflanzen sollten Sie das Pflanzloch vier- bis fünfmal so groß ausheben, wie der Wurzelballen groß ist. Die Erde mischen Sie am besten mit einem Drittel Kompost. Zum Schluss wässern Sie gut. Düngen können Sie ihn alle 2 Wochen mit einer Kappe Universaldünger (halbe Konzentration), den Sie der Pflanze mit dem Gießwasser zuführen. Für das Wohnzimmer eignen sich besonders Ginkgosämlinge, die man als Bonsai kultivieren kann. Hierbei ist darauf zu achten, dass das Substrat nie austrocknet. 
  • Wenn Sie versuchen möchten, Ginkgo aus Samen selber zu ziehen, ist es ratsam, einen männlichen Ginkgobaum zu pflanzen, da die Früchte der weiblichen Bäume einen sehr unangenehmen Buttersäuregeruch verbreiten. Entsprechende Samen kann man über den Fachhandel beziehen. Die Aussaat sollte im April/Mai durchgeführt werden. Dabei steckt man die Nüsse in ein Aussaatgefäß ca. 2 cm tief in das Substrat, das aus einem Torf-Sand-Gemisch bestehen sollte. Das Ganze sollten Sie nun bis zur Keimung warm und feucht halten. Im Herbst können Sie die Keimlinge vereinzeln. Die einzelnen Keimlinge können in ihrem äußeren Erscheinungsbild stark variieren.
  • Das Problem bei der Aussaat ist, dass es bis zur Keimung länger als 2 Jahre dauern kann und die Stecklinge sehr empfindlich auf ein Verpflanzen reagieren, sodass von ihnen nur etwa ein Drittel anwächst, was wiederum auch wieder sehr lange dauert.
  • Für kleinere Gärten ist die kleinwüchsige Sorte "Mariken" sehr gut geeignet. Sie ist eine Zwergform des Ginkgos und erreicht eine Höhe von 2 Metern sowie eine Breite von 2 bis 3 Metern. Durch seine fächerförmigen Blätter, die sich im Herbst goldgelb färben, ist der kleine Bonsai ein dekorativer Blickfang in jedem Garten.

So pflegen Sie die asiatische Pflanze im Garten

  • Junge Ginkgobäume sind in den ersten 2 bis 3 Jahren noch etwas pflegeintensiver als ältere. Sie müssen vor praller Sonne, Trockenheit und Frost geschützt werden. Als Frostschutz eignen sich Reisig von Tannen oder Fichten, da sie ausreichend Luft und Licht an die Pflanze lassen und sie trotzdem vor Frost schützen. Ältere Bäume benötigen keinen Winterschutz mehr.
  • Einen jungen Ginkgo sollte man in den ersten Jahren mit einem Stützpfahl versehen, da er anfangs zu Verkrümmungen neigt. Bei sehr warmen Temperaturen muss er ausreichend gewässert werden, da seine Wurzeln noch nicht tief genug sind, um sich selber mit ausreichend Wasser zu versorgen. Bis zu einem Alter von vier Jahren sollten Sie einen Ginkgo kühl, aber frostfrei überwintern, erst dann kann er die Winter im Freien schadlos überstehen. Ein Krankheits- oder Schädlingsbefall ist bei dieser beeindruckenden Pflanze nicht zu befürchten.
  • Ein etwas älterer, kräftigerer Baum bevorzugt einen vollsonnigen bis halbschattigen Standort. Der ideale Boden ist ein durchlässiger, feuchter, sandiger, gut entwässerter Lehmboden. Ein Ginkgo ab einer Höhe von 6 Metern benötigt keinerlei Pflege mehr. Es muss weder gegossen noch gedüngt werden, allerdings schadet es auch nicht, wenn er ab und zu etwas Universaldünger bekommt.
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