Der Ginkgo biloba ist schon ein Fossil

  • Inzwischen vertritt der Ginkgo biloba seine Ursprungsart Ginkgoaceae, die schon vor 150 Millionen Jahren die Erde bewachsen hat, wieder überall in Europa. Fälschlicherweise wird er manchmal Ginko oder auch Gingko genannt. Korrekt heißt er aber Ginkgo biloba. Seit der Eiszeit muss man diesem aber China als Ursprungsland zuschreiben.
  • Der attraktive, robuste und anspruchslose Fächerbaum kann bis zu 30 Metern hochwachsen. Der Ginkgo biloba ist äußerst frosthart und fes wirkt fast mystisch, dass er nie von Krankheiten befallen wird. In jungen Jahren wächst der Ginkgo biloba kegelförmig und erst im Alter wächst sich die Krone breiter aus. Seine charakteristischen hell-mittelgrünen Blätter sehen aus wie zwei Kleeblätter, die sich im Herbst, bevor sie abfallen, leuchtend gelb verfärben.
  • Erstaunlich ist, dass dieses Fossil als Bonsai, auf Terrassen, Balkonen und im Garten gehalten werden kann. Selbst als Zimmerpflanze ist der Ginkgo biloba zu ziehen. Er bevorzugt einen Sonnenstandort, obwohl er auch im Halbschatten, sowie auf allen Bodenverhältnissen gedeihen kann, solange der Boden stets feucht gehalten wird.
  • Zweckmäßig ist, den Baum von März bis in den November alle zwei bis drei Wochen zu düngen. Auch wenn der Ginkgo biloba sehr robust ist, sollten Sie Jungpflanzen vor Frost schützen. In Kübel gepflanzt gilt, was für alle Kübelpflanzen gilt: der Frost kann stärker an die Wurzeln gelangen und daher sollten Ginkgo biloba Bäume, die in Kübeln stehen, vor Frost geschützt werden.
  • Die Blätter des Ginkgo biloba verfügen über einen Saft, der als Extrakt in der Naturheilkunde gegen viele Erkrankungen eingesetzt wird, wie z. B. bei Durchblutungsstörungen, Tinnitus oder Gefäßerkrankungen.

Eine Kurzanleitung zur Pflege

  • Der Ginkgo biloba benötigt zwar nicht übermäßig viel Wasser, jedoch sollte die Bodenbeschaffenheit stets leicht und nicht übermäßig feucht sein. Zu viel Feuchtigkeit oder Staunässe schadet auch dem Ginkgo biloba.
  • Zwar liebt der Fächerbaum einen vollsonnigen Platz, doch ist er so anspruchslos, dass er auch mit einem Halbschattenstandort zurechtkommt. Junge Pflanzen sollten Sie aber dennoch an einen Sonnenplatz setzen.
  • Ein ausgepflanzter Ginkgo biloba ist frosthart und kann im Garten verbleiben. Wie schon erwähnt, sollten Sie jedoch Kübelpflanzen vor Frost schützen und bei etwa 5° Grad überwintern. Eine Kübelpflanze benötigt dann auch einen dunklen Überwinterungsort.
  • Wenn Sie den Ginkgo biloba alle zwei Wochen mit einem handelsüblichen Universaldünger nach Hälfte der Herstellerangabe düngen, reicht es völlig aus.