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GFR-Wert - eine Erklärung

Der GFR-Wert - was ist denn das, werden Sie sich vielleicht fragen. Die Abkürzung steht für die glomeruläre Filtrationsrate. Was steckt hinter dem Wert und dessen Abkürzung?

Erhöhte GFR-Werte werden oft bei Diabetes gemessen.
Erhöhte GFR-Werte werden oft bei Diabetes gemessen. © Viktor_Stolarski / Pixelio

GFR - was bedeutet das?

  • GFR ist die Abkürzung für die glomeruläre Filtrationsrate. Das ist diejenige Flüssigkeitsmenge, die pro Zeiteinheit von allen Filterkörperchen (Glomeruli) beider Nieren filtriert wird.
  • Dieser Vorgang wird als Clearance bezeichnet. Darunter wird die Reinigung des Blutplasmas von körpereigenen und künstlich eingebrachten Stoffen verstanden.
  • Davon abgeleitet dient dieser Wert dem Arzt als eine Maßeinheit für die normale Ausscheidungsfunktion bzw. die Fähigkeit und Geschwindigkeit des Körpers, Flüssigkeiten über beide Nieren auszuleiten.
  • Gemessen wird über die Inulinausschüttung, wobei der Normalwert zwischen 90 und 120 Milliliter pro Minute liegt.
  • Die glomeruläre Filtrationsrate ist abhängig vom Geschlecht und dem Alter des Menschen, bei dem gemessen wird. Diese wird nach einer Formel berechnet. Körpergewicht und Lebensalter dienen dabei als Grundlage. Allerdings ist den Laboren meist nur das Lebensalter bekannt. Aber dafür existiert eine vereinfachte Formel zu Berechnung.
  • GFR ist die Abkürzung für Glomeruläre Filtrationsrate. Dabei handelt es sich um einen …

  • Zur Berechnung werden die gemessene Höhe des Kreatinins, das Lebensalter und, wenn bekannt, das Körpergewicht herangezogen.

Die Beurteilung des GFR-Wertes in seiner Höhe

  • Die glomeruläre Filtrationsrate, kurz GFR, gilt ab 120 Milliliter pro Minute als erhöht. Ursache dafür sind verschiedene Erkrankungen, die mit Nierenfunktionsstörungen einhergehen, wie zum Beispiel bei Menschen mit Diabetes.
  • Die Niere versucht dabei, mehr als normal auszuscheiden. In dem Moment, in dem Eiweiß mit enthalten ist, wird Ihr Arzt weitergehende Untersuchungen anordnen und gegebenenfalls eine geeignete Therapie beginnen.
  • Niedrige GFR-Werte unter 90 Milliliter pro Minute deuten auf eine chronische Nierenerkrankung hin, die das Nachlassen der normalen Nierenfunktion einleitet.
  • Ohne entsprechende Therapie kann es zum Nierenversagen kommen.
  • Als Risikofaktoren für mögliche Nierenerkrankungen kommen zum Beispiel unbehandelter Bluthochdruck, Anämie, Rauchen und Diabetes in Betracht.
  • Leicht erniedrigte Werte unter 90 Milliliter pro Minute wird Ihr Arzt öfters kontrollieren, um bei einem raschen Abgleiten bereits im Vorfeld eine Therapie einzuleiten.
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