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Gewitterfliegen - wie Sie die Schädlinge loswerden

Auch wenn ihr Name etwas anderes sagt: Gewitterfliegen treten nicht nur bei Unwettern auf. Sie sind eine echte Plage und zerstören anfangs sogar unbemerkt Ihre Pflanzen. Wenn Sie sie entdecken, ist der Schaden zumeist schon angerichtet. Um das zu verhindern, finden Sie hier Wissenswertes über die kleinen Fliegen und Anregungen zur Bekämpfung.

Sie sind klein und lästig.
Sie sind klein und lästig.

Was Sie benötigen:

  • Fliegengitter
  • Insektenspray
  • Klebtafeln
  • warmes Wasser

Die nur wenige Millimeter großen Fliegen können in der Landwirtschaft zur Vernichtung einer ganzen Ernte führen. Quartieren sie sich ungehindert in Ihrem Haushalt ein, laufen Sie in Gefahr, dass Ihre Zimmerpflanzen ruiniert werden. Es ist wichtig, sie früh genug zu vertreiben und einem erneuten Befall vorzubeugen.

Was sind Gewitterfliegen?

  • Gewitterfliegen gehören zur Familie der Fransenflügler. Ihr lateinischer Name ist Thysanoptera. Im allgemeinen Sprachgebrauch werden sie auch oft als Thripse bezeichnet. Warme und feuchte Luft liegt ihnen besonders, deswegen sind sie oft vor einem Gewitter zu sehen, was ihnen die bekannteste Bezeichnung als Gewitterfliegen eingetragen hat.
  • Überwiegend sind die Gewitterfliegen Pflanzenfresser. Sie stechen mit ihren Fresswerkzeugen die Pflanzen an und saugen die Zellen aus. Diese Stellen verfärben sich. Da sie sich dabei gerne im Innern noch junger Blüten und Blätter aufhalten, fällt der Schaden erst auf, wenn diese sich öffnen und die geschädigten Stellen sichtbar werden.
  • Die meisten Arten pflanzen sich ungeschlechtlich fort. Das weibliche Exemplar legt ohne vorherige Befruchtung seine Eier in die weichen Pflanzenschichten. Dort sind die Eier vor Räubern geschützt. Nach dem Schlüpfen entwickeln sich die Larven zumeist im weichen Boden unter den Pflanzen weiter, bis die Entwicklung zur Fliege abgeschlossen ist.
  • Helles Licht und Farbflächen in Blau oder Gelb ziehen sie an. Im Computerbereich sind Gewitterfliegen dafür berüchtigt, dass sie sich durch die Lüftungsschlitze in Monitore schleichen und dann mitten auf dem Bildschirm als schwarzer Fleck verenden.

Abwehr und Bekämpfung der Plagegeister

Gewitterfliegen werden häufig mit neuen Zimmerpflanzen eingeschleppt.

  • Da sie sich sehr schnell entwickeln, reicht es in den meisten Fällen aus, die neue Pflanze sorgfältig zu untersuchen und dabei einen genauen Blick in die noch geschlossene Blüte zu werfen. Haben Sie einen Verdacht, stellen Sie die Pflanze für einige Tage in Quarantäne und warten ab, ob sich Ihre Vermutung bewahrheitet.
  • Bei einem Befall können Sie die Pflanze gründlich mit warmem Wasser abduschen. Tauschen Sie auch die Pflanzenerde aus, denn dort wartet wahrscheinlich schon die nächste Generation darauf, Ihre Pflanzen auszusaugen.
  • Sie sind so klein, dass sie beinahe durch jede Ritze passen. Fliegengitter halten sie nur dann auf, wenn sie aus besonders feinem Gewebe bestehen. Auch die Befestigung muss sorgfältig angebracht werden und darf keine Schlupflöcher enthalten. Für die Fliegen, die sich dennoch eingeschlichen haben, können Sie Klebtafeln in Ihren bevorzugten Farben aufhängen. 
  • Wenn sich die Plage so nicht eindämmen lässt, werden Sie um den Einsatz von Chemie nicht herumkommen. Die bekannten Hersteller bieten spezielle Sprays an, die durch ihren feinen Nebel auch die Schlupfwinkel der Gewitterfliegen erreichen, ohne die Pflanzen zu schädigen.

Wenn Sie bei den ersten Anzeichen schnell reagieren, können Sie die Plagegeister gut eindämmen und Ihre Pflanzen effektiv schützen.

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