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Gewindeschneiden vorbohren - das sollten Sie beachten

Der richtige Bohrer muss es sein.
Der richtige Bohrer muss es sein. © Jochen_Sievert / Pixelio
Beim Gewindeschneiden müssen Sie ein paar Dinge beachten, vor allem, wie groß Sie ein Loch vorbohren, damit Sie am Ende ein einwandfreies Innengewinde haben.

Gewinde sind profilierte Einkerbungen um eine zylindrische Wandung. Es gibt Innen- und Außengewinde, wobei das Prinzip der schiefen Ebene zum Tragen kommt. Es können damit große Längskräfte bei annehmbaren Umfangskräften erzeugt werden. Anwendung finden Gewinde in fast allen Materialien und dienen dabei zur Verbindung zweier Teile oder zur Anwendung zum Beispiel bei Pressen oder Wagenhebern.

Das Gewindeschneiden für innen oder außen

  • Gewindeschneiden ist ein spanendes Verfahren. Egal ob für innen oder außen, es fallen Späne.
  • Es gibt viele verschiedene Gewinde, was die Drehrichtung betrifft oder die Steigungen der Gewindegänge.
  • Außengewinde werden in der Regel durch Schneideisen auf ein dem Gewindedurchmesser entsprechendes zylindrisches Profil geschnitten. Die Größen sind meistens genormt. So steht auf einem Schneideisen beispielsweise M 10 für metrisches Gewinde mit 10 mm Durchmesser drauf. Am Werkzeug erkennen Sie, wie herum Sie das Eisen aufsetzen müssen. Die schwächere Ausbildung der Schneidgänge kommt Richtung Material.
  • Bei Innengewinden ist es etwas komplizierter, aber auch nicht schwierig. Hier müssen Sie die genaue Stelle für das Gewinde vermessen, anzeichnen und körnen und dann mit dem richtigen Bohrer das Loch für das Gewinde vorbohren.

So müssen Sie für Innengewinde vorbohren

  • Beim Gewindeschneiden für Innengewinde müssen Sie mit einem Spiralbohrer richtig vorbohren, damit ein sauberes voll belastbares Gewinde möglich wird.
  • Dazu braucht es eine sogenannte Kernbohrung. Diese ergibt sich aus dem Nenndurchmesser des Gewindes abzüglich der Steigung des Gewindes.
  • Sie müssen also die Steigung eines Gewindes wissen. Weil alles genormt ist, können Sie diese von Tabellen ablesen oder es steht manchmal auf Schraubenpackungen drauf.
  • Ein metrisches Gewinde M 10 hat eine Steigung von 1,5 mm. Sie müssen also 10 mm - 1,5 mm = 8,5 mm rechnen und somit ein Kernloch von 8,5 mm vorbohren. M 6 hat beispielsweise 1 mm Steigung, also brauchen Sie einen 5er Bohrer.

Nachdem Sie das richtige Loch gebohrt haben, brauchen Sie mit einem dreistufigen oder drei einzelnen Gewindebohrern nur noch das Gewinde schneiden. Achten Sie dabei auf die entsprechende Schmierung und eventuell Kühlung.

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