Alle Kategorien
Suche

Gesundheitszeugnis vom Hausarzt - das ist zu beachten

Wer eine neue Anstellung in der Gastronomie oder im Lebensmittelverkauf antritt, benötigt ein Gesundheitszeugnis, sodass sichergestellt ist, dass man weiß, wie man wichtige Infektionskrankheiten vermeidet, erkennt und damit umgeht. Doch wer stellt dieses Zeugnis aus? Der Hausarzt, Amtsarzt oder das Gesundheitsamt? Ein Gesundheitszeugnis ist ohne viel Aufwand zu bekommen. Lesen Sie hier, wie Sie vorgehen und problemlos Ihr Gesundheitszeugnis bald in den Händen halten.

Ohne Gesundheitszeugnis kein Job in der Gastronomie
Ohne Gesundheitszeugnis kein Job in der Gastronomie

Der Zweck des Gesundheitszeugnisses

  • Bis zum Jahr 2001 galt in Deutschland das Bundesseuchengesetz, welches die Behandlung von Infektionskrankheiten regelte. Aus diesem Gesetz stammt der Begriff des Gesundheitszeugnisses. Wer damals in der Gastronomie oder im Verkauf von Lebensmitteln arbeiten wollte, musste sich vom Amtsarzt untersuchen lassen. War der Amtsarzt mit den Ergebnissen der Untersuchung zufrieden, stellt er das Gesundheitszeugnis aus.
  • Auch in anderen Bereichen, wie der Gesundheitsbranche, fanden bzw. finden teilweise Untersuchungen statt, die vor einer Einstellung die gesundheitliche Eignung eines Bewerbers attestieren. Diese finden aber in der Regel nicht durch den Hausarzt, sondern durch den Amtsarzt im Gesundheitsamt statt.
  • Seit dem Jahr 2001 gibt es das Bundesseuchengesetz nicht mehr; es wurde durch das Infektionsschutzgesetz ersetzt.
  • Möchten Sie heute in einer der relevanten Branchen arbeiten, brauchen Sie kein Gesundheitszeugnis mehr, sondern erhalten eine Belehrung. Der Begriff Gesundheitszeugnis hat sich aber bis heute gehalten und wird oft verwendet.
  • Ärzte, die eine solche Belehrung durchführen, sind speziell dafür zugelassen. Ob Ihr Hausarzt eine Belehrung bei einen Ihnen durchführen kann, kann Ihnen das zuständige Gesundheitsamt mitteilen. In der Regel findet die Belehrung aber im Gesundheitsamt statt.

Belehrung durch den Hausarzt?

  • Ob Ihr Hausarzt bei Ihnen eine Belehrung nach § 43 Infektionsschutzgesetz beziehungsweise Ihnen ein Gesundheitszeugnis ausstellen darf, erfahren Sie bei Ihrem örtlichen Gesundheitsamt.
  • Wenn Sie bei Ihrem Gesundheitsamt anrufen, wird Ihnen wahrscheinlich mitgeteilt werden, dass Ihr Hausarzt nicht befugt ist und Sie im Gesundheitsamt belehrt werden.
  • Je nach Stadt gibt es in den Gesundheitsämtern unterschiedliche Sprechstundenzeiten, in denen die Belehrung stattfindet. Bei einigen Gesundheitsämtern brauchen Sie einen Termin, bei anderen können Sie unangemeldet erscheinen.
  • Auf jeden Fall brauchen Sie die Bescheinigung, dass Sie die Belehrung erhalten haben, bevor Sie Ihre neue Anstellung antreten. Ohne Belehrung dürfen Sie nicht arbeiten.
  • Mitbringen müssen Sie Ihren Personalausweis oder einen Reisepass. Wenn Sie unter 16 Jahre alt sind, müssen Ihre Eltern Ihnen eine Einverständniserklärung ausstellen, die Sie ebenfalls vorlegen müssen.
  • Die Kosten für ein Gesundheitszeugnis liegen zwischen 15 und 30 € (Stand Mai 2012). Diesen Betrag müssen Sie sofort bezahlen, um Ihre Bescheinigung zu erhalten. Alle zwei Jahre müssen Sie diese Belehrung erneut ausstellen lassen; allerdings kann Ihr Arbeitgeber dann die Belehrung übernehmen.
Teilen:
Der Inhalt der Seiten von www.helpster.de wurde mit größter Sorgfalt, nach bestem Wissen und Gewissen erstellt. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit kann gleichwohl keine Gewähr übernommen werden. Aus diesem Grund ist jegliche Haftung für eventuelle Schäden im Zusammenhang mit der Nutzung des Informationsangebots ausgeschlossen. Informationen und Artikel dürfen auf keinen Fall als Ersatz für professionelle Beratung und/oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte angesehen werden. Der Inhalt von www.helpster.de kann und darf nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.