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Gesteinskreislauf - Werden und Vergehen der Gesteine

Wasser- oder auch Schadstoffkreisläufe wie der von Kohlendioxid sind Ihnen wahrscheinlich schon einmal begegnet. Aber gibt es solch einen Kreislauf auch für Gesteine? Tatsächlich umfasst der Gesteinskreislauf in der Geologie das Werden und Vergehen von Gesteinen, wenn auch in Zeiträumen, die Ihnen als Mensch nicht zugänglich sind.

Als Basaltlava kommen Gesteine wieder an die Erdoberfläche.
Als Basaltlava kommen Gesteine wieder an die Erdoberfläche.

Auch Gesteine unterliegen einem Kreislauf

Kaum war die Erdkruste nach ihrer Entstehung erkaltet, begann auf der Erde ein bis heute andauernder Prozess, bei dem Gesteine verwittern, sedimentieren und ins heiße Erdinnere abtauchen.

  • Dort wandeln sie sich um in andere Gesteine sowie Mineralien, die als heißes Magma bei Vulkanausbrüchen wieder zu Tage treten.
  • Diese Grundzüge des Gesteinskreislaufes könnte man salopp als Recycling bezeichnen, bei dem Gesteine zersetzt, neu zusammengefügt, gehärtet und in andere umgewandelt werden. Sie werden dann im Erdinneren aufgeschmolzen und erstarren aus der Schmelze zu neuen Formen. Dabei halten Sonne, Schwerkraft sowie Erdwärme diesen Kreislauf der Gesteine in Gang.

Gesteinskreislauf - aus alt mach' neu

Im großen Gesteinskreislauf gibt es viele Wege, auf denen Veränderungen stattfinden. Beispielhaft sollen Ihnen hier einige Stationen näher ausgeführt werden:

  • Erosion und Verwitterung, die zur Abtragung von Gestein führt, kann viele Ursachen haben. So nagt beispielsweise an einer Steilküste die Brandung, und das Meer trägt das abgetragene Land fort. Hier liefert auch der Wind bzw. Stürme einen Beitrag. Nach starken Regenfällen transportieren Gebirgsbäche und Flüsse Schlamm und Gesteinstrümmer zu Tal.
  • Sedimentgesteine wie beispielsweise der bekannte Buntsandstein entstehen aus diesen Verwitterungsprodukten. Sie setzen sich in ruhigen Gewässern ab und verbleiben an Ufern von Flüssen nach dem Ablaufen des Wassers. Und irgendwann versteinern diese zunächst lockeren Sedimente, da sie von immer mächtigeren Schichten bedeckt werden.
  • Sogenannte metamorphe Gesteine entstehen, wenn diese Sedimente hohen Temperaturen und Drücken ausgesetzt sind. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn Gesteine in tektonisch aktiven Zonen ins Erdinnere abgesenkt werden (Subduktionszone). Hier wandeln sich Minerale um und das Gefüge der Gesteine verändert sich. Hierzu gehören beispielsweise Marmor oder auch Gneis.
  • Geraten Gesteinsschichten tiefer ins Erdinnere, schmelzen diese unter Druck und hoher Temperatur wieder auf. An die Erdoberfläche gelangen diese beispielsweise bei Gebirgsauffaltungen (Granit) oder durch Vulkanausbrüche (Basalt).

Als Mensch können Sie zwar die einzelnen Stationen dieses Kreislaufes beobachten, beispielsweise die Erosion oder Vulkanausbrüche. Den Zeitraum des gesamten geologischen Geschehens können Sie jedoch keinesfalls überblicken. Denn dieser dauert Tausende, wenn nicht gar Millionen von Jahren, je nach Gesteinsart versteht sich.

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