Die gesetzlichen Ruhezeiten dienen dem Lärmschutz

  • Die gesetzlichen Ruhezeiten dienen dem Lärmschutz und Wohlbefinden der Allgemeinheit, denn zu viel Lärm kann die Psyche belasten und krankmachen.
  • Es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher Lärmquellen, unter anderem Verkehrslärm, Baustellenlärm, laute Musik oder Nachbarschaftslärm.
  • Rechtlich gegen Lärmquellen vorzugehen ist allerdings gar nicht so einfach. Denn sie gelten als Lärmbelästigung, wenn man sie nicht mehr ertragen kann. Das heißt, dass jeder Fall individuell geprüft werden muss.
  • Dennoch gibt es einige verbindliche Regelungen. Dazu gehören auch die gesetzlichen Ruhezeiten. Sie betreffen die Nachtruhe in der Zeit von 22.00 bis 6.00 Uhr und alle Sonntage.
  • Wer sich nicht an die gesetzlichen Ruhezeiten hält, muss einer Anzeige wegen Lärmbelästigung rechnen.

Lärmbelästigung melden - Möglichkeiten

  • Da die Erfolgschancen bei einer Klage in den meisten Fällen nicht sehr vielversprechend sind, sollten Sie den lärmenden Nachbarn zunächst in einem Gespräch auf die Ruhezeiten hinweisen. Versuchen Sie, eine gütige Einigung zu erzielen. Stellt der Nachbar die Lärmbelästigung trotzdem nicht ein, können Sie außerdem den Vermieter und gegebenenfalls den Mieterschutzbund hinzuziehen.
  • Können Sie Ihren Nachbarn gar nicht zur Einsicht bewegen, bleibt Ihnen noch die Möglichkeit, eine Unterlassungsklage zu erheben. Diesen Schritt sollten Sie jedoch nicht voreilig in Betracht ziehen. Denn Sie als Kläger müssen nachweisen, dass der Nachbar durch rücksichtsloses Verhalten übermäßig gelärmt hat.

    Die gesetzlichen Ruhezeiten dienen dem allgemeinen Schutz und Wohlbefinden der Bevölkerung. Wer durch vermeidlichen Lärm übermäßig belästigt wird, kann dagegen vorgehen.