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Gepunzt - Bedeutung

Das Wörtchen "gepunzt" ist in der deutschen Alltagssprache nicht allzu gebräuchlich. Juweliere und Goldschmiede wissen allerdings, was damit gemeint ist - eine besondere Markierung über den Feingehalt von Gold und Silber.

Der Wert von Schmuck lässt sich oft anhand der Punze erfassen.
Der Wert von Schmuck lässt sich oft anhand der Punze erfassen.

Schmuck - wertvoll oder billig

Die meisten Frauen und auch zahlreiche Männer können sich für Schmuck begeistern - sei es als Geschenk oder selbst gekauft. Das ist kein Wunder, denn die Auswahl ist ja auch riesengroß. So bieten unzählige Geschäfte in den Fußgängerzonen und Einkaufszentren hübschen und günstigen Modeschmuck an, und dazu kommen natürlich viele Juweliere und Goldschmiede, die ihre Waren meist in aufwendig gestalteten Schaufenstern anpreisen. Während es manchen Kunden nur darum geht, möglichst viel Schmuck zu besitzen, um zu jedem Outfit etwas Passendes zu haben, setzen andere vor allen Dingen auf Qualität. Diese erkennt man unter anderem durch den Feingehalt des Materials, aus dem Schmuck besteht - und hier spielt es möglicherweise eine Rolle, ob ein Schmuckstück gepunzt ist.

Gepunzt - das bedeutet der Ausdruck

  • Das Wörtchen "gepunzt" kommt vom Substantiv "Punze" und dieses wiederum vom lateinischen Wort "punctio", was so viel wie "Stechen" heißt. In Wahrheit wird mit einer Punze, einem Werkzeug aus dem Goldschmiedshandwerk, aber nicht gestochen, sondern vielmehr geschlagen.
  • Darum wird eine Punze auch als Schlagstempel bezeichnet. Es handelt sich dabei um ein Arbeitsgerät, an dessen vorderem Ende neben einer Herstellerkennzeichnung ein Feingehaltswert erkennbar ist.
  • Die Zahlen und Zeichen, um die es geht, stehen bei einer solchen Punze zudem einige Millimeter vor, was ihre richtige Anwendung erst ermöglicht. So wird der Schlagstempel mit einem kleinen Hammer gegen ein zu kennzeichnendes Schmuckstück getrieben - auf diese Weise prägt sich die Kennzeichnung dann darin ein.
  • Wenn ein Schmuckstück oder etwas anderes, das aus Gold oder Silber hergestellt wurde gepunzt ist, bedeutet das also, dass Sie den Feingehalt und somit den Wert des Stücks anhand der Stempelprägung ablesen können.
  • Gängige Punzierungen sind bei Gold sowie Silber Feingehalte von 333 und 585, also Schmuckstücke mit einem nicht allzu hohen Anteil an Edelmetall, da es sich um Promilleangaben handelt. Diese beiden Werte sind vor allen Dingen in Deutschland typisch - in anderen Ländern trägt man meist Schmuck mit einem höheren 750er-Wert. Als sehr hochwertig gilt das 990er-Gold, das dann aber auch entsprechend teuer ist.

Eines sollten Sie schlussendlich aber beachten: In Deutschland herrscht keine Punzierungspflicht. Es kann also durchaus sein, dass Sie auf ein wertvolles Stück stoßen, das über gar keine Kennzeichnung verfügt.

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