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Gemüseanbau im eigenen Garten - das sollten Sie bei einem Nutzgarten beachten

Bio-Gemüse ist teuer. Warum nutzen Sie nicht Ihren Garten für den Gemüseanbau, um frische und gesunde Nahrungsmittel zu erzeugen?

Gemüse anzubauen, erfordert ein wenig Arbeit, bringt Ihnen aber die Frische auf den Teller.
Gemüse anzubauen, erfordert ein wenig Arbeit, bringt Ihnen aber die Frische auf den Teller.

Gemüseanbau richtig planen

Lernen Sie Ihren Garten mitsamt seinen Stärken und Schwächen kennen. Wie ist es um die Bodenbeschaffenheit bestellt und wie sieht es mit der Lage aus? An den Lichtverhältnissen können Sie nichts ändern. Sie müssen sich auf Gemüse beschränken, das mit dem vorhandenen Licht zufrieden ist.

Der Boden lässt sich jedoch verbessern. Befassen Sie sich mit Methoden, mithilfe derer Sie den Nährstoffgehalt, die Durchlässigkeit und die Säure verändern können. Prüfen Sie nach, inwiefern Sie diese in Ihrem Garten umsetzen können und welche Pflanzen folglich für Sie infrage kommen.

Bedenken Sie, dass Sie nur so viel Gemüse anbauen sollten, wie Sie auch verarbeiten und lagern können. Planen Sie den Gemüseanbau nicht in zu großen Dimensionen. Für den Anfang genügen einige kleine Beete.

Checkliste für die Garten-Planung

  • Lichtverhältnisse erfassen.
  • Boden auf Durchlässigkeit prüfen.
  • Nährstoffgehalt des Bodens messen lassen.
  • pH-Wert des Erdreichs bestimmen.
  • Möglichleiten den Boden zu verändern, abwägen.
  • Platz für Gemüsebeete auswählen.

Auswahl der Gemüsesorten

Wägen Sie ab, welche Gemüsesorten Sie anbauen wollen. Bauen Sie nur Frischgemüse an, das Ihre Familie gerne und oft isst. Auch die Ansprüche der jeweiligen Pflanze an Boden und Licht sollten Sie berücksichtigen. Überlegen Sie zudem, wie Sie diese Pflanzen in Mischkultur anpflanzen, beziehungsweise auf welche Art Sie nacheinander verschiedene Gemüse anbauen können.

Beachten Sie die Regeln der Mischkultur. Pflanzen Sie Sorten nebeneinander, die sich gut ergänzen. So sollten Sie beispielsweise Tief- und Flachwurzler kombinieren. Nutzen Sie zu diesem Zweck Mischkulturtabellen. 

Konsultieren Sie einen Gartenkalender, um die richtige Zeit für das Pflanzen und die Aussaat der verschiedenen Gemüse zu erfahren. Diese Kalender helfen Ihnen, eine geeignete Fruchtfolge und passende Mischkulturen zu finden. Radieschen sind beispielsweise für die Vorkultur im Frühjahr geeignet und ebenso perfekte Partner zu Kohlrabi, Möhren und Hülsenfrüchten.

Für die Direktsaat im Beet eignen sich Radieschen, Möhren und Hülsenfrüchte. Ohne Gewächshaus und Frühbeet ist die Anzucht anderer Gemüsearten aus Saatgut schwierig. Anfänger greifen am besten auf vorkultiviertes Gemüse zurück. 

Beginnen Sie mit der Aussaat von Radieschen, Erben und Bohnen. Setzen Sie später vorgezogene Pflanzen aus dem Handel in den Garten. Kohlrabi, Kürbis, Gurken und Zucchini sind leicht zu pflegen und bringen eine gute Ernte.

Checkliste für die Gemüseauswahl

  • Suchen Sie Gemüse aus, das Sie und Ihre Familie mögen.
  • Klären Sie, ob diese Sorten mit den Boden- und Lichtverhältnissen klarkommen.
  • Planen Sie Mischkulturen.
  • Entscheiden Sie, welche Jungpflanzen und welches Saatgut zu kaufen ist.

Eigenen Nutzgarten richtig bewirtschaften

Schaffen Sie Bewässerungsmöglichkeiten. Eine Regentonne oder ein Brunnen bietet vorgewärmtes Wasser, das für die Pflanzen besser geeignet ist als kaltes Wasser aus der Leitung.

Beschriften Sie die Pflanzen, damit Sie immer wissen, wo was wächst. Besonders Anfänger sollten diesen Schritt nicht vergessen. Machen Sie sich Notizen oder fotografieren die Pflanzen regelmäßig. So können Sie Erfahrungswerte sammeln und erfahren, welche Pflanzen gut gedeihen und welche nicht. 

Vermeiden Sie Monokulturen. Pflanzen Sie nicht immer wieder auf demselben Beet das gleiche oder ähnliche Gemüse. Auf diese Weise werden dem Boden einseitig Nährstoffe entzogen, es kommt zu einer Bodenmüdigkeit. Der Ertrag sinkt. 

Beachten Sie beim Anbau von Gemüse, dass Sie in ein Beet in dem ein Starkzehrer, beispielsweise Blumenkohl, Gurken, Kohl oder Tomaten wuchs, im nächsten Jahr einen Mittelzehrer setzen. Dies sind zum Beispiel Endivien, Möhren, Spinat und Stangenbohnen. Im Jahr darauf sollte darauf dann ein Schwachzehrer wie Buschbohnen oder Erben wachsen. Die Fruchtfolge schließt mit Gründünger statt Gemüse im Beet.

​Vermeiden Sie es unbedingt, mehrere Jahre hintereinander Pflanzen aus der gleichen Familie in ein Beet zu setzen. Durch den Wechsel der Anbaufläche verhindern Sie, dass sich auf bestimmte Pflanzen spezialisierte Bakterien, Pilze oder Schadinsekten im Beet vermehren. Solche “Verwandten“ sind beispielsweise Porree und Zwiebeln oder Gurken, Kürbis und Zucchini.

Checkliste für das Bewirtschaften

  • Bewässerungsmöglichkeit schaffen.
  • Im Frühjahr Vorkulturen mit rasch zu erntendem Gemüse anlegen.
  • Beete mit einer Mischung zusammenpassender Gemüsesorten bepflanzen.
  • Jedes Jahr die Beete mit anderem Gemüse besetzen.

Der Gemüseanbau im eigenen Garten ist nicht nur eine Bereicherung für den Tisch. Er macht auch großen Spaß. 

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