Die Zeiten, in denen ein Geldtransfer mit Bargeld erfolgte, sind längst vorbei. Sofern Sie die üblichen Wege dennoch nicht nutzen möchten, sollten Sie einige Gegebenheiten kennen und Risiken vermeiden.
- 02.02.2012 Volker Beeden
Was Sie benötigen
Dafür brauchen Sie beide Hände
Es passiert täglich an der Schweizer Grenze. Der Zoll stoppt einen Grenzübergänger, der angeblich nur wenig Bargeld dabei hat, in Wirklichkeit aber versucht, größere Geldbeträge über die Grenze zu schmuggeln.
Ein Geldtransfer kennt viele Wege
- Wenn Sie einen Geldtransfer bewerkstelligen möchten, ist der sicherste Weg natürlich die Überweisung von Bank zu Bank. Dies gilt vor allem für größere Beträge, sodass Sie jegliche Verdachtsmomente wegen Geldwäsche oder Betrug vermeiden. Genauso gilt es für kleinere Beträge, bei denen ein Bargeldtransfer wenig Sinn macht.
- Genauso gut können Sie einen Verrechnungsscheck überreichen oder sich bei Ihrer Bank einen bankbestätigten Verrechnungsscheck ausstellen lassen. Die Bank garantiert in diesem Fall die Einlösung des Schecks.
- Auch mit einer Kreditkarte können Sie einen Geldtransfer realisieren.
- Sie können auch mit einem Zahlungsdienstleister einen Geldtransfer ermöglichen. Wenn Sie beispielsweise in einer Postfiliale bei Western Union Ihr Bargeld einzahlen, können Sie es binnen Minuten an den Empfänger weltweit transferieren.
Vorsicht bei Bargeld
- Wenn Sie tatsächlich Bargeld in die Hand nehmen möchten, sollten Sie vorsichtig sein. Bargeld wird immer mit großem Misstrauen betrachtet.
- Möchten Sie die Grenze ins Ausland überschreiten, müssen Sie auf die Frage des Zöllners, ob Sie mehr als 10.000 € bei sich führen, wahrheitsgemäß antworten. Sie müssen immer im Hinterkopf haben, dass der Verdacht der Geldwäsche im Raume steht und allzu oft Gelder ins Ausland oder vom Ausland zurück nach Deutschland gebracht werden, die letztlich nicht versteuertes Schwarzgeld darstellen.
- Soweit Sie nichts zu verbergen haben, antworten Sie beim Zoll immer korrekt und geben genau an, wie viel Bargeld Sie bei sich führen. Da Sie auch gefragt werden, woher das Geld stammt, sollten Sie den Betrag mit einem Herkunftsnachweis belegen können. Dies wird meist die Quittung der Bank sein, bei der Sie das Bargeld abgehoben haben. Ansonsten riskieren Sie, dass Ihr Geld beschlagnahmt wird.
Beauftragen Sie ein Geldtransportunternehmen
- Eine andere Möglichkeit, einen Geldtransfer zu realisieren besteht darin, dass Sie bei größeren Beträgen ein Geldtransportunternehmen beauftragen. Das Unternehmen holt Ihr Bargeld bei einer Bank ab und bringt es dorthin, wo Sie es hinwünschen. Das Geld wird ordnungsgemäß deklariert.
- Vor allem vermeiden Sie das Risiko, dass Sie vielleicht beraubt werden. Bedenken Sie immer, dass Sie ein kriminelles Element in der Bank beobachten könnte, wenn Sie Bargeld abheben und Ihnen nachstellt.