Leider können die Nationalbanken und Währungshüter nicht mehr mit der Golddeckung hinsichtlich Währungsabsicherung dienen. Trotzdem wollen immer mehr Menschen ihr Geld lieber krisensicher in Gold anlegen. Was müssen Sie dabei beachten?
- 10.06.2011 Christine Spranger
Was Sie benötigen
Dafür brauchen Sie beide Hände
So legen Sie Ihr Geld in Gold an
- Allgemein besteht zwar kaum die Gefahr eines kompletten Verfalls der Währung. Frühere Generationen haben allerdings die Situation einer Geldentwertung erfahren. Hier sollte man sein Geld rechtzeitig noch in Gold oder auch andere Werte neben Bargeld oder Spareinlagen angelegt haben.
- Es ist deshalb empfehlenswert, besonders in Krisenzeiten Gold einzukaufen. Und das am besten in kleinen, handelbaren Mengen. Dann können Sie diese auch bei Bedarf gegen allgemeine Waren gut tauschen. Das ist bei einem Kilogoldbarren natürlich etwas schwerer.
- Leider zahlen die vorsichtigen Menschen hier oft auch drauf. Denn wenn die Krise vorbei ist, dann sinkt der Goldpreis meist tief in den Keller.
- Trotz dieser Schwankungen hat sich längerfristig die Anlage in Gold immer bewährt. Denn der Kurs ist langfristig gestiegen.
- Es gibt verschiedene Möglichkeiten der Goldanlage. Eine Anlage in Goldmünzen ist die konservativste Form. Die Münzen bekommen Sie auf jeder Bank oder auch im Münzfachhandel. Hier zählt der Tagespreis, der sich täglich ändert. Wenn Sie sich dafür entscheiden, sollten Sie größere Münzen wählen. Die kleineren kosten im Stück mehr aufgrund der Prägegebühren. Empfehlenswert sind der heimische Philharmoniker und internationale Münzen wie Krugerrand.
- Nicht so gut sind Golddukaten oder Sondergedenkmünzen - diese gelten eher als Schmuckstück oder Geschenk, nicht als Geldanlage.
- Fragen Sie bei Ihrer Bank nach Mengenrabatten, wenn Sie größere Mengen bestellen.
- Der Nachteil ist hier, dass Goldmünzen gestohlen werden können oder auch verloren gehen und keine Zinsen, sondern lediglich Kursgewinne oder sogar –verluste bringen.
- Auch für eine Anlage in Goldbarren gilt es, hier rechtzeitig vorzubestellen und größere Einheiten zu wählen. Hier sind die Prägekosten nicht so hoch wie bei Münzen und es gibt größere Gewichte.
- Aber auch Barren können gestohlen werden und verloren gehen und bringen keine Zinsen.
- Goldfonds sind eine weitere Möglichkeit. Angebote gibt es hier sehr viele. Die Fonds investieren jeweils in unterschiedliche Rohstoffunternehmen, das sind beispielsweise Goldminen. Hier können Sie auf eine gute Entwicklung der Unternehmen hoffen. Bei steigenden Rohstoffpreisen (Goldpreisen) ziehen auch die Fonds an und Sie profitieren davon.
- Allerdings ist eine Anlage hier sehr spekulativ. Sie müssen eventuell mit hohen Kursschwankungen rechnen. Kosten verursachen auch die Ausgabezuschläge der Fonds. Aber Sie haben hier auch hohe Chancen auf Gewinn.
- Wenn Sie in Goldaktien investieren, dann können Sie dies direkt an den Börsen und nicht über Fonds. Dafür benötigen Sie allerdings Mut und Börsenwissen. Hier gibt es große Kursschwankungen und viele Risiken. Die Preise werden meist in Fremdwährungen angeboten, da es in Europa kaum Goldproduzenten gibt.
- Diese Anlage ist hochspekulativ. Allerdings liegen hier die Gewinnchancen höher als beim Lottospielen.
- Der Vorteil von Goldfonds und –aktien gegenüber Goldbarren oder –münzen ist der, dass Sie damit immer Gewinne machen können und Dividenden ausgeschüttet werden.