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Gelatine auflösen - so gelingt's

Gelatine auflösen - so gelingt´s2:06
Video von Bruno Franke2:06

Gelatine benötigt man in der Küche vor allem zum Binden von Nachtischen, Fruchtspeisen oder Sülzen. Wenn man beim Auflösen der Gelatine einige Grundregeln beachtet, kann nichts schiefgehen.

Was Sie benötigen:

  • Blattgelatine oder
  • Gelatinepulver oder
  • Sofortgelatine

Gelatine sind (hygienische einwandfreie) Quell- und Leimstoffe, die durch intensives Kochen aus Knochen, Knorpeln und Sehnen herausgelöst werden. In der Küche wird Gelatine zur Herstellung von Sülzen (Aspik) oder Fruchtgelees und zum Binden von Nachspeisen genutzt. Gelatine gibt es in Form von Blättern, als Pulver und - seit einiger Zeit - auch als Sofortgelatine, deren Verarbeitung besonders einfach ist. Auch die Päckchen von Wackelpudding enthalten beispielsweise Gelatine in Pulverform. Geleespeisen und Sülzen sollten immer mehrere Stunden vor dem Gebrauch, am besten am Tag vorher, zubereitet werden, da der Gelierprozess einige Zeit dauert.

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Auflösen von Blattgelatine

  • Zum Gelieren von 1/2 l Flüssigkeit (egal ob Brühe, Saft oder Milch) benötigt man 6 (-8) Blatt Gelatine. 
  • Die Gelatineblätter werden in lauwarmem Wasser einige Minuten eingeweicht. Dabei werden die harten Blätter durch das aufgenommene Wasser "glibberig". 
  • Nun von der erhitzten, jedoch nicht mehr kochenden (!) Flüssigkeit einige Esslöffel in eine separate kleine Schüssel geben und die Blattgelatine darin unter Rühren auflösen. 
  • Die aufgelöste Gelatine unter die Flüssigkeit rühren. Nicht mehr kochen, dies zerstört die netzartige Struktur der Gelatine.
  • Die Sülze, das Fruchtgelee oder den Nachtisch mit den entsprechenden weiteren Zutaten in Schalen füllen und mehrere Stunden im Kühlschrank kalt stellen. Wenn Sie den Innenteil der Formen leicht mit Öl einreiben, können Sie die gelierten Speisen anschließend besser stürzen. Ansonsten die Schale kurz in heißes Wasser tauchen.
  • Wenn Sie kalte Speisen gelieren wollen, lösen Sie die Blattgelatine trotzdem in etwas heißem Wasser auf und geben Sie sie dann zu der kalten Flüssigkeit. In diesem Fall empfiehlt sich jedoch der Gebrauch von Sofortgelatine.
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Gelatine in Pulverform auflösen

  • Für 1/2 l Flüssigkeit benötigen Sie ein Tütchen Gelatinepulver (entspricht 6 Blatt Gelatine).
  • Das Pulver mit etwas lauwarmem Wasser anrühren und kurz quellen lassen.
  • Die gequollene Gelatine in die heiße, jedoch nicht mehr kochende Flüssigkeit einrühren und so lange untermischen, bis sich alle Gelatineteilchen aufgelöst haben.
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Sofortgelatine richtig nutzen

  • Sofortgelatine hat den Vorteil, dass Sie mit ihr sowohl heiße als auch kalte Speisen gelieren können. Außerdem ist die Anwendung leichter, da das Vorquellen und Auflösen faktisch entfällt.
  • Für 1/2 l Flüssigkeit benötigen Sie wieder 1 Tütchen Sofortgelatine. 
  • Das Pulver wird nach und nach in die kalte oder heiße (aber nicht mehr kochende) Flüssigkeit eingerührt, bis sich das Pulver vollständig gelöst hat. Achten Sie darauf, dass sich keine Pulverknötchen bilden.
  • Sofortgelatine eignet sich auch teelöffelweise zum Eindicken von Saucen, egal ob herzhaft oder süß und zu dünn geratenen Nachtischen wie zum Beispiel Joghurt- oder Quarkspeisen.
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