Gehaltserhöhung - schriftlich nur in Ausnahmefällen anfragen

Sie haben Ihren Chef überzeugt Sie haben Ihren Chef überzeugt
Als Arbeitnehmer haben Sie regelmäßig das Gefühl, dass Sie für Ihre Leistungen eine angemessenere Honorierung erhalten sollten. Wenn Sie mit Ihrem Vorgesetzten über eine Gehaltserhöhung verhandeln möchten, kann das Beachten einiger Regeln dafür sorgen, dass das Gespräch wie von Ihnen gewünscht endet. Das Ergebnis von Gesprächen über eine Gehaltserhöhung schriftlich festzulegen, ist in Ihrem eigenen Interesse wichtig.
Thomas Detlef Bär
30.11.2011 Thomas Detlef Bär
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Es gibt kein immer Erfolg garantierendes Rezept für Gehaltsverhandlungen. Wenn Sie der Chef nach einer Verhandlung zu sich bittet, um die vereinbarte Gehaltserhöhung gegenzuzeichnen, haben Sie es geschafft.

Ergebnisse der Gehaltserhöhung schriftlich festhalten

  • Verhandlungen über eine Gehaltserhöhung zu führen, fällt vielen Arbeitnehmern schwer. Die richtigen Worte im Gespräch zu finden, ist nicht immer einfach. Außendienstmitarbeiter fragen mangels Gelegenheit auch schriftlich an.
  • Bereits bei den Bewerbungsgesprächen kommt es erstmals zu Gesprächen und Verhandlungen über das Einstiegsgehalt. Hier kennen Sie allerdings den neuen Arbeitgeber und den Betrieb nicht. Dennoch sollten Sie sich auch hier nicht unter Wert verkaufen. Ein Anfangsgehalt sollten Sie im oberen Drittel vorschlagen.
  • Zu einer regulären Gehaltsverhandlung kommt es dann, wenn Sie einige Zeit im Unternehmen beschäftigt sind. Jetzt können Sie eine richtige Strategie festlegen. Die Argumente für eine Gehaltserhöhung liefern Sie selbst mit Ihrer Arbeit.
  • Sie müssen sich in Ihren Chef gedanklich hineinversetzen und die besten Gründe dafür finden, dass Sie eine Gehaltserhöhung wert sind. Zahlen können bei einem Gespräch durchaus überzeugende Argumente liefern. Wenn Sie nachweisen, wie Sie mit zunehmendem Erfolg zur Umsatzsteigerung, Kundengewinnung und Gewinnerhöhung beigetragen haben, kann das einen Chef überzeugen.
  • Wenn Sie Ihr Chef befördert und Ihnen neue Aufgaben und Verantwortung überträgt, muss auch Ihr Gehalt um mindestens 10 bis 15 Prozent nach oben. Geben Sie sich nicht mit einem neuen Titel zufrieden.

Mit einer Leistungsmappe gut vorbereitet in die Gehaltsverhandlung

  • Suchen Sie sich nach Möglichkeit einen erfahrenen Verbündeten, der Ihnen Tipps geben kann, wie Sie den Chef überzeugen. Legen Sie ein Gehaltsziel und schriftlich eine Strategie fest.
  • Seien Sie mutig. Sprechen Sie klar, statt zu flüstern. Nicken Sie nicht zu allem, was der Chef sagt. Sonst passiert Ihnen das womöglich auch beim Nein zum Gehaltswunsch durch den Vorgesetzten.
  • Legen Sie drei Gehaltsziele zur Gesprächslenkung fest. Ein Maximalziel und ein Minimalziel sowie ein Alternativziel. Mit der höchsten Forderung beginnen Sie das Gespräch. Der Chef hat die Möglichkeit, Einspruch zu erheben. Ihr Minimalziel müssen Sie allerdings im Auge behalten. Bieten Sie als Alternative einen Dienstwagen oder eine Prämienlösung an.
  • Personalberater sind der Meinung, dass lediglich 10 Prozent Ihrer erfolgreichen Gehaltserhöhung mit der Firma zu tun haben. Die restlichen 90 Prozent sind davon abhängig, wie Sie in den Verhandlungen auftreten und Ihre Leistung verkaufen. Sorgen Sie immer dafür, dass Entscheidungsträger im Unternehmen von Ihren Leistungen erfahren.

Lassen Sie sich den Ausgang Ihres Gespräches über eine Gehaltserhöhung schriftlich bestätigen. Das gilt vor allem dann, wenn Ihnen Ihr Chef bei einem abendlichen Treffen mehr Gehalt zusagt. Nach ein paar Gläsern Alkohol kann am nächsten Morgen das Erinnerungsvermögen durchaus getrübt sein.

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