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Gehalt: Kieferorthopäde - Informationen zu Studium und Beruf

Viele erinnert der Begriff Kieferorthopäde nur an unangenehme oder schmerzhafte Behandlungen und eine hässliche Zahnspange während der Jugend. Für andere ist der Beruf des Kieferorthopäden hingegen ein möglicher Traumberuf. Aber womit verdient so ein Kieferorthopäde eigentlich sein Gehalt und wie wird man einmal ein erfolgreicher Kieferorthopäde?

Eine bleibende Erinnerung an die Jugend
Eine bleibende Erinnerung an die Jugend © Margit / Pixelio

Was ein Kieferorthopäde macht

  • Der große Bereich, mit dem sich die Kieferorthopädie beschäftigt, ist die Kieferregulierung. Dabei dreht es sich um die Verhütung, Erkennung und Behandlung von Zahlfehlstellungen.
  • Grundsätzlich ist ein Kieferorthopäde ein spezialisierter Zahnarzt. Ihm stehen stets Helfer zur Seite, da viele Behandlungen gar nicht ohne Hilfe möglich sind.
  • Der Kieferorthopäde begutachtet zunächst seine Patienten und entscheidet, welche Behandlung am sinnvollsten ist. Die Behandlungen können von Fall zu Fall sehr klein oder sehr umfangreich sein.
  • Wenn die Zahnfehlstellung durch kieferorthopädische Maßnahmen nicht einzudämmen ist, kann der Kieferorthopäde auch operativ eingreifen. Hierzu verlangt das Gesetz allerdings eine Zusammenarbeit mit einem Chirurgen. Im Alltag arbeiten Kieferorthopäden eng mit den Hauszahnärzten zusammen.

Der Weg zum Kieferorthopäden

  • Um als Kieferorthopäde arbeiten zu können bedarf es zunächst eines Grundstudiums in Zahnmedizin. Laut deutscher Approbationsordnung steht einem Absolventen das gesamte Spektrum der Zahnmedizin danach offen.
  • Die korrekte Bezeichnung für einen Kieferorthopäden lautet "Fachzahnarzt für Kieferorthopädie". Diesen Titel darf man allerdings erst nach einer weiteren Ausbildung, nach dem Studium, tragen.
  • Die Ausbildung zum Fachzahnarzt für Kieferorthopädie ist ganztägig und in Vollzeit. Sie dauert insgesamt drei Jahre.
  • Die verschiedenen Zahnärztekammern der Länder entscheiden jeweils noch darüber, ob eventuell ein viertes Jahr hinzukommt, in dem man in einer allgemeinen Zahnarztpraxis oder einer Universitätsklinik arbeitet. Nach der vollen Zeit muss vor einem Prüfungsausschuss eine Fachzahnarztprüfung abgelegt werden. Erst, wenn man diese bestanden hat, darf man sich offiziell als "Kieferorthopäde" bezeichnen.

Das Gehalt eines Kieferorthopäden

  • Generell gilt zu beachten, dass die Gehälter nicht überall in Deutschland gleich sind. Der Verdienst hängt immer von der Ausbildung und dem Standort ab.
  • Nach abgeschlossenem Studium, also während der Facharztausbildung für Kieferorthopädie, kann je nach Arbeitgeber und Standort mit einem Bruttoverdienst von 2000 bis 3000 € monatlich gerechnet werden. Danach fängt man als Kieferorthopäde in einer neuen Gehaltsklasse an.
  • Wie viel man dann verdient, hängt wiederum von verschiedenen Faktoren ab. Der Wesentlichste ist sicherlich der, ob man in einer Klinik arbeitet oder eine eigene Praxis betreibt.
  • Zunächst arbeiten die meisten Kieferorthopäden aufgrund der hohen Kosten für eine eigene Praxis in einer Klinik. Das Gehalt liegt hier bei etwa 4500 € und aufwärts, abhängig von der Klinik, der Erfahrung und der Dauer der Zugehörigkeit.
  • Wer es schließlich schafft, eine eigene Praxis zu finanzieren, kann mit einem Gehalt von 5000 bis zu sage und schreibe 20000 € rechnen. Soviel verdienen allerdings nur renommierte Kieferorthopäden mit einem weitreichenden Kundenspektrum und diversen zusätzlichen Fortbildungen.
  • Bedenken muss man aber zusätzlich, dass das monatliche Gehalt eines selbstständigen Kieferorthopäden auch immer von den Praxiskosten abhängt. Darunter fallen vor allem eventuelle Raten für die Abzahlung der Praxis, Arbeitsmaterial, Lohnkosten für Angestellte und allgemeine Kosten wie Strom, Wasser und Heizung.
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