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Gehalt als Zimmermädchen - so verhandeln Sie erfolgreich

Das ist kein leichtes Unterfangen, als Zimmermädchen um das Gehalt zu feilschen. Allerdings sollten Sie schon darauf achten, ein angemessenes Gehalt für Ihre Arbeit zu bekommen und wer sich als Zimmermädchen einen guten Namen gemacht hat, hat sicher auch die Chance, mit dem Arbeitgeber über eine bessere Gehaltsstufe zu verhandeln.

Ein Zimmermädchen hat viel zu tun.
Ein Zimmermädchen hat viel zu tun.

Nicht immer ist das Gehalt angemessen

  • Zimmermädchen und auch Roomboys arbeiten in der Regel für ein kleines Gehalt in Hotels, Pensionen, Freizeitparks, sowie gehobenen Haushalten in den verschiedensten Aufgabenbereichen. Zimmermädchen sind dafür zuständig, durch hygienische Gästezimmerreinigung, Artikelauffüllung in den Zimmern, das ordentliche Herrichten der Gästezimmer und vieles mehr, dem Gast einen angenehmen Aufenthalt zu ermöglichen.
  • Da die Zimmermädchen, ebenso wie die Roomboys den Hausdamen unterstehen, gehört es auch zu ihren Verpflichtungen, Zuarbeiten in den Bereichen der Gastronomie zu übernehmen, wie z. B. das Tischdecken oder Tische abräumen, Wäschedienste zu übernehmen oder für einige Gäste die Einkäufe auszuführen. Je nachdem, wie sich die wirtschaftliche Lage eines Betriebes gestaltet, variieren die Gehälter für Zimmermädchen und Roomboys von Arbeitgeber zu Arbeitgeber.
  • Zwar gibt es im gastronomischen Bereich Ausbildungsbereiche, wie z. B. Hotelfachfrau/Hotelfachmann, Koch/Köchin, Restaurantfachfrau/Restaurantfachmann u.v.m., jedoch gibt es noch keine Ausbildung zum Zimmermädchen. Das ist der Grund, warum der Job/Arbeitsplatz eines Zimmermädchens/Roomboys oft im Rahmen eines vierhundert Euro Jobs auch zeitweise an Studenten, Schüler, Frührentner und Hausfrauen vergeben wird.
  • Einige größere, führende gastronomische Betriebe, vergeben neben Saisonarbeitsstellen u. a. auch Vollzeitarbeitsstellen mit unbefristeten Arbeitsverträgen an Zimmermädchen oder Roomboys. Allerdings klaffen die Arbeitslöhne nicht nur von Bundesland zu Bundesland sehr weit auseinander, sondern auch innerhalb der jeweiligen Bundesländer kann das Gehalt des einen Zimmermädchens wesentlich höher sein, als das eines anderen.
  • Obwohl ein Zimmermädchen oft unter großem Zeitdruck eine umfangreiche Arbeit erledigen muss, gibt es in Deutschland bislang noch keinen Mindestlohn, sodass es nicht verwunderlich ist, dass ein Gehalt meistens sehr spärlich ausfällt. Bei einer Vollzeitarbeitsstelle wurde die bislang niedrigste Lohnstufe im Saarland mit etwa 800,- € Bruttolohn, in Hamburg einmalig mit 2000,- € brutto und in den anderen Bundesländern zwischen 1001,- € bis zu 1234,- € brutto ermittelt.

Werten Sie Ihre Qualität als Zimmermädchen auf

  • Ein Zimmermädchen in der Position eines 400,- €-Jobs wird kaum die Chance haben, ihr Gehalt zu verändern, denn die Stellenbeschreibung "auf 400,- €-Basis" deutet bereits darauf hin, das keine Vollzeitkraft gebraucht wird. Natürlich, wer in einem Unternehmen eine langjährige 400,- €-Stelle zur vollsten Zufriedenheit der Vorgesetzten bekleidet, wird im Laufe der Zeit gute Chancen haben, eine Gehaltserhöhung vereinbaren zu können.
  • Grundsätzlich sollten Sie bei einer langjährigen guten Zusammenarbeit um eine Gehaltserhöhung vorsprechen, denn immerhin haben Sie durch Ihre langjährige Tätigkeit besondere fachliche Qualitäten und Qualifikationen vorzuweisen, auf die ein gut geführtes Unternehmen nicht verzichten möchte. Zudem ist es üblich, dass langjährige, berufserfahrene Mitarbeiter in den Gehaltsstufen aufsteigen.
  • Als Berufsneuling ist es dagegen in der Regel nur möglich, aufgrund einer fundierten Ausbildung, wie z. B. die einer Hauswirtschafterin, auf Ihre Qualifikationen hinzuweisen, um den Arbeitgeber zu einer Verhandlung über Ihr Gehalt zu bewegen. Treten Sie selbstsicher auf und erklären Sie Ihrem Arbeitgeber, welche Vorteile dem Betrieb zugutekommen, weil Sie z. B. die Qualifikationen einer Hauswirtschafterin mitbringen.
  • Falls Sie keine Ausbildung in einem oder mehreren Tätigkeitsbereichen eines Zimmermädchens haben, jedoch selber bereits langjährig einen Haushalt, z. B. mit Kindern oder pflegebedürftigen Eltern führen, so sollten Sie diese Situation selbstbewusst einer Ausbildung zur Hauswirtschafterin gleichsetzen und Ihren Arbeitgeber freundlich um ein Gespräch bitten. Erklären Sie ihm freundlich, welchen Nutzen sein Betrieb durch Ihre Qualifikationen genießt.
  • Wichtig ist, dass Sie, wenn Sie um eine Gehaltserhöhung vorsprechen, stets freundlich aber auch selbstbewusst und zielsicher vorgehen. D. h. machen Sie sich zuvor Gedanken, welchen Nutzen der Arbeitgeber durch Sie hat, z. B. sind Sie vielleicht stark belastbar und fallen nicht bei jeder kleinen Erkältung aus oder vielleicht verfügen Sie über bestimmte Fachkenntnisse im Reinigungsbereich, die bei teuren Teppichen, einer Couch, Wäschestücken oder anderen Details gefordert werden.
  • Vielleicht sind Sie ein zuverlässiges Organisationstalent. Alle Fähigkeiten und Qualifikationen, die Sie besitzen und die eine neue Kollegin erst mühsam über Jahre hinweg erwerben muss, sind für Sie von großem Vorteil und großer Bedeutung, wenn Sie Ihr Gehalt aufbessern möchten. Machen Sie Ihrem Arbeitgeber freundlich und überzeugend deutlich, dass Sie gerne in dem Betrieb arbeiten und für seinen Betrieb inzwischen unentbehrlich geworden sind. Dann sollte es eigentlich mit einem besseren Gehalt klappen.
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