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Gehälter in Deutschland - Durchschnittsgehalt und Rentenentgeltpunkte einfach erklärt

Wer auf die Rente zusteuert, möchte wissen, mit welcher Rente er rechnen darf. Die Rente wird nach einem komplexen Verfahren berechnet. Dabei spielt der Durchschnitt der Gehälter in Deutschland eine entscheidende Rolle. Das Zauberwort heißt Entgeltpunkte.

Entgeltpunkte bestimmen die Rentenhöhe.
Entgeltpunkte bestimmen die Rentenhöhe.

Das Sams hatte Wunschpunkte. Die wünscht sich mancher Rentner auch, wenn er hört, dass er nur Entgeltpunkte erhält, die seine Rente bestimmen.

Durchschnitt der Gehälter der Arbeitnehmer ist Ausgangspunkt

  • Eines vorweg: Sie werden trotz mathematischer Fähigkeiten kaum in der Lage sein, Ihren Rentenanspruch nachzurechnen. Das Verfahren ist ausgesprochen komplex und mit dem kaum erreichbaren Ziel begründet, im Vergleich der Rentenversicherten untereinander eine möglichst gerechte Rente zu gewähren.
  • Ausgangspunkt für die Rentenberechnung sind die Gehälter in Deutschland. Aus ihnen wird das in Deutschland gezahlte Durchschnittsgehalt errechnet und jedes Jahr aktualisiert.  Der Durchschnittswert betrug 30.268 € im Jahr 2011 und 32.446 € in 2012.

Wünschen Sie sich viele Entgeltpunkte

  • Sie erhalten für jedes Jahr, in dem Sie Rentenversicherungsbeiträge geleistet haben, einen sogenannten Entgeltpunkt, soweit Sie in diesem Jahr den Durchschnittsverdienst aller Rentenversicherten erreicht haben.
  • Liegt Ihr Verdienst unter/über dem Durchschnitt der Gehälter in Deutschland, erhalten Sie weniger/mehr Entgeltpunkte.

In Deutschland haben Ost und West unterschiedliche Werte

  • Ein solcher Entgeltpunkt führt zu einem Rentenanspruch von 28,07 € (Rentenwert) in den alten Bundesländern und 24,92 € (Rentenwert) in den neuen Bundesländern (Stand 01.07.2012).
  • Die Höhe Ihrer Rente ermittelt sich im Wesentlichen daraus, dass die erreichte Zahl der Entgeltpunkte mit dem aktuell maßgeblichen Rentenwert multipliziert wird. Beispiel: 10 Entgeltpunkte führen zu 280,07 € Rente (West) und 249,20 € (Ost).
  • Im Detail berechnet sich die Rente auf der Grundlage Ihrer Entgeltpunkte nach der Rentenformel. Je mehr Sie verdient haben und je höher Ihre Einzahlungen waren, desto mehr Entgeltpunkte haben Sie und desto höher fällt Ihre Rente aus.
  • Für die Berechnung der Entgeltpunkte sind auch Zeiträume relevant, in denen Sie selbst keine Beiträge geleistet haben oder der Staat für Sie Beitragsleistungen erbracht hat: Ausbildungszeiten, Wehr- und Zivildienst, Kindererziehung, Arbeitslosengeldbezug, Krankengeld, Versorgungsausgleich, Rentensplitting. Auch geringfügige Beschäftigungen erhöhen Ihre Entgeltpunkte.
  • Wie viele Entgeltpunkte Ihnen zustehen, entnehmen Sie der Renteninformation, die Ihnen die Deutsche Rentenversicherung nach Ihrem 27. Lebensjahr jedes Jahr zustellt.
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