Gegen Mobbing wehren - das können Sie tun

Mobbing ist für den Betroffenen schlimm. Mobbing ist für den Betroffenen schlimm.
Ihr Kind kommt in letzter Zeit immer wieder weinend aus der Schule, weil es dort von Mitschülern systematisch fertig gemacht wird? Dann sollten Sie schleunigst anfangen, sich gegen das Mobbing zu wehren.
Anne Huppertz
30.12.2011 Anne Huppertz
Was Sie benötigen
Das schaffen Sie mit Links
  • Gespräche mit Lehrern
  • dickes Fell
  • Handlungsfähigkeit

Was ist Mobbing?

  • Wenn das eigene Kind von den Mitschülern geärgert und ausgeschlossen wird, ist dies für Eltern ein schlimmes Gefühl. Wenn ein Kind regelrecht gemobbt wird, müssen Sie als Eltern unbedingt handeln und sich gegen das Mobbing wehren.
  • Doch was ist der Unterschied zwischen normalen Streitigkeiten zwischen Kindern und echtem Mobbing? Dies ist nicht immer leicht festzustellen.
  • Von Mobbing spricht man dann, wenn eine Person über einen längeren Zeitraum systematisch ausgegrenzt und von den Anderen permanent gedemütigt wird. Die Person wird dann meistens für die gesamte Gruppe zum Opfer und Sündenbock,
  • Besonders schlimm und ein weit verbreitetes Phänomen heutzutage ist das sogenannte Cyber-Mobbing. Hier werden hasserfüllte Texte, Fotos oder Handyvideos über das Opfer ins Internet gestellt.
  • Wenn Ihr Kind von seinen Mitschülern gemobbt wird, werden Sie es an seinem Verhalten merken. Wenn es ständig traurig und sozial isoliert ist und nicht mehr zur Schule gehen will, sollten Sie handeln und sich gegen das Mobbing wehren.

So wehren Sie sich gegen Mobbing

  • Sprechen Sie zunächst mit Ihrem Kind, um sich ein Bild von seiner Situation zu machen. Hören Sie sich ruhig alles an, was Ihrem Kind in der Schule widerfährt und schreiben sich die wichtigsten Vorfälle auf, um diese den Lehrern und der Schulleitung schildern zu können.
  • Vereinbaren Sie dann Termine mit möglichst vielen seiner Lehrer. Erzählen Sie diesen von den Mobbing-Fällen und bitten sie um ihre Einschätzung der Situation. Überlegen Sie zusammen, wie Sie vorgehen können. Die Lehrer sollten das Mobbing unbedingt in der Klasse thematisieren.
  • Vereinbaren Sie zusätzlich ein Gespräch mit der Schulleitung und schildern Sie den Mobbing-Fall. Schulen wissen: Mobbing ist kein Thema, dass man auf die leichte Schulter nehmen darf. Bestehen Sie darauf, dass die Schulleitung handelt und Sie darin unterstützt, sich gegen das Mobbing zu wehren. Die mobbenden Schüler sollten auf jeden Fall vom Schulleiter scharf verwarnt werden. Auch Elterngespräche sollten unbedingt stattfinden.
  • Wenn es sich um einen schweren Fall von Mobbing handelt, hilft meistens nur ein Schulwechsel. Ihr Kind kann zwar auch innerhalb der Schule die Klasse wechseln, meistens nimmt es seine Geschichte dann jedoch mit. Besser ist es, Sie ermöglichen ihm einen vollständigen Neustart an einer neuen Schule. Dort sollten Sie beim Erstgespräch darauf hinweisen, dass Ihr Kind gemobbt wurde, sodass es in eine Klasse kommt, in der solche Fälle bislang nicht aufgetreten sind.
  • Gegen Cyber-Mobbing sollten Sie juristisch vorgehen. Damit ist nicht zu spaßen. Informieren Sie die Schulleitung darüber, dass Sie juristische Schritte einleiten werden. Nur so lernen Cyber-Mobber, wie ernst Rufmord im Internet zu nehmen ist.
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