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Gefälschte Sachen und Zoll - Hinweise

Vor allem im Ausland oder im Onlinehandel sollten Sie stutzig werden, wenn Ihnen Markenprodukte zu Spottpreisen angeboten werden. Denn häufig entpuppen sie sich als billige Nachbildungen. Gefälschte Sachen sind ihr Geld nicht wert und bereiten Ihnen zusätzlich Ärger, wenn Sie damit beim Zoll erwischt werden.

Kaufen Sie lieber keine gefälschten Sachen. Das erspart Ihnen Ärger.
Kaufen Sie lieber keine gefälschten Sachen. Das erspart Ihnen Ärger.

Zoll entlarvt vermeintliche Markenprodukte

Gehören auch Sie zu denjenigen, die im Urlaub so richtig in Einkaufsstimmung kommen? Kein Wunder, wenn man bedenkt, dass in anderen Ländern oft Markenuhren, Designerhandtaschen oder Luxussonnenbrillen zu extrem niedrigen Preisen angeboten werden.

  • Doch Vorsicht, bei vielen Urlaubsschnäppchen handelt es sich nämlich um gefälschte Sachen. Das scheinbar günstige Souvenir wird zur enttäuschenden Nachbildung, was für Sie beim Zoll zu großem Ärger führen kann.
  • Der Handel mit gefälschten Markenprodukten wird in Deutschland überhaupt nicht gerne gesehen. Im Reiseverkehr mit Nicht-EU-Staaten beschlagnahmt der Zoll daher jegliche eingeführte Fälschungen, die den Wert der Reisefreigrenze übersteigen.
  • Wenn Sie mit dem Flug- oder Seeverkehr reisen, beträgt die Reisefreigrenze 430 Euro. Sind Sie mit anderen Reisemitteln unterwegs, liegt die Grenze bei 300 Euro. Für Reisende unter 15 Jahren darf der Warenwert 175 Euro nicht übersteigen, egal, mit welchem Verkehrsmittel Sie dabei unterwegs sind. Bis zu den genannten Grenzen dürfen Sie kopierte Sachen nach Deutschland einführen. Außerdem muss in solchen Fällen erkennbar sein, dass Sie die Produkte nicht für kommerzielle Zwecke, sondern für rein private Zwecke importieren.

Gefälschte Sachen aus dem Internet

Der Zoll ist nicht nur beim Reiseverkehr aktiv, sondern auch beim Handel im Internet. Denn Dank des riesigen Produktangebots im World Wide Web gelangen - bewusst oder unbewusst - häufig auch gefälschte Sachen per Post zu Ihnen nach Hause. Doch wie auf dem realen Markt auch, gibt es im Onlinehandel Grenzen.

  • Wenn Sie beispielsweise vermeintliche Markenprodukte aus China oder den USA bestellen und diese geraten in eine Kontrolle, so wird der Zoll die Produkte beschlagnahmen. Außerdem sind auch Schadensersatzansprüche des Originalherstellers gegen Sie möglich. Doch wie auf dem realen Markt auch, gibt es im Onlinehandel Grenzen.Im Zweifel sollten Sie lieber ein paar Anbieter mehr anklicken, um auf einen vertrauenswürdigen Verkäufer zu stoßen.
  • Gravierend bei gefälschten Sachen sind auch fehlende Qualitätskontrollen. In Kleidung könnten beispielsweise giftige Farben oder Rückstände von verbotenen Insektenvernichtungsmitteln stecken. Nachgemachte Kosmetikprodukte sind häufig gepanscht und könnten daher Ihre Gesundheit erheblich schädigen.

Anmerkung: Das resolute Vorgehen des Zolls gegen die Produktpiraterie ist daher doppelt sinnvoll: Einerseits schützt es Sie als Verbraucher, andererseits aber auch die (deutsche) Wirtschaft.

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