Gedächtnistraining für Senioren - Übungen für die geistige Fitness

Worstpiele trainieren das Gedächtnis. Worstpiele trainieren das Gedächtnis.
Wer rastet, der rostet, heißt es im Volksmund. Das gilt auch für Senioren. Wer sich mit zunehmendem Alter lieber vor den Fernseher setzt und die Informationsflut passiv in sich einsaugt, tut seinem Gedächtnis nicht unbedingt etwas Gutes. Dabei ist es schmerzlos und einfach, der geistigen Fitness mit einigen Übungen auf die Sprünge zu helfen. Wer täglich etwas Neues lernt und das Gelernte bewahrt, verfügt über das beste Gedächtnistraining. Die Masse ist dabei weniger entscheidend, sondern die Intensität und Regelmäßigkeit der Übungen.
Dana Kaule
11.01.2011 Dana Kaule

Gedächtnistraining mit allerlei Wortspielen

  • Kennen Sie Anagramme? Das sind Worte, aus denen Sie durch Umstellen der Buchstaben neue Wörter bilden können. Aus Palme lassen sich die Wörter Lampe und Ampel bilden. Suchen Sie sich beim morgendlichen Zeitungslesen Wörter aus den Überschriften oder Artikeln, deren Buchstaben Sie zu neuen Wörtern zusammenpuzzeln. Oder Sie spielen mit Ihrer Familie Gesellschaftsspiele, wie „Scrabble“ oder „Boggle“, bei denen Sie aus vorgegebenen Buchstaben Wörter bilden müssen.
  • Bei anderen Wortspielen zählen Sie gemeinsam mit anderen Menschen so viele Doppelwörter auf, die mit einem bestimmten Wort beginnen, wie zum Beispiel „Wort“: Worthülse, Wortspiel, Wortschatz, Wortstamm etc. Oder jeder muss reihrum ein Doppelwort nennen, das mit dem Wort anfängt, mit dem das zuvor gesagte Doppelwort aufgehört hat, zum Beispiel Wortstamm, Stammbaum, Baumschule etc.
  • Ein effektives Gedächtnistraining für Senioren sind darüber hinaus Assoziations- und Synonymspiele. Bei Assoziationsspielen zählen Sie zu einem bestimmten Begriff, zum Beispiel „Sommer“, alle Begriffe, also Assoziationen, auf, die Ihnen dazu einfallen. Beim Synonymspiel hingegen nennen Sie alle Synonyme, das gleichbedeutenden Begriffe, zu einem bestimmten Begriff.

Gedächtnistraining durch Auswendiglernen (nicht nur) für Senioren

  • Was bei Schulkindern das Gedächtnis und Konzentrationsvermögen trainiert, ist auch für Senioren nicht verkehrt: Auswendiglernen.
  • Suchen Sie sich Gedichte, Lieder oder Zeitungsausschnitte, die Sie auswendig lernen und aufsagen, am selben Tag, aber auch noch Tage später. Dabei können Sie auf bereits Gelerntes zurückgreifen. Wenn Sie sich beispielsweise an Johann W. Goethes einst auswendig gelernte „Zauberlehrling“ oder Friedrich Schillers „Das Lied von der Glocke“ nur noch fragmentarisch erinnern, sind das Ihre ersten Gedichte, die Sie lernen.
  • Lernen und merken lässt sich allerdings auch der Einkaufszettel. Schreiben Sie auf, was Sie benötigen und prägen Sie es sich anschließend ein. Das können Sie soweit treiben, bis Sie irgendwann gar keinen Einkaufszettel mehr benötigen.
  • Oder kennen Sie „Ich packe meinen Koffer und nehme mit ...“ – bestimmt. Das können Sie mit Freunden und Familie spielen. Es geht reihum und jeder nennt einen Gegenstand, den er in seinen Koffer packt. Jeder muss dann aufzählen, was alles in den Koffer kommt, vom ersten bis zum letzten Gegenstand und anschließend – wenn er nichts vergessen hat, aufzuzählen – einen weiteren Gegenstand auf die (imaginäre) Liste setzen. Wer dabei einen Gegenstadt vergisst aufzuzählen, scheidet aus.
  • „Memory“ gehört ist ebenfalls eine beliebte Übung für das Gedächtnistraining. Eine Abwandlung davon ist es, Gegenstände auf den Tisch zu legen und sie sich einzuprägen. Das können 5, 10 oder mehr Gegenstände sein. Ob Sie sich alle gemerkt haben, prüfen Sie, indem Sie die Gegenstände mit einem Tuch abdecken und dann aus dem Gedächtnis aufzählen.
  • Ein sehr gutes Gedächtnistraining ist auch Kopfrechnen. Anstatt zum Taschenrechner zu greifen, rechnen Sie bei nächster Gelegenheit einfach im Kopf. Probieren Sie es aus und trainieren Sie Ihre geistige Fitness.
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