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GdB 30 und Steuervorteile - Infos für Schwerbehinderte

Behinderungen gesundheitlicher Art stellen immer Nachteile für die Betroffenen dar. Um diese etwas auszugleichen, gibt es unterschiedliche Hilfen. Zu diesen zählen auch Steuervorteile. Was Sie bei einem GdB von 30 zu erwarten haben, soll Ihnen nahegebracht werden.

Behinderte erhalten Steuervorteile.
Behinderte erhalten Steuervorteile.

Behinderte Menschen können je nach Voraussetzung mit staatlicher Unterstützung rechnen. Viele Behinderte gehen einer beruflichen Tätigkeit nach, da liegt die Frage, ob ihnen beispielsweise Steuervorteile gewährt werden, auf der Hand. Sie als Betroffener mit einem GdB von 30 sollten deshalb wissen, was Ihnen zusteht. Worum es sich handelt und welche Voraussetzungen Sie für Leistungen erfüllen müssen, wird Sie sicher interessieren.

Der GdB - die Festsetzung

  • Um den Status einer festgestellten Behinderung zu erreichen, muss eine gesundheitliche Beeinträchtigung vorliegen, die sich auf das tägliche Leben auswirkt. Festgestellt wird dieser Umstand durch das Versorgungsamt aufgrund von ärztlichen Attesten.
  • Beim GdB handelt es sich um eine Punktebewertung der Erkrankungen. Je höher die Bewertung, umso umfangreicher die Beeinträchtigungen.
  • Wichtig ist auch, dass ein GdB von 30 noch keine Schwerbehinderung darstellt. Sie können jedoch die Gleichstellung des Schwerbehindertenstatus beantragen.

Voraussetzungen und Höhe der Steuervorteile beim GdB 30

  • Wenn Sie als Minderbehinderter einen Steuervorteil erhalten wollen, müssen Sie eine der folgenden Voraussetzungen erfüllen: Die erste wäre, Sie erhalten laufende Bezüge aus der Beschädigtenversorgung, der gesetzlichen Unfallversicherung oder Unfallruhegeld; die zweite Voraussetzung ist, wenn Sie durch Ihre Behinderung in Ihrer Beweglichkeit dauerhaft beschränkt sind; die dritte Voraussetzung wäre gegeben, wenn Ihre Behinderung auf einer typischen Berufskrankheit beruht.
  • Beim Steuervorteil handelt es sich um die sogenannten Behinderten-Pauschbeträge. Diese werden immer als Jahresbeträge gewährt. Dazu sollten Sie wissen, dass diese seit 1975 nicht erhöht wurden. Sie können diese natürlich nur ansetzen, wenn Sie Einkommen beziehen und deshalb eine Steuerklärung erstellen.
  • Einen Behinderten-Pauschbetrag gibt es für einen GdB unter 25 nicht. Beim GdB 30 erhalten Sie einen jährlichen Pauschbetrag von 310 €, der Ihrer Steuerschuld angerechnet wird. 

Wenn Sie als Arbeitnehmer den Behindertenstatus erhalten, können Sie sich bei der Arbeitsagentur über die berufliche Integration beraten lassen. Information und Beratung über alle Fragen zur Behinderung, GdB, Antragstellung und weitergehende Hilfen erteilt Ihnen Ihr zuständiges Versorgungsamt.

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