Gasaustausch in den Lungenbläschen - so können Sie Atmung und Kondition verbessern

Lernen Sie tief durchzuatmen. Lernen Sie tief durchzuatmen.
Nachdem die Lunge Sauerstoff aus der Umgebungsluft aufgenommen hat, findet in den Lungenbläschen ein Gasaustausch statt: Durch eine dünne Membran gelangt der Sauerstoff in die Blutgefäße der Lunge, er kann nun via Blut durch den gesamten Körper transportiert werden. Auf umgekehrtem Weg gelangen nicht mehr benötigte Atemgase aus dem Blut wieder in die Lunge und werden ausgeatmet. Dieser natürliche Prozess lässt sich mit verschiedenen Methoden und Techniken intensivieren, sodass mehr Atemkapazitäten zur Verfügung stehen. Nicht nur Ihre Ausdauer profitiert, Sie werden auch leistungsfähiger und entspannter.
Jana Donatin
27.01.2012 Jana Donatin

So funktioniert der Gasaustausch in der Lunge

  • Wenn Sie einatmen, nehmen Sie nicht nur Sauerstoff auf, sondern ein ganzes Gasgemisch, im Einzelnen sind das zusätzlich Stickstoff, Sauerstoff, Edelgase sowie Kohlendioxid.
  • In den Lungenbläschen wird der wertvolle Sauerstoff herausgefiltert, die übrigen Gase werden wieder ausgeatmet.
  • Das eigentlich Wichtige passiert bei dem Gasaustausch zwischen den Lungenbläschen (Alveolen) sowie den kleinen Blutgefäßen der Lunge (Kapillaren). Über eine Membran passieren, diffundieren, die Gase in das Blut. Diese kann nun den Sauerstoff weiter in alle Zellen und Gewebe transportieren. 
  • Haben Sie eine chronische Atemwegserkrankung wie etwa Asthma, COPD oder eine chronische Bronchitis, leidet auch die Sauerstoffaufnahme. Auch unsportliche Menschen haben eine geringere Lungenfunktion.
  • Um herauszufinden, wie es um Ihre Lungenfunktion bestellt ist, eignet sich der Kerzentest. Stellen Sie eine brennende Kerze auf und versuchen Sie diese auszublasen. Je nachdem, wie weit die Kerze entfernt ist, berechnet sich die Leistungsfähigkeit. Mit 20 Jahren sollten Sie in der Lage sein, eine Kerze in 1,20 Metern Entfernung auszublasen, mit 50 hat sich diese Entfernung bereits auf 70 Zentimeter reduziert.
  • Trainieren Sie Ihre Lunge gezielt, können Sie Ihr Atemvolumen verbessern und haben auch im Alter immer genug Luft.

Lungenbläschen füllen und Atemkapazität steigern

  • Folgen Sie dem Prinzip der Entschleunigung und nehmen sich bewusst Zeit, um endlich (richtig) zu atmen. Zu diesem Zweck genügen anfangs schon ein paar simple Atemübungen.
  • Beginnen Sie so: Stellen Sie sich gerade hin, Ihre Beine stehen etwa schulterbreit auseinander, die Arme hängen locker herunter. Atmen Sie ein und strecken dabei Ihre Arme vor den Körper und anschließend nach oben. Halten Sie diese Position für einige Sekunden. Beim Ausatmen nehmen Sie Ihre Arme langsam wieder herunter. Wiederholen Sie diese Übung etwa 10 Mal.
  • Blasen Sie etwa vier Mal am Tag einen Luftballon auf. Alternativ legen Sie die Hände auf den Bauch, atmen tief in den Bauch hinein. Beim Ausatmen spannen Sie die Bauchmuskeln an und pressen die Atemluft heraus.
  • Lachen Sie so oft und viel wie möglich. Die Bronchien weiten sich und der Gasaustausch in der Lunge intensiviert sich.
  • Auch Yoga, regelmäßige Saunabesuche und Meditation helfen Ihnen dabei, Ihre Atemtechnik zu verbessern.
  • Treiben Sie einen Ausdauersport, geeignet sind etwa Rad fahren, Joggen, Nordic Walking, ideal sind 30 Minuten vier Mal in der Woche. Während des Trainings - vorausgesetzt Sie bleiben im aeroben Bereich - nehmen Sie mehr Sauerstoff auf, Ihr Körper wird besser mit Sauerstoff versorgt. Trainieren Sie regelmäßig vergrößert sich Ihr Lungenvolumen, und Sie bekommen eine höhere Atemkapazität.

Nicht nur chronisch Kranke sollten sich Zeit nehmen, um Ihr Atem- und Lungenvolumen mit einem gezielten Training zu verbessern. Steht Ihnen mehr Sauerstoff zur Verfügung, können Sie sich besser konzentrieren und sind leistungsfähiger.

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