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Garzeit von Schweinebraten - so gelingt ein saftiger Braten

Garzeit von Schweinebraten - so gelingt ein saftiger Braten3:03
Video von Brigitte Aehnelt3:03

Schweinebraten - ein Klassiker unter den Sonntagsessen. In vielen Familien kommt ein Schweinebraten sonntags auf den Tisch. Schön saftig mit selbst gemachten Klößen sowie selbst gemachten Rotkraut - so schmeckt der Braten besonders gut. Doch oftmals wird der Schweinebraten trocken und zäh, das liegt an der falschen Garzeit. Im folgenden Artikel finden Sie wichtige Informationen zum Gelingen Ihres Sonntagsbratens.

Was Sie benötigen:

  • Bratpfanne
  • Backofen
  • Bratschlauch
  • Bratfolie
  • Wasser oder Brühe

Die verschiedenen Garmethoden für Ihren Schweinebraten

Es gibt vier verschiedene Garmethoden für einen saftig leckeren Schweinebraten. Das Braten in der Pfanne, das Braten im Backofen, das Kochen bzw. Sieden und das Schmorenlassen. Im Folgenden finden Sie eine kurze Erklärung über die einzelnen Methoden. So gelingt Ihnen das Braten des Fleisches in der Bratpfanne:

  1. Diese Methode nennt man auch Kurzbraten. Das Fleisch in wenig Fett garen und bräunen lassen. 
  2. Das Bratgut können Sie paniert, unpaniert oder mehliert anbraten. 
  3. Legen Sie das Fleisch trockengetupft in heißes Fett. Die Poren schließen sich schnell und es bleibt saftig. 
  4. Braten Sie das Fleisch knusprig an, am besten gelingt dies auf mittlerer Hitze.
  5. Wenn sich der Braten sehr leicht vom Bratpfannenboden löst, können Sie diesen wenden, vorher noch nicht.
  6. Ein Tipp ist es, erst dann Zwiebeln beizufügen, wenn die gewünschte Bräunung des Fleisches erreicht ist. Geben Sie vorher die Zwiebeln hinzu, so entziehen diese das Wasser und das Fleisch wird nicht saftig. 
  7. Für eine köstliche Soßenzubereitung den Bratensatz mit etwas Flüssigkeit wie z. B. Wasser oder Gemüsebrühe loskochen.

So bereiten Sie den Schweinebraten im Backofen zu:

  1. Das Braten im Backofen ist das Garen des Fleisches mit oder ohne Fettzugabe in einem offenen feuerfesten Gefäß. Jedoch muss der Schweinebraten zuvor wie oben beschrieben in der Pfanne kurz angebraten werden. 
  2. Die Brattemperatur kann entweder konstant gehalten werden oder anfangs höher eingestellt und dann reduziert werden. Üblicherweise ist die Temperatur auf 200 Grad einzustellen. Drehen Sie zum Reduzieren die Temperatur auf 170 Grad. 
  3. Geben Sie etwas Wasser in eine Pfanne und legen Sie Ihren vorbereiteten kurz angebratenen Schweinebraten hinein. Auch ein Tontopf oder gar ein Römertopf eignen sich hervorragend zum Garen im Backofen. Mit einer geeigneten Bratfolie können Sie ebenso gut den Braten im Backofen garen. 
  4. Stellen Sie die Pfanne mit dem Braten nun in den Backofen. 
  5. Ist die Flüssigkeit vollständig eingekocht bzw. verdampft, so gießen Sie stets immer warmes Wasser hinzu. 
  6. Mit einer Backofentemperatur von 80 Grad können Sie größere Fleischstücke wie z. B. Lammkeulen oder Rinderfilets im Ofen garen. Mit der 80-Grad-Methode gart das Fleisch über einen längeren Zeitraum und bleibt dadurch auch noch nach Garzeitüberschreitung saftig und zart. Diese Methode ist ideal, wenn Gäste kommen. Jedoch müssen Sie die 80 Grad genau einhalten. 

So wird der Schweinebraten im Kochtopf zubereitet:

  1. Der Schweinebraten wird bei dieser Garmethode in viel Flüssigkeit gekocht, z. B. in Brühe. 
  2. Legen Sie das Fleisch hierfür in einem großen Kochtopf mit siedender Flüssigkeit. 
  3. Das Fleisch muss von der Flüssigkeit vollständig bedeckt sein. 
  4. Halten Sie die Temperatur stets konstant auf dem Siedepunkt. 
  5. Mit dieser Methode bleibt das Fleisch hervorragend saftig. Mischen Sie eventuelle in die Flüssigkeit noch etwas Wein und Essig für einen noch besseren Geschmack. 
  6. Möchten Sie das Fett aus der Brühe abschöpfen für einen eventuellen Fond, so müssen Sie die Flüssigkeit gut erkalten lassen, so setzt sich das Fett auf der Oberfläche gut ab. 

Mit dem Schmoren im Topf wird Ihr Braten ein Traum:

  • Das Schmoren im Topf bedeutet das Garen durch Anbraten in heißem Fett und Weitergaren in siedender Flüssigkeit und Wasserdampf. 
  • Tupfen Sie vor dem Schmoren das Fleisch trocken und braten Sie es dann in heißem Fett kurz an. 
  • Anschließend geben Sie die Zwiebeln dazu und lassen diese mit anrösten. 
  • Nun gießen Sie etwas heiße Flüssigkeit (Wasser oder Brühe) hinzu. 
  • Schalten Sie die Temperatur am Herd zurück und lassen den Braten zugedeckt weiter schmoren.
  • Das Fleisch soll maximal mit einem Viertel in Flüssigkeit liegen. 
  • Ist die Flüssigkeit eingeschmort bzw. verdampft, so gießen Sie stets Flüssigkeit nach.

Die Garzeit eines Bratens beträgt in der Regel ca. 1 1/2 Stunden. 

Die Garprobe nach der Garzeit 

  • Der Schweinebraten kann mit einem Löffeldruck auf seinen Garzustand geprüft werden. Drücken Sie einfach mit einem Löffel auf den Braten. Ist der Braten sehr weich, so ist das Fleisch im Innenraum noch rot. Federt der Löffel leicht ab bzw. gibt etwas nach, so ist das Fleisch im Innenraum rosa. Gibt der Löffel nicht nach, so ist das Fleisch komplett durchgegart.
  • Ein Stück Fleisch sollten Sie immer vor dem Aufschneiden in Alufolie einwickeln und etwa 10 Minuten ruhen lassen. So kann der Braten seinen Geschmack intensivieren und der Fleischsaft setzt sich. Schneiden Sie das Fleisch immer mit einem extra Fleischmesser und quer zur Faser hin auf. 

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