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Gartenwege gestalten

Im Garten sind viele Möglichkeiten gegeben, ihn zu gestalten. Mit dem Anlegen von Beeten und Rabatten bis hin zu Gartenwegen. Um spätere Stolperfallen zu vermeiden ist vor dem Anlegen der Wege eine gute Planung nötig. Verbinden Sie Ihre Lieblingsplätze mit Wegen oder legen Sie zweckmäßige Gartenwege an.

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Gartenwege sind nicht nur zweckmäßig, sie sollten sich in die Umgebung einfügen.
Gartenwege sind nicht nur zweckmäßig, sie sollten sich in die Umgebung einfügen.

Was Sie benötigen:

  • Kies
  • Splitt
  • Wegebelag (Pflastersteine, Betonplatten oder Natursteinplatten)
  • Spaten
  • Rüttelplatte
  • Abziehbrett

Um im Garten nicht immer den Rasen zu zertrampeln oder auch bei Regen schnell und mit trockenen Füßen vom Gartenhaus in die Wohnung zu kommen, sind Gartenwege das Gestaltungsmittel der Wahl. Damit Sie nicht ein paar Wochen nach dem schnellen Verlegen von Platten oder ähnlichem böse Überraschungen erleben, ist es sinnvoll, genau zu planen. Ein paar Dinge sollten Sie vor dem Anlegen und bei der Gartenplanung beachten, damit Sie Freude an Ihrem Weg und weiterhin Freude an Ihrem Garten haben. Am wichtigsten ist, dass Sie wissen, wohin der Weg führen soll, denn jeder Weg sollte immer ein konkretes Ziel haben.

Planen und Überlegungen vor dem Anlegen eines Weges

  • Zuerst ist es wichtig, den Weg als solchen zu planen. Nicht immer sind verschnörkelte Wege zweckmäßig. Oft entstehen dann Trampelpfade neben den extra angelegten Wegen. Wenn die Abkürzung schneller zu nehmen ist, als der eigentliche Weg, wird diese meist benutzt.
  • Ein Weg durch den Garten muss nicht nur Sie aushalten, sondern auch zusätzliche Gewichte. Eventuell sind Sie mit einer Schubkarre voll Kompost zum Beet unterwegs, die ein ordentliches Gewicht mitbringt.
  • Neben der Verlegerichtung ist auch die Breite der Gartenwege entscheidend. Auf den Hauptwegen sollten zwei  Personen bequem nebeneinander laufen können.
  • Ihre Wege durch den Garten müssen auch optisch zu Ihrem Haus und Ihrem Garten passen. Da angelegte Wege dauerhaft sein sollen, ist die Optik nicht zu vernachlässigen.
  • Bedenken Sie bei der Planung Zusatzkosten für eine Drainiageschicht aus Kies und Splitt, Unkrautvlies und Randbefestigung. Zusätzlich kann auch das Gestalten der Wegbeleuchtung mit Mehrkosten zu Buche schlagen.
  • Nebenwege benötigen keine zusätzliche Drainage- und Befestigungsschicht. Hier lassen sich einfache Wege mit einzelnen Trittplatten oder Mulch gestalten.

Die Preise für selbst angelegte Gartenwege sind von vielen Faktoren beeinflussbar. Je nach vorhandenen Gerätschaften, verwendetem Material und Länge des Weges können sie stark variieren.

So verlegen Sie einen einfachen Gartenweg

  1. Nach der Planung ist es am einfachsten, wenn Sie den Verlauf des Weges erst einmal mit dem Rasenmäher kennzeichnen oder mit einer Schnur abstecken. Anschließend muss der Wegverlauf circa 35 Zentimeter tief ausgehoben werden.
  2. In den entstandenen Graben geben Sie eine 20 Zentimeter hohe Kiesschicht. Um diese Schicht zu verdichten, können Sie sich im Baumarkt Rüttelplatten ausleihen.
  3. Auf die Kiesschicht füllen Sie eine Splittschicht. Diese Höhe berechnet sich nach der Dicke der Platten oder der Pflastersteine, die Sie anschließend als Weg benutzen.
  4. Ziehen Sie die Kiesschicht gerade mit einem Abziehbrett ab. Für eine einfachere Handhabung können Sie eine Abziehschiene im Splittbett verlegen. Diese wird hinterher entfernt und die entstandenen Rillen mit Splitt aufgefüllt.
  5. Verlegen Sie anschließend Ihren Wegebelag. Dieser entscheidet auch, wie abschließend verfugt wird.
  6. Pflastersteine und Natursteinplatten werden zumeist mit Sand oder feinem Splitt verfugt, Betonplatten oder Pflasterverbundsteine mit Fugenmörtel.
  7. Um Unkrautwuchs zu vermeiden, können Sie unter der Kiessschicht ein sogenanntes Unkrautvlies als Sperrschicht verlegen. Diese sind wasserdurchlässig und es entsteht keine Staunässe.
  8. Nachdem Sie Ihre Gartenwege angelegt haben, ist es sinnvoll, die Seiten zu begrenzen und zu beleuchten. Als Begrenzung eignen sich Randsteine oder niedrige mehrjährige Pflanzen.

Gestalten Sie mit Wegen Ihren Garten

Gestalterisch sind Ihre Ideen maßgeblich, bedenken Sie dabei die Gegebenheiten in Ihrem Garten. Möchten Sie nur zweckmäßige Wege anlegen oder sollen sie zusätzlich den Blick auf etwas lenken?

  • Gerade Wege leiten Sie direkt zum Ziel, geschlungene laden zum Verweilen und Betrachten ein. Wenn Sie die zweckmäßige Verbindung zwischen Terrasse und Gartenhaus anstreben, genügt meist ein gerader Weg.
  • Einen großzügigen und weitläufigen Garten können Sie mit Wegen optisch auflockern und in verschiedene Bereiche unterteilen. Ausgangspunkt ist meistens der Garteneingang oder der Ort, an dem Sie in Ihren Garten gelangen, wie die Terrasse. 
  • Wohin die Wege führen und wie Sie die Entfernung überbrücken, ist vom Ziel abhängig. Arbeitswege sollten Sie direkt anlegen, Pfade an schönen Blumenbeeten oder Rabatten vorbei, dürfen gerne etwas länger sein.
  • Bei der Wahl der Materialien sollten Sie auch den natürlichen Boden in Ihrem Garten nicht außer Acht lassen. Bei schwerem lehmigen Boden ist zum Beispiel eine wassergebundene Wegdecke nicht ratsam. Unter dieser Wegart versteht sich ein Aufbau des Weges aus einer Schotterschicht auf der lediglich eine Kies-Sand-Schicht festgewalzt wird. Diese Variante ist mit einem Feldweg vergleichbar. 
  • Kieswege sind zwar schnell angelegt, allerdings wandert das Material, wenn Sie darauf gehen oder etwas transportieren. Haben Sie Haustiere, sind Kieswege potentielle Hunde- oder Katzentoiletten.
  • Granitpflaster oder andere Klinkerpflaster sind sehr gut für ländlich angelegte Gärten und Bauerngärten geeignet. In Kombination mit Mulch oder Wegbegrenzungen aus Blumen und Stauden, fügen sie sich gut ins Bild ein.
  • Holzwege sind recht einfach zu verlegen und schmeicheln durch die warme Optik. Bei diesem Material ist jedoch die Wetterbeständigkeit ein Kriterium, das nicht zu vernachlässigen ist.

Bei der Gartengestaltung ist das Einbeziehen der Umgebung wichtig. Betonstein und Betonplatten passen eher zum Bauhausstil und zu geradlinigen Häusern. Bei einem Bauernhaus aus Klinkern können Sie mit Pflastersteinen oder Natursteinplatten arbeiten. Natursteine passen auch sehr gut zu mediterranen Häusern. Ist Ihr Garten im asiatischen Stil angelegt, sollten auch hier die Wege passen. Wenn Sie sich die Arbeiten nicht alleine zutrauen, fragen Sie Bekannte oder Freunde, ob diese Ihnen beim Pflastern und Ausheben helfen können. Schauen Sie sich für Ideen in Gartencentern um oder fragen Sie bei einem Landschaftsgärtner nach.

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