Gartenhaus aus Holz selber bauen

Ein Gartenhaus bietet viel zusätzlichen Stauraum. Ein Gartenhaus bietet viel zusätzlichen Stauraum.
Ein Gartenhaus bietet Ihnen Extra-Stauraum für Ihre Gartenutensilien, wie Rasenmäher, Blumentöpfe, Schlauch und Pflanztisch oder kann gemütlich als "Sommerhäuschen" eingerichtet werden. Mit einem Bausatz montieren Sie Ihr Gartenhaus aus Holz ganz einfach selbst.
Claudia Jansen
17.06.2011 Claudia Jansen
Was Sie benötigen
Das schaffen Sie mit Links
  • Gartenhaus-Bausatz inkl. Montagematerial
  • Betonplatten
  • Sand/Schotter
  • Eimer
  • Schaufel
  • Cutter
  • Zollstock
  • Bleistift
  • Akkuschrauber
  • Hammer
  • Wasserwaage
  • Mindestens 2 Personen zum Aufbau

So bauen Sie ein Gartenhaus aus Holz

Ihr Gartenhaus-Bausatz wird vom Hersteller inklusive des notwendigen Montagematerials ausgeliefert. Bevor Sie sich aber ans Aufstellen Ihres Gartenhäuschens aus Holz machen können, müssen Sie zuerst die notwendigen Voraussetzungen im Garten schaffen.

  1. Für den sicheren Stand Ihres Gartenhauses ist ein tragfähiges, ebenes und waagerechtes Fundament notwendig. Dieses lässt sich am besten mit Betonplatten schaffen. Je nach Bodenbeschaffenheit müssen Sie den Boden abtragen oder mit Sand und Schotter begradigen und verfestigen. Die Betonplatten werden dann entsprechend der Grundfläche Ihres Gartenhauses in Sand verlegt und mit der Wasserwaage ausgerichtet.
  2. Als Nächstes werden die Bodenbalken auf dem Fundament ausgerichtet. Dabei müssen die Balken bündig mit dem Fundament abschließen. Die Kanthölzer werden in Reihe miteinander verschraubt.
  3. Nun messen Sie die Position der ersten Bodendiele aus und markieren diese. Hierbei müssen Sie die Stärke der Wandelemente berücksichtigen.
  4. Die Bodendielen werden nun, Stück für Stück in Nut und Feder gesetzt, und querläufig mit den Bodenbalken verschraubt - bis auf die letzte Bodendiele, die erst nach dem Aufstellen der Seitenelemente eingepasst werden kann.
  5. Zur Montage der Seitenelemente benötigen Sie einen zusätzlichen Helfer. Beginnen Sie mit zwei Eckelementen, die mit Überstand (genaue Abmessung variiert nach Modell, siehe Herstellerinformation) auf die Kanthölzer aufgesetzt und von innen sowohl miteinander als auch mit dem Boden verschraubt werden müssen.
  6. Die weiteren Wandelemente werden nun jeweils unten mit dem Kantholz und, von innen, mit dem jeweils benachbarten Holzelement verschraubt. Dabei erfolgt die Montage der reinen Wandelemente und der Holzelemente mit integrierten Fenstern immer in gleicher Weise. Das Türelement wird zuletzt verbaut.
  7. Vor dem Einsetzen des Türelementes müssen Sie die Türschwelle einsetzen und mit dem Bodenbalken bündig verschrauben. Hier müssen Sie darauf achten, dass kein Versatz entsteht, da Sie sonst eine Stolperkante haben und ggf. die Tür nicht richtig schließt. Auch die seitlichen Anschläge und der obere Türanschlag müssen exakt angepasst und angeschraubt werden, bevor Sie das letzte Wandelement mit der Eingangstür montieren können.
  8. Ist auch das Türelement eingebaut, setzen Sie die Giebelelemente bündig zu den Wandelementen auf und verschrauben diese miteinander.
  9. Nun werden die Leisten ringsum der Dachkante von außen an den Seitenwänden befestigt. Die Leisten dienen als Auflage für die Dachbretter und müssen mit einem entsprechenden Überstand montiert werden. Die genaue Bemaßung müssen Sie dem Montageplan Ihres Gartenhausmodells entnehmen.
  10. Der Dachbalken wird nun, mit gleichem Überstand, in die vorgefertigten Einbuchtungen in den Giebeln eingehängt und mit Schrauben fixiert.
  11. Als Nächstes nageln Sie die Dachbretter rechtwinklig auf Dachbalken und Auflageleisten.
  12. An der Traufe verschrauben Sie nun zuerst das Unterlegbrett mit dem Dach, dann die Traufbretter rechtwinklig mit dem Unterlegbrett.
  13. Das Dach wird nun zusätzlich mit Dachpappe belegt. Rollen Sie die Pappe aus und befestigen Sie diese auf den Dachbrettern mit Dachpappenstiften. Überstände können Sie später mit dem Cutter entfernen.
  14. Nun werden die Dachschindeln von unten nach oben aufgebracht und vernagelt. Am Dachfirst wird eine zusätzliche, überlappende Reihe der Bitumenschindeln aufgebracht. Um die Schindeln biegsam zu machen, müssen Sie diese einzeln erwärmen. Hier ist ein alter Föhn ein nützlicher Helfer. Die Schindeln werden nun passend gebogen und ebenfalls mit Nägeln befestigt.
  15. Nach dem Verlegen der Schindeln werden die Blenden angeschraubt.
  16. Das Dach wird nun noch mit Bitumen, aus der Kartusche, an allen Kanten abgedichtet, damit kein Regenwasser eindringen kann.
  17. Abschließend werden nun noch - je nach Modell - Zierleisten und Beschläge oder Schlösser angebracht.

Auch bei gewissenhafter Montage Ihres Gartenhausbausatzes bleiben kleine Ritzen und Spalten offen. Diese sollten Sie nicht verschließen, da sie zur Belüftung Ihres Gartenhauses und als Dehnungsfugen für die Holzelemente vorgesehen sind. Viel Spaß mit Ihrem neuen Gartenhaus!

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