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Tipps zu Gartenarbeit im Frühjahr

Für einen prächtig blühenden Sommergarten fängt Gartenarbeit bereits im Frühjahr an. Erfahren Sie, welche Maßnahmen jetzt wichtig sind.

Gartenliebhaber freuen sich auf die anstehende Gartensaison.
Gartenliebhaber freuen sich auf die anstehende Gartensaison.

Das Frühjahr ist die Zeit der Vorfreude. Insbesondere Gartenliebhaber freuen sich auf üppig blühende Sommerbeete und saftig grünen Rasen. Doch vor dem Genuss steht die Gartenarbeit, für die Sie bereits die ersten frostfreien Tage nutzen können.

Bestandsaufnahme vor der Gartenarbeit

Bevor die Gartensaison beginnt, überprüfen Sie den Zustand Ihrer Arbeitsgeräte. Bringen Sie alle kleinen und großen Gartengeräte und -maschinen wieder in Ordnung. So geht die Arbeit leichter von der Hand.

  • Gartengeräte: Gibt es Flugrost an Metallteilen, sind die Holzstiele stabil?
  • Garten- und Heckenschere: Schneiden sie scharf und leichtgängig?
  • Rasenmäher und Vertikutierer: Sind die Messer scharf, die Motoren funktionsfähig?
  • Kompost: Ist er vorhanden oder bestellt?
  • Alle Arbeitsgeräte vollzählig? Erstellen Sie bei Bedarf eine Einkaufsliste.

Kälteschutz entfernen und Pflanzen putzen

Sind die Tage sonnig und die Nächte überwiegend frostfrei, wird es Zeit für den Frühjahrsputz im Garten.

Entfernen Sie Mulchschichten, die Sie im Herbst im Wurzelbereich der Pflanzen ausgebracht haben. An sonnigen Tagen nehmen Sie eventuell vorhandene Kälteschutzvliese ab. Lassen Sie die Hüllen in Reichweite liegen und verfolgen Sie aufmerksam den Wetterbericht. Droht eine frostige Nacht, verhüllen Sie empfindliche Gewächse sicherheitshalber erneut.

Befreien Sie Beetstauden von verwelkten Pflanzenteilen und sammeln Sie in den Beeten liegende Blätter auf. Auf diese Weise kommt ausreichend Licht und Luft an die neuen Triebe, die sonst unter der Schicht verfaulen.

Blumenbeete vorbereiten

Ist die Erde nach einem regnerischen Tag gut durchfeuchtet, lockern Sie die oberste Bodenschicht Ihrer Beete auf. Dabei entfernen Sie sorgsam erste Unkräuter. Keinesfalls sollten Beete zu tief umgegraben werden, da es das empfindliche Bodenleben aus dem Gleichgewicht bringt. Danach bringen Sie eine zwei bis drei Zentimeter hohe Schicht gesiebten Kompost auf.

Sind die Beete sehr kahl, pflanzen Sie vorgezogene Frühblüher wie kleine Narzissen, Muscari, Tulpen und Hyazinthen. Denken Sie langfristig und platzieren Sie die Zwiebelblumen hinter eingezogenen Stauden. Der Vorteil: Die Mehrjährigen werden mit ihrem Austrieb die abtrocknenden Frühblüher verdecken, sodass diese an Ort und Stelle bleiben können.

Für frostempfindliche Pflanzen oder Aussaat ist die Erde der Beete noch zu kalt. Damit warten Sie sicherheitshalber bis nach den Eisheiligen. Ungeduldige ziehen erste Sommerblumen auf der Fensterbank vor. Gemüse, wie Salat oder Radieschen, können Sie bereits ab März aus Samen im Frühbeet oder im Gewächshaus kultivieren.

Geduld mit Kübelpflanzen

Im Haus überwinterte Pflanzen dürfen nicht vor den Eisheiligen an die frische Luft. Die Gefahr von Nachtfrösten ist bis dahin zu groß. Dennoch können Sie im Winterquartier nach dem Rechten sehen. Untersuchen Sie die Pflanzen auf Schädlinge und bekämpfen Sie diese. Entfernen Sie herabgefallenes Laub von der Erdoberfläche.

Blasse, unter Lichtmangel entstandene Triebe knipsen Sie ab. Diese sind zu schwach für die Freiluftsaison und schwächen die Mutterpflanze im Winterquartier unnötig. Recht dunkel und kühl untergebrachte Pflanzen kommen jetzt ins ungeheizte Treppenhaus. Dort gewöhnen sie sich allmählich an die hellere, etwas wärmere Umgebung.

Rasenpflege im Frühjahr

Auch der Rasen freut sich über eine Frühjahrskur. Liegen Blätter auf der Rasenfläche, rechen Sie diese sorgfältig auf. Bleiben dabei Moos oder Rasenfilz in den Zinken hängen, ist das ein Hinweis auf eine bald anstehende und etwas mühsame Gartenarbeit: Das Grün sollte mithilfe eines Vertikutierers belüftet werden.

Bevor Sie zum Vertikutierer greifen, treffen Sie einige Vorbereitungen. Diese Arbeiten sorgen dafür, dass die Spuren des Belüftens später schneller verwachsen. Umso eher können Sie den Rasen danach wieder genießen.

Sobald das Rasenwachstum beginnt, düngen Sie die Fläche und mähen den Rasen das erste Mal auf vier Zentimeter Höhe. Anschließend geben Sie den Graspflanzen etwa 14 Tage Zeit, die zugeführten Nährstoffe aufzunehmen. Danach können Sie an einem trockenen Tag vertikutieren.

Aufgrund der Nährstoffversorgung wächst das Gras trotz der Prozedur zügig nach, sodass die Spuren des Vertikutierens innerhalb weniger Wochen nicht mehr sichtbar sind. Müssen kahle Stellen ausgebessert werden, ist nun ein guter Zeitpunkt dafür.

Rückschnitt von Gehölzen und Obstbäumen

Keinesfalls sollten Sie im Frühling Gehölze schneiden, deren Knospen am vorjährigen Holz gebildet wurden. Dazu gehören zum Beispiel die meisten Hortensien oder Rhododendren. Entfernen Sie lediglich abgestorbene Pflanzenteile. Für andere Sträucher und immergrüne Gehölze ist jetzt der richtige Zeitpunkt für einen Rückschnitt.

Viele Obstbäume werden im sehr zeitigen Frühjahr zurückgeschnitten. Warten Sie nicht zu lange damit, da sonst die Ernte beeinträchtigt wird. Grundsätzlich können Sie bereits zum Winterende bei Temperaturen knapp über null Grad mit dem Beschneiden der meisten Obstbäume beginnen.

Für Gartenarbeit im Frühjahr gilt: "Was Du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen". Fangen Sie rechtzeitig an und Ihr Garten dankt es mit gesunden Pflanzen und üppigem Wachstum.

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