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Garagentor aus Holz selber bauen

Manche Leute werden Sie belächeln, wenn Sie sich ein Garagentor aus Holz bauen. Man muss zum Öffnen und Schließen aussteigen, es gibt keine automatische Verriegelung und Holz muss gegen Verwitterung geschützt werden. Aber Sie sind jemand, dem es nichts ausmacht, 2 mal auszusteigen, Sie finden ein hölzernes Tor passend zum übrigen Ambiente und auf technischen Schnickschnack können Sie verzichten - ist das richtig?

So alt können hölzerne Garagentore werden.
So alt können hölzerne Garagentore werden.

Was Sie benötigen:

  • Brettholz für Rahmen und Blatt
  • Wandanker für den Rahmen
  • 4 Winkelbänder
  • Sicherheitskastenschloss
  • Treibriegel
  • 2 Sturmhaken

So kommen Sie zu einem Garagentor aus Holz

Mit etwas Geschick und guter Überlegung ist es möglich, auf das Fräsen von Falzen oder Zapfen zu verzichten. Wenn Sie gehobelte 22mm-Bretter kaufen und diese doppelt legen, erhalten Sie ein sehr stabiles und professionelles Garagentor.

  1. Zunächst wird der Rahmen angefertigt. Legen Sie die Bretter auf eine ebene Unterlage und markieren Sie die Winkel. Die untere Lage Bretter bestimmt die lichte Weite und Höhe, darf also nicht größer sein, als der Mauerdurchbruch.
  2. Darauf legen Sie noch eine Lage Bretter, die um den Falz weiter nach außen gerückt wird, also etwa 2 cm. Um diese 2 cm muss das äußere Holz schmaler sein. An den Ecken überlappen Sie die Bretter, sodass ein Kreuzverbund entsteht.
  3. Die Verbindung wird mit Holzleim und Bauschrauben hergestellt. Um den Winkel zu fixieren, nageln Sie an die Außenseite eine Leiste, die nach dem Einbau wieder entfernt wird.
  4. Am nächsten Tag kann der Rahmen montiert werden. Verwenden Sie keine "Wiener" Schrauben, sondern setzen Sie Schwerlastanker in die Wand, oder durchbohren Sie die Wand. Außen liegende Muttern werden vernietet.
  5. Nun geht es an die Blätter. Dort verfahren Sie ähnlich, wie beim Rahmen. Die erste Lage Bretter muss in die Lichte des Rahmens passen. 6 mm Spalt genügen für die Trennfuge in der Mitte. Legen Sie sie quer, damit sparen Sie die Stemmleiste.
  6. Nun kommen die Deckbretter längs darüber und werden auch stellenweise verleimt, aber durchgängig verschraubt. Sie überragen die untere Lage wieder um den Falz oder etwas mehr. Das stellt den Anschlag beim Holztor dar.
  7. Für die Decklage empfehlen sich Profilbretter mit Nut und Feder, damit das Garagentor dicht wird. Der Flügel mit dem Schloss erhält eine zusätzliche Abdeckleiste über die mittlere Trennfuge.
  8. Fixieren Sie die Blätter nacheinander in der richtigen Lage und schrauben Sie so die Bänder an das Holz. Rechnen Sie damit, dass sich die Blätter womöglich noch um 2-3 mm zur Mitte senken und etwas zusammendorren.
  9. Zum Schluss kommen die Schließ- und Sicherheitskomponenten dran. Ein Treibriegel sorgt für Stabilität und die Sturmhaken verhindern das Zuschlagen des Holztores bei Wind.
  10. Wird jetzt das Garagentor noch mit einer ansprechenden Holzschutzfarbe behandelt, müssen Sie sich nicht schämen - besonders, wenn es gut zum Stil des übrigen Gebäudes passt.
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