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Ganzkörperszintigramm - Wissenswertes

Bei manchen Erkrankungen rät der Arzt zu einem Ganzkörperszintigramm. Nun ist aber vielen nicht ganz klar, was das ist und wie die Untersuchung abläuft. Wozu ist diese Untersuchung gut?

Das Kontrastmittel macht die Organe gut sichtbar.
Das Kontrastmittel macht die Organe gut sichtbar.

Ein Röntgenbild kennen Sie sicherlich bereits und Sie wissen auch, wie die Untersuchung vorgenommen wird. Möchte der Arzt aber ein Ganzkörperszintigramm machen, werden Sie sich bestimmt fragen, warum und was bei der Untersuchung passiert. Diese bildgebende Untersuchungsmethode ist bei manchen Erkrankungen ganz sinnvoll und gibt schnell Aufschluss über Ihren Gesundheitszustand.

Das ist ein Ganzkörperszintigramm

  • Bei einem Szintigramm handelt es sich um eine nuklearmedizinische Untersuchung. Dazu wird dem Patienten ein Kontrastmittel gespritzt, das aus einem radioaktiven Material besteht. Dieses Mittel setzt sich an bestimmten Stellen und Organen ab und schon bekommt der Arzt gute Bilder der Organe, Blutgefäße und Knochen.
  • Das Kontrastmittel, das gespritzt wird, verteilt sich über die Blutbahn im Körper und somit auch in den Organen. Für den Arzt ist somit auch sichtbar, wie gut manche Organe arbeiten, zum Beispiel die Nieren. Ist das Kontrastmittel zu lange in den Nieren sichtbar, ist dies ein Zeichen dafür, dass diese nicht ausreichend arbeiten.
  • Das Ganzkörperszintigramm wird gerade bei Krebspatienten sehr gerne vorgenommen, weil der Arzt auf diese Weise bereits vorhandene Tumorherde und Metastasen auf dem Bild sehen kann. 
  • Die Strahlenbelastung ist bei dieser Untersuchung geringer als bei einem normalen Röntgenbild. Das Kontrastmittel wird innerhalb von ein paar Minuten bis Stunden abgebaut und ist für den Körper nicht schädlich.

Allergiker müssen aufpassen

  • Da das Kontrastmittel auf Jodbasis hergestellt ist, müssen Allergiker aufpassen, weil es eine allergische Reaktion auslösen kann. Dem Radiologen sollten Sie unbedingt Bescheid geben, falls bei Ihnen eine Allergie bekannt ist.
  • Bevor das Szintigramm gemacht werden kann, wird der Arzt von Ihnen die Schilddrüsen und Leberwerte sehen wollen. Einen aktuellen TSH- und Kreatininwert sollten Sie deshalb zur Untersuchung mitbringen. Das Kreatinin ist ein Nierenwert - es muss gut sein, weil das Kontrastmittel über die Nieren ausgeschieden wird und es die Nieren belasten kann. 
  • Der TSH ist ein Schilddrüsenwert. Da das Kontrastmittel Jod enthält, muss die Schilddrüse gut funktionieren. Das Jod kann die Schilddrüse bei einer Krankheit dieser aus dem Gleichgewicht bringen.

Vor einem Ganzkörperszintigramm müssen Sie keine Angst haben. Sie müssen aber ganz ruhig liegen bleiben, bis die Untersuchung beendet ist. 

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