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Galoppwechsel lernen - so trainieren Sie Ihr Pferd

Damit ein Pferd einen Galoppwechsel lernen kann, muss dieses zuerst auf diese schwierige Übung vorbereitet werden. Und dies klappt nur mit dem nötigen Einsatz und Zeitaufwand.

Jedes Pferd kann einen Galoppwechsel lernen.
Jedes Pferd kann einen Galoppwechsel lernen. © Reinhard Simon / Pixelio

Vorübungen für den Galoppwechsel

Der Galoppwechsel wird teilweise von gewissen Pferden freiwillig durchgeführt und anderen Pferden muss dies erst beigebracht werden. Dies liegt daran, dass viele Pferde das Gewicht nicht auf der gleichen Seite halten können, wenn Sie eine Richtungsänderung vornehmen müssen. Aus diesem Grund muss das Pferd erst für den Galoppwechsel trainiert werden:

  1. Das Pferd muss lernen, über die äußere Schulter gehen zu können. Diese Übung wird auf dem Reitplatz durchgeführt, indem das Pferd abwechselnd im Schritt und im Galopp geht. Beide Gangarten sollten hierbei über die äußere Schulter durchgeführt werden.
  2. Stellen Sie hierzu das Pferd nach außen, während das Pferd weiterhin nach innen läuft. Im Klartext bedeutet dies, dass zum Beispiel die Bande vom Reitplatz rechts von Ihnen ist und Sie das Pferd mit dem Kopf nach rechts stellen, das Pferd aber weiterhin den Reitplatz links herum läuft, bzw. geradeaus weiter geht, aber nicht nach rechts abbiegt.
  3. Erst wenn das Pferd über die äußere Schulter galoppieren kann, können Sie mit dem Galoppwechsel beginnen.

Den Galoppwechsel lernen

Galoppwechsel bedeutet, dass das Pferd in der gleichen Richtung weiterläuft, diesen Weg aber abwechselnd im Rechts- oder Linksgalopp geht. Dies funktioniert nur, wenn Sie dem Pferd lernen konnten, dass es über die äußere Schulter galoppiert. Diese Übung macht das Pferd so durchlässig, dass es später einen Galoppwechsel schafft.

  1. Einen "normalen" Galoppwechsel erreichen Sie, indem Sie das Pferd kurz in den Trab zurückbringen und dann auf der anderen Hand anspringen lassen, obwohl das Pferd die Richtung nicht wechselt. Normalerweise galoppiert das Pferd nur auf der inneren Hand und so muss es auch auf der äußeren Hand galoppieren.
  2. Es kann passieren, dass das Pferd beim "falschen" Galopp höhere und kürzere Sprünge macht als es sonst tun würde. Dies ist aber normal und legt sich mit der Zeit. Loben Sie das Pferd anfangs ausreichend und lassen Sie es nur ein paar Sprünge im falschen Galopp gehen.
  3. Um einen fliegenden Galoppwechsel handelt es sich, wenn der Galopp nicht unterbrochen wird, während das Pferd die Galoppseite wechselt.

Auf welchem Bein das Pferd angaloppieren soll, zeigen Sie dem Pferd, indem Sie den inneren Zügel frei geben und mit dem äußeren Schenkel treiben. Einen Rechtsgalopp erreichen Sie zum Beispiel, indem Sie den inneren, also den rechten Zügel freigeben und mit dem linken Bein treiben.

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