Gallenprobleme durch Steine

  • Gallenprobleme durch Steine können sich bei Ihnen bemerkbar machen, indem Sie nach dem Verzehr bestimmter Nahrungsmittel Magendrücken, Blähungen und ein Völlegefühl entwickeln. Die Beschwerden dauern meist mehrere Stunden an, bis sie wieder spontan abklingen.
  • Meist lösen fettreiche Mahlzeiten die Gallenprobleme aus, evtl. reicht aber auch ein Frühstücksei aus, um Ihnen den Vormittag zu vermiesen.
  • Problematisch wird es, wenn durch eine fettreiche Mahlzeit eine Gallenkolik ausgelöst wird. Eine Kolik entsteht dann, wenn ein kleines Gallensteinchen aus der Gallenblase herausschlüpft und in den Gallengang wandert, der Gallenblase und Zwölffingerdarm miteinander verbindet und über den die Gallenflüssigkeit zur Verdauung an den Darm abgegeben wird.
  • Eine Gallenkolik ist mit intensiven, wehenartigen Schmerzen verbunden, die häufig in die rechte Schulter ausstrahlen. Meist sind die Schmerzen so intensiv, dass Sie bald einen Arzt aufsuchen werden, der Ihnen ein krampflösendes Mittel verabreichen wird, damit die Schmerzen nachlassen.
  • Sobald der kleine Gallenstein den Gallengang komplett passiert und im Zwölffingerdarm angekommen ist, hören Ihre Schmerzen auf.
  • Es kann aber auch passieren, dass der Stein im Gallengang hängen bleibt, die Gallenflüssigkeit sich zurückstaut und durch den Übertritt ins Blut dazu führt, das Sie „gelb“ werden und einen Ikterus entwickeln. Meist dauert das 1-2 Tage und Sie werden als Erstes bemerken, das sich die Skleren, d. h. das Weiße der Augen, gelblich verfärben.
  • Gefährlich wird es, wenn der im Gallengang eingeklemmte Gallenstein auch noch eine akute Bauchspeicheldrüsenentzündung auslöst, die nicht immer gut ausgehen muss, da die Bauchspeicheldrüse dann beginnt, sich selbst zu verdauen.
  • Ein eingeklemmter Gallenstein muss immer entfernt werden, was durch eine Art Magenspiegelung erfolgt, bei der ein kleines Körbchen vom Zwölffingerdarm aus in den Gallengang eingeführt und der Stein damit herausgefischt wird.
  • Da ein Gallenstein selten alleine kommt, wird man Ihnen dann empfehlen, die Gallenblase samt Steinen zu entfernen, was heutzutage über kleine Schnitte an der Bauchdecke erfolgt und mit einem kurzen stationären Aufenthalt verbunden ist.

Funktionsstörungen der Gallenblase

  • Gallenprobleme können aber auch auf Funktionsstörungen Ihrer Galleblase bzw. Gallenwege entstehen, ohne dass Gallensteine mit im Spiel sind.
  • Die Beschwerden sind vergleichbar mit den vorgenannten Symptomen, also Völlegefühl, Blähungen, evtl. auch etwas Übelkeit nach fettreichen Mahlzeiten.
  • Sind Gallensteine durch eine Ultraschalluntersuchung und auch andere Erkrankungen, z. B. von Magen, Leber und Bauchspeicheldrüse, sicher (!) ausgeschlossen, lohnt ein Versuch mit pflanzlichen Mitteln, um den Gallefluss und somit die Fettverdauung zu fördern.
  • Sofern Ihr Hausarzt grünes Licht gegeben hat, können Sie versuchen, die Gallenprobleme mit Pflanzenextrakten in den Griff zu bekommen, die gegen Funktion- und Sekretionsstörungen der Galleblase helfen.
  • Empfehlenswert sind Extrakte aus Artischockenblättern, Kurkumawurzelstock, javanischem Gelbwurz, Löwenzahnwurzel, Schafgarbenkraut und -blüten, schwarzer Rettichwurzel, Pfefferminzöl/-blättern und Wermutkraut, die Sie meist frei verkäuflich in gut sortierten Drogeriemärkten und über Apotheken beziehen können.
  • Beachten Sie, dass bei Gallensteinen und einem Verschluss der Gallenwege die Präparate nicht genommen werden dürfen. Artischockenblätter, Kurkumawurzelstock und Löwenzahnwurzel und -blätter sind kontraindiziert bei Lebererkrankungen und gleichzeitiger Einnahme leberbelastender Medikamente. Schafgarbenkraut und -blüten sind bei Überempfindlichkeit gegen Korbblütler zu meiden.
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