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Gabionen selber bauen

Gabionen liegen im Trend. Sie können sie mit ein wenig Geschick und einer guten Anleitung selber bauen. Die Gitter werden in allen gängigen Abmessungen im Baufachhandel angeboten. Es kommt darauf an, die Standsicherheit zu gewährleisten und die Teile fachgerecht zu montieren.

Gabionen machen Mühe, sind aber auch einzigartig.
Gabionen machen Mühe, sind aber auch einzigartig.

Was Sie benötigen:

  • Betonmörtel
  • Zaunpfähle
  • Drahtschere
  • Biegezange / C-Klammer-Zange
  • Holzbohlen oder Leiter
  • Bruchsteine
  • Schotter 50 bis 100 Millimeter
  • Schotter 20 bis 30 Millimeter

Selber bauen heißt auch selber vorbereiten

Die Steinkörbe können für ganz unterschiedliche Zwecke eine vorteilhafte Lösung sein. Sie sehen attraktiv aus, sind langlebig und nicht an bestimmte Formen gebunden.

  • Bevor Sie anfangen zu planen, sollten Sie sich bei Ihrem zuständigen Bauaufsichtsamt erkundigen, ob es an Ihrem Wohnort bauaufsichtliche Vorschriften für einen Gabionenzaun, beziehungsweise eine Gabionenmauer gibt.
  • Soll Ihre Gabionenwand eine Stützfunktion gegen seitlichen Druck erfüllen, muss sie besondere Eigenschaften haben. In diesem Fall ist es besser, sich von einem Statiker bezüglich Neigung und Stärke beraten zu lassen. 
  • Je nach Mächtigkeit der Ausführung müssen Sie ein tragfähiges und frostsicheres Fundament errichten. Soll es ein Zaun werden, bedarf es stählerner Zaunpfähle im Abstand von zwei Metern. Sie können die Pfähle direkt mit einbetonieren, oder Sie bauen Hülsen ein, die die Pfähle aufnehmen. 
  • Für einen Zaun, der von Pfählen gehalten wird, genügen 30 oder 40 Zentimeter Stärke, was auch für den Sichtschutz gilt. 
  • Für ein Hochbeet müssen Sie den Unterbau nicht vollständig mit Steinen auffüllen. Bauen Sie aus Gabionen eine Einfassung in der Bauart einer Mauer und verfüllen Sie die Mitte mit Erde. Als Form der Gartengestaltung kommt zum Beispiel auch ein Rondell in Frage. 
  • Möchten Sie beispielsweise eine zwei Meter hohe, freistehende Mauer mit 50 Zentimeter Stärke aufstellen, benötigen Sie ein Fundament von rund einem Meter Breite und 50 Zentimetern Tiefe. Es kann neben Beton auch aus Mineralbeton oder gerammtem Schotter bestehen.

Wie Sie die Gabionen aufstellen

  1. Grundsätzlich muss die Füllung allseitig von Gittermatten eingeschlossen sein. Sie müssen also mit der Grundmatte beginnen. Sind Zaunpfähle vorhanden, schneiden Sie an den relevanten Stellen einen Steg aus den Matten heraus und stülpen sie diesen dann über die Pfähle.
  2. Die starken Stäbe stehen immer senkrecht, wenn Sie die Seitenwände anbringen. Zum Verbinden gibt es verschiedene Systeme. Am einfachsten ist die Verbindung mit Spiralstäben. Sie können auch dann verwendet werden, wenn mehr als zwei Flanken zu verbinden sind. 
  3. Die sogenannten C-Klammern sind offene Drahtringe als Alternative zu Spiralstäben. C-Klammern sitzen alle 10 Zentimeter und zum Zubiegen dient eine spezielle Zange. Die Kosten dafür belaufen sich auf 35 bis 40 Euro.
  4. Um eine Mauer zu errichten, müssen Sie mehrere Schichten Steinkörbe übereinander setzen. Dann wird die untere Schicht mit einem Deckel verschlossen und die darüberliegenden Matten integrieren Sie gleich mit in die Befestigung. Diese Teile müssen Sie dann nur noch hochklappen, um die nächste Schicht aufzubauen.
  5. Damit das Gitter seine Form behält, bauen Sie alle halbe Meter Distanzhalter ein. Das sind Drahtanker, die innen in das Gitter eingehängt werden. Sie verlaufen entweder quer über die Breite oder als Hypotenuse eines rechtwinkligen Dreiecks schräg an den Ecken.
  6. Schlingen Sie die C-Klammern, beziehungsweise die Abstandshalter, je um den Kreuzungspunkt zweier Stäbe.
  7. Zusätzlich zu den Abstandhaltern ist es zweckmäßig, die Gitter dazwischen mit kräftigen Hölzern oder einer Leiter zu stabilisieren. Das verhindert ungewollte Ausbauchungen während des Füllens. Kabelbinder leisten hierbei gute Dienste.

So befüllen Sie die Körbe

Je nachdem, ob Sie die Steinkörbe als Hochbeet, Sichtschutz oder einfach zur Gartengestaltung aufstellen, können Sie verschiedene Füllungen verwenden. Danach richtet sich auch die Auswahl der Lochgröße an den Gittern.

  • Für ein Hochbeet ist die Art der Befüllung nicht so ausschlaggebend, wie bei einer Mauer. Dort können Sie zum Beispiel auf der Außenseite quaderförmige Steine von Hand setzen und den übrigen Raum mit kleinerem Schotter auffüllen. Das heißt, auf der Außenseite genügen Matten mit weiten Maschen, gegenüber engen Maschen an der Hinterseite.
  • Bei einer mehrlagigen Gabionenwand bringen Sie zwischen den Lagen eine Pufferschicht ein. Sie besteht aus grobem Splitt und soll Setzungserscheinungen ausgleichen. Die Schicht darf daher zwei bis drei Zentimeter über den Deckel ragen.
  • Befüllen Sie die Gabionenwand nach und nach gleichmäßig hoch. Stochern Sie in den Steinen herum, damit sich möglichst wenig Hohlräume bilden. Schläge mit einer Ramme oder Ähnlichem sind zu vermeiden.
  • Verwenden Sie für eine dicke Mauer grobe Bruchsteine. Je schwächer der Querschnitt ist, desto kleiner sollten die Abmessungen der Steine sein. So wird der Sichtschutz gewährleistet.
  • Soll die Gabionenmauer einen Hang stützen, müssen Sie die Hangseite gegen den Boden abschotten. Dazu verblenden Sie die Steinkörbe mit verrottungsfestem Flies.

Ob zur Gartengestaltung, als Sichtschutz oder als Zweckbauwerk: Eine Gabionenwand ist immer ein Blickfang. Sie haben sehr lange Freude daran und es fallen keine Folgekosten an. Deshalb haben Sie mit dem Entschluss, Steinkörbe aufzustellen, eine gute Entscheidung getroffen. 

 

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