Futon - so nächtigen Sie japanisch

Modernisiert japanisch nächtigen können Sie so. Modernisiert japanisch nächtigen können Sie so.
Futon stammt aus dem Japanischen und bedeutet vom Wortsinn her "Stoffkreis" und bezeichnet sowohl die "Decke", aber darüber hinaus in einem erweiterten Sinn die Schlafstätte. Wie man sich bettet, so liegt man. Wenn Sie sich japanisch betten, so können Sie auch auf exquisit japanische Art liegen bzw. ruhen und schlafen. Diese Erfahrung bedarf allerdings im fortgeschrittenen Stadium der Übung und der Geduld. Entscheidend ist allerdings das "am Boden schlafen" - und das bekommt jeder relativ leicht hin.
Nora D. Augustin
21.10.2011 Nora D. Augustin
Was Sie benötigen
Dafür brauchen Sie beide Hände

Futon - richten Sie sich eine japanische Schlafstätte ein

  1. Wenn Sie möglichst originalgetreu auf einem Futon schlafen möchten, dann benötigen Sie einen Boden, den Sie mit Tatami-Matten ausgelegt haben. Auf diesem breiten Sie dann den Futon aus. Wie die Prinzessin die Erbse unter x Lagen von Matratzen fühlt, so fühlt der Japaner - sei es nun Mythos oder nicht - den Tatami-Boden unter den darüber liegenden Bettlagerschichten.
  2. Sie benötigen dann eine erste Schlafunterlage. Im Japanischen heißt sie "shiki-buton", was so viel wie auszulegender Futon bedeutet.  Dabei handelt es sich um Überzug aus Baumwolle oder Seide, der mit Baumwolle vollgefüllt ist. Diese Decke erreicht eine Höhe von etwa zehn Zentimetern. Sie ist etwa einen Meter breit und 1,80 Meter lang.
  3. Darüber hinaus benötigen Sie eine Bettdecke. Für ein besonderes japanisches Schlaf-Feeling können Sie als Europäer sorgen, indem Sie unter einer Decke schlafen, der wie ein Kimono aussieht und Ärmel und Kragen hat.
  4. Sie benötigen außerdem noch ein Kopfkissen. Die modernisierte Version ist ein schlichte Kopfkissen. Eine stärker der Tradition verpflichtete Version eines Kopfkissens ist eine schlichte Rolle ("kukuri-makura"). Es besteht aber auch die Möglichkeit, mit einem Kopfgestell zu schlafen (hako-makura). Auf diesem Gestell liegt eine kleine Kissenrolle. Der Kopf ist hochgelagert und Ihre Frisur wird geschützt. Im Fuß von diesem Gestell können Sie Schmuck für Ihre Frisur aufbewahren. Sie können übrigens auch zu zweit so schlafen, denn es gibt auch Kopfgestelle, die ausreichend Kopflagerstätte für zwei Personen bieten.
  5. Beachten Sie den Wechsel der Jahreszeiten, wenn Ihnen daran gelegen ist, harmonisch-japanisch zu nächtigen. Verwenden Sie sommers Kissen aus Keramik oder Rattan.
  6. Wenn Sie auf eine noch raffiniertere japanische Art schlafen möchten, dann betten Sie Ihren Kopf in ein Kissen, das ihr Haar die ganze Nacht über mit einem Parfüm durchdringt.
  7. Räumen Sie Ihre Schlafstätte am Morgen nach dem Schlaf auf. Legen Sie Ihren Futon tagsüber zusammen und bewahren Sie ihn in einem Schrank auf.

Da sich die meisten Menschen im Schlaf hin- und her wälzen, müssen Sie sich wohl erst eine gewisse buddhistische Ruhe und Unerschütterlichkeit aneignen, um mit einem Schlafgestell unterm Kopf schlafen zu können. Aber es ist möglich, schließlich schlafen afrikanische Eingeborene auch mit aufgestütztem Arm, unter dem die Ameisen vorbei an ihrem Ohr ihrer Wege krabbeln.

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