Fundament für Gartenhaus erstellen - so geht´s

Ihr Gartenhaus braucht ein Fundament. Ihr Gartenhaus braucht ein Fundament.
Das Fundament für ein Gartenhaus als Plattenfundament dient der Standsicherheit und bietet dem Gartenhaus eine Grundlage für den zukünftigen Fußbodenaufbau. Je nach Ausführung in seinen Flächenmaßen kann es auch größer als das eigentliche Gartenhaus gewählt werden, um zum Beispiel eine Terrasse anzulegen. Da es sich um eine bauliche Maßnahme handelt, ist eine Pflicht zur Genehmigung zu prüfen.
Gastautor
22.12.2010 Gastautor
Was Sie benötigen
Dafür brauchen Sie beide Hände
  • Beton
  • Kies
  • Rüttelplatte
  • Rüttelflasche
  • Glättbrett

Das Fundament für ein Gartenhaus planen

  1. Zunächst sollten Sie theoretische sowie praktische Vorbereitungen treffen, um ein Fundament für ein Gartenhaus zu errichten. Zu den theoretischen Vorbereitungen gehört es, die Genehmigungspflicht zu überprüfen und gegebenenfalls eine entsprechende Genehmigung für Ihr Bauvorhaben mit den geforderten Unterlagen einzureichen.
  2. Wenn Sie selbst nicht über das notwendige fachliche Wissen verfügen, sollten Sie sich um eine Person bemühen, die eine versierte fachliche Kompetenz besitzt. Dies ist erforderlich, da es sich um ein Bauvorhaben mit statischer Relevanz handelt.
  3. Der Beginn der Arbeiten kann erst erfolgen, wenn bei einer Genehmigungspflicht auch die tatsächliche schriftliche Genehmigung vorliegt. Sie sollten dies beachten, da eine Genehmigung auch verweigert werden kann oder Änderungen vorgegeben werden.
  4. Um ein Fundament für ein Gartenhaus praktisch vorzubereiten, ist die avisierte Fläche von allen Aufbauten und Bewuchs zu befreien.
  5. Die Fläche selbst ist in den Abmaßen und in der Lage auf dem Grundstück gemäß Ihrer Planung abzustecken. Dazu werden Pflöcke in den Boden geschlagen, die den Grundriss zum Fundament für das Gartenhaus wiedergeben. Beachten Sie dabei, dass je Seite den Abmaßen ca. ein halber Meter zugegeben wird, um genügend Platz für Schachtungs- und Schalungsarbeiten zu haben.
  6. Bedenken Sie bei diesen Vorbereitungen auch eventuelle Rohrleitungen oder Kabelführungen, die in das Fundament für das Gartenhaus einzubringen sind. Dies hat dahin gehend besondere Bedeutung, dass bei einem Gartenhaus ein Plattenfundament gegenüber einem Streifenfundament zu bevorzugen ist. Mit einem Plattenfundament haben Sie dann bereits auch den Unterboden für Ihr Gartenhaus mitgefertigt.

Die Bauausführung – Fundament für ein Gartenhaus

  1. Entsprechend dem abgesteckten Terrain wird nun frostfrei auf 0,8 m Tiefe ausgeschachtet. Der entstehende Aushub ist zu entsorgen, auf dem Gelände zu deponieren oder zu verteilen.
  2. Nach Erreichen der Aushubtiefe ist eine Schalung herzustellen, die eine Begrenzung des Fundamentes für den weiteren Aufbau darstellt.
  3. Danach ist ein Planum mittels Kies herzustellen. Dieser Kies bildet auch gleichzeitig den Unterbau für das Plattenfundament. In diese Kiesschicht sollten Sie nun die geplanten Rohrleitungen und Kabelführungen so verlegen, dass sie mit einem Anschlussstück bis Oberkante Fundament reichen.
  4. Im weiteren Verlauf ist der Kies auf eine Höhe bis Unterkante Betonfundament aufzufüllen und zu verdichten. Das Verdichten sollte über eine Rüttelplatte erfolgen. Auf diese Kiesschicht kommt eine PE-Folie, die möglichst an den Stößen verklebt oder verschweißt wird.
  5. Danach ist der Beton aufzubringen, ebenfalls mittels Rüttelflasche zu verdichten und die Oberfläche mit einem Glättbrett in eine Ebene zu ziehen.
  6. Am effizientesten ist es, sich Fertigbeton anliefern zu lassen, da dieser Beton meist höheren Qualitätsansprüchen genügt als selbst hergestellter Beton.
  7. Bei starker Sonneneinstrahlung oder bei Verdacht auf Regen decken Sie den Beton nach Fertigstellung vorsichtig ab. Beachten Sie, dass der Beton eine Aushärtzeit von 28 Tagen hat. Vermeiden Sie daher starke punktuelle Belastungen in den ersten Tagen.
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