- 03.02.2012 Roswitha Gladel
Grundsätzliches zu Führungsentscheidungen
Egal, ob Sie Chef einer Firma, Abteilungsleiter oder Teamchef bei den Pfadfindern sind, Sie werden um Führungsentscheidungen nicht herumkommen. Machen Sie sich dabei klar:
- Führungsentscheidungen dürfen nicht nach Sympathie oder Antipathie erfolgen, sie dienen allein dem Weiterkommen der gesamten Gruppe oder der Firma.
- Denken Sie daran: Führungsentscheidungen haben nichts mit einem Beliebtheitswettbewerb zu tun, Sie werden oft auf Ablehnung stoßen und infrage gestellt werden.
- Treffen Sie Ihre Entscheidungen nicht aus dem Bauch, sondern nach klarer und reiflicher Überlegung. Spielen Sie im Kopf verschiedene Alternativen durch und treffen Sie die Entscheidung, die der Sache am meisten dient.
- Je unangenehmer die Folgen einer Entscheidung für Ihre Untergebenen ist, umso heftiger werden Sie kritisiert werden. Aus diesem Grund sollten Sie sich selbst sicher sein, dass Sie das Beste tun. Scheuen Sie sich aber nicht, auch unangenehme Entscheidungen zu treffen.
- Bleiben Sie ehrlich und sagen Sie, was Sache ist. Heucheln Sie nicht, dass Sie die Führungsentscheidung nicht selbst getroffen hätten, oder schieben gar die Verantwortung dafür auf die Anderen.
- Lassen Sie sich nicht mit beliebten Schlagworten wie „autoritärer Führungsstil“ von Ihrem Weg ableiten. Sie tragen die Verantwortung für Ihre Entscheidungen. Sie können es sich nicht leisten, alle mitreden zu lassen. Einer muss die Führungsentscheidung treffen und diese wird nie allen zusagen. Dafür müssen Sie manchmal auch autoritär sein.
Führungsentscheidungen und Teamwork
- Es ist kein Problem, ein Team und auch Untergebene in die Entscheidung mit einzubeziehen. Machen Sie ein Brainstorming, um verschiedene Möglichkeiten zu erfahren und das Für und Wieder abzuwägen.
- Treffen Sie eigentliche Führungsentscheidung alleine. Sie sind für die Folgen in erster Linie verantwortlich. Da ist Demokratie wenig angebracht. Die letzte Entscheidung ist nie Teamwork, die bleibt an Ihnen hängen. Sie werden dafür auch alleine zur Verantwortung gezogen werden.
- Erklären Sie Ihre Entscheidung, aber rechtfertigen Sie diese nicht. Nachvollziehbare Erklärungen helfen viel bei der Umsetzung, Rechtfertigungen deuten aus Unsicherheit hin.
- Eine einmal getroffene Entscheidung muss befolgt werden. Es macht keinen Sinn, erst abzuwägen, was das Beste ist, ev. sogar Mitarbeiter zurate zu ziehen, um dann die getroffene Entscheidung infrage zu stellen und abzuändern. Ist die Führungsentscheidung gefallen, dann bleibt es auch dabei.
Das Wichtigste ist: Fällen Sie Führungsentscheidungen immer unter sachlichen Aspekten und setzen Sie diese nicht ein, um Ihr Macht zu missbrauchen.