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Führerschein-Wiedererteilung ohne MPU - Hinweise

100.000 Autofahrer stellen sich jedes Jahr der medizinisch-psychologischen Untersuchung. Ohne MPU ist die Wiedererteilung Ihres Führerschein in aller Regel eine Illusion.

Bei Alkoholmissbrauch wird die MPU angeordnet.
Bei Alkoholmissbrauch wird die MPU angeordnet.

Nur wenn Sie die medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU), im Volksmund auch "Idiotentest" genannt, bestehen, haben Sie Anspruch auf Wiedererteilung Ihres Führerscheins. Im Jahr 2011 fiel von 99265 Teilnehmern fast die Hälfte durch. In mehr als 50 % der Fälle ging es um Alkohol. In 16 % war der Teilnehmer wiederholt alkoholbedingt aufgefallen.

Wiedererteilung nur bei Entzug der Fahrerlaubnis relevant

  • Unterscheiden Sie ein Fahrverbot mit einer Höchstdauer von bis zu 3 Monaten von der Erziehung Ihrer Fahrerlaubnis. Nach dem Fahrverbot erhalten Sie Ihren Führerschein direkt ohne Weiteres zurück. Nur bei der Entziehung des Führerscheins müssen Sie die Wiedererteilung beantragen.
  • Eine MPU kann aus unterschiedlichen Anlässen angeordnet werden. Diese Anlässe sind in der Fahrerlaubnisverordnung (FeV) gesetzlich geregelt. Allgemein ist Voraussetzung, dass Tatsachen im Sinne konkreter und greifbarer Anhaltspunkte bekannt werden, die berechtigte Zweifel der Straßenverkehrsbehörde an Ihrer körperlichen oder geistigen, aber auch charakterlichen Eignung begründen.

Mit der MPU beweisen Sie Ihre Eignung

  • Sofern Sie nicht mehr geeignet sind, im Straßenverkehr ein Fahrzeug zu führen, wird die Wiedererteilung Ihres Führerscheins abgelehnt. Die medizinisch-psychologische Untersuchung hat den Zweck, der Straßenverkehrsbehörde als Grundlage für Entscheidungen zu dienen, ob Sie zum Führen von Kraftfahrzeugen geeignet sind oder eben nicht.
  • Insoweit kommt es auf den Grund der Entziehung Ihres Führerscheins an. Eine Begutachtung muss zwingend angeordnet werden, wenn Sie wiederholt im Straßenverkehr alkoholisiert gefahren sind, eine Blutalkoholkonzentration von mindestens 1,6 Promille nachgewiesen wurde, der begründete Verdacht auf Alkoholabhängigkeit besteht oder Sie im Zusammenhang mit dem Straßenverkehr eine Straftat begangen haben oder ein hohes Aggressionspotenzial zeigten.

Führerschein gibt es nur bei Teilnahme zurück

  • Weigern Sie sich, sich dem "Idiotentest" zu stellen, darf die Behörde allein aus diesem Umstand auf Ihre Nichteignung zur Teilnahme am Straßenverkehr schließen und Ihren Antrag auf Wiedererteilung des Führerscheins zurückweisen.
  • Gegen diese Entscheidung haben Sie das Rechtsmittel der Beschwerde. Im Ergebnis werden Sie aber um die MPU kaum herumkommen. Gut ist es, wenn Sie an einem Kurs zur Wiederherstellung Ihrer Eignung teilnehmen.
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