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Fuchsien vermehren

Fuchsien sind wundervolle Balkon- und Kübelpflanzen, die von Jahr zu Jahr mehr Blüten entwickeln. Über Stecklinge sind sie leicht zu vermehren.

Fuchsien lassen sich leicht vermehren!
Fuchsien lassen sich leicht vermehren!

Am leichtesten treiben Fuchsien im Frühjahr, wenn der neue Austrieb erfolgt. Es ist aber auch zu jeder anderen Zeit möglich, Stecklinge zu schneiden und zu bewurzeln.

So vermehren Sie Ihre Fuchsia durch Stecklinge

Um Fuchsien mit gutem Erfolg zu vermehren, sollten Sie die Stecklinge nur von gesunden Pflanzen nehmen. Fuchsien mit braunen Blättern oder Pilzbefall sind ungeeignet, um Ableger zu ziehen. 

  1. Blumentöpfe befüllen. Besorgen Sie sich kleine Blumentöpfe und füllen Sie diese mit Anzuchterde. Drücken Sie diese nicht fest. Stattdessen klopfen Sie die Töpfchen mehrmals kurz auf den Tisch, sodass sich die Erde von selbst im Topf festsetzt.
  2. Stecklinge schneiden. Um kräftige Stecklinge zu bekommen, schneiden Sie etwa zehn bis 15 Zentimeter lange Kopfstecklinge Ihrer Fuchsia. Sie werden kurz unterhalb eines Blattpaares geschnitten. Verwenden Sie ein scharfes Messer. Eine Schere quetscht das Gewebe an der Schnittstelle, sodass diese schlechter bewurzeln.
  3. Stecklinge vorbereiten. Wenn Ihr Steckling bereits Knospen oder Blütenansätze hat, werden diese vorsichtig entfernt. Lassen Sie zwei Blattpaare stehen. Bereiten Sie mehrere Stecklinge vor, da nicht immer alle bewurzeln. Vor dem Einsetzen in Töpfe können Sie das untere Ende der Stecklinge in Bewurzelungspulver tauchen.
  4. Triebe einsetzen. Stecken Sie jeweils einen oder zwei Ihrer Kopfstecklinge in einen Blumentopf. Das Stielende darf nicht auf den Topfboden kommen, es muss Platz für sich bildende Wurzeln bleiben. 
  5. Für Feuchtigkeit sorgen. Nach dem Stecken wird gut gewässert. Am besten stellen Sie die Töpfe für kurze Zeit in eine Schale mit Wasser. So kann sich das Substrat selbst vollsaugen. 
  6. Für gespannte Luft sorgen. Haben Sie gleich mehrere Töpfe vorbereitet, lohnt sich die Anschaffung eines kleinen Zimmergewächshauses. Es ist nicht teuer, sorgt aber für gespannte, feuchte Luft über den Pflänzchen. Das Gleiche erreichen Sie bei einem einzelnen Topf mit einer kleinen Plastiktüte, die Sie darüber stülpen.
  7. Kontrollieren und lüften. Im Minigewächshaus und unter Folie bildet sich eine hohe Luftfeuchtigkeit. Oft reicht das aus, sodass Sie mehrere Tage nicht gießen müssen. Kontrollieren Sie regelmäßig, ob sich Schimmel bildet oder im Gegenteil Wasser fehlt. Stellen Sie die Töpfe hell und warm auf. Nach zwei Wochen beginnen Sie, ab und an zu lüften, täglich etwas mehr.
  8. Richtiges umtopfen. Umpflanzen dürfen Sie die Pflänzchen frühestens ab der vierten Woche, wenn ausreichend Wurzeln vorhanden sind. Setzen Sie die jungen Fuchsien dann in einen größeren Topf. Entfernen Sie dabei nicht die Anzuchterde und versetzen Sie die jungen Pflanzen mit dem ganzen Erdballen. Der neue Topf darf nur wenig größer sein, als der zuvor genutzte. Zum Auffüllen können Sie normale Blumenerde verwenden.

Anschließende Pflege der Fuchsien

  • ​halbschattig aufstellen, nicht in der vollen Sonne
  • für hohe Luftfeuchtigkeit sorgen
  • regelmäßig gießen, Staunässe vermeiden
  • weiches Wasser verwenden, wenn möglich schadstofffreies Regenwasser 
  • wöchentlich aber wenig düngen (Vorsicht: empfindlichen Wurzeln)
  • schwach saure oder neutrale Erde benutzen
  • kleine Fuchsien im Frühjahr umtopfen
  • jährlich zu lange Triebe zurückschneiden
  • frostfrei überwintern

Das Vermehren über Stecklinge ist bei Fuchsien nicht die einzige Methode. Die vegetative Art bringt Ihnen immer mit der Mutterpflanze identische Fuchsien hervor. Liebhaber der Fuchsia wagen sich auch an die Vermehrung über Samen. Zur Gattung zählen rund 100 Arten und 12.000 gezüchtete Sorten. Nicht alle Züchtungen sind leicht über Stecklinge zu ziehen. Manche Fuchsie ist eine sensible Dame.

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