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Frostschutzkies - Informatives

Baustellen sind immer ein Ärgernis, doch noch ärger wäre es, wenn beschädigte Straßen nicht wieder instand gesetzt würden. Mit dem Wissen über die Verwendung von Frostschutzkies im Straßenbau können Sie demnächst vielleicht erkennen, wie weit die Arbeiten an der einen oder anderen Baustelle bereits gediehen sind, da das Einbringen der Frostschutzschicht schließlich zu den letzten Arbeiten vor dem Asphaltieren zählt.

Schlaglöcher sind in den meisten Fällen eine Folge von Frostschäden.
Schlaglöcher sind in den meisten Fällen eine Folge von Frostschäden.

Frostschutzkies verleiht der Fahrbahn eine längere "Haltbarkeit"

  • Um einmal in das Erdreich unterhalb der Fahrbahn eingedrungenes Wasser daran zu hindern, durch die Kapillarwirkung wieder in die Nähe des Straßenbelags zu gelangen, wird ein diesen physikalischen Vorgang unterbindende, Schicht unterhalb der Fahrbahndecke "eingebaut". Diese, in den meisten Fällen aus einem Frostschutzkies bestehende, lose Schicht lässt Wasser ohne Schwierigkeiten versickern, macht es Flüssigkeiten jedoch so gut wie unmöglich, sich mittels senkrechter Kriechkräfte wieder nach oben zu befördern.
  • Kommt es bei Minustemperaturen unterhalb der Fahrbahndecke zu größeren Wasseransammlungen, könnte dieses im gefrorenen Aggregatszustand als Eis die darüberliegende Fahrbahn zum Aufplatzen bringen.
  • Wenn im Frühjahr die endlich schneefreien Straßen wieder einen kompletten Einblick auf die Beschaffenheit der Fahrbahnoberflächen zulassen, werden die alljährlichen Straßenschäden, für die der Frost verantwortlich zeichnet, sichtbar. Dies macht deutlich, dass die Frostschutzschicht hier nicht mehr in einem Zustand ist, der diesen Namen rechtfertigen könnte.
  • Mit den Jahren kann es selbstverständlich zu Verschiebungen unterhalb einer viel befahrenen Straße kommen, diese haben letztendlich zur Folge, dass die Kapillar brechende Wirkung des Frostschutzkieses nicht mehr gegeben ist. Würde der Straßenbau ganz und gar auf diese spezielle Schicht verzichten, würden so manche Straßen nur sehr wenige Jahre schadlos überstehen.

Wie sich eine Frostschutzschicht aufbaut

  • Im Allgemeinen handelt es sich bei einer Frostschutzschicht um eine ausgewogene Mischung aus unterschiedlich großen Steinen, Kieseln und Sand. Hierzu werden unter anderem Betonbruch, Schlacke aus Hochöfen und Kies oder Sand miteinander vermischt.
  • Sicherlich haben Sie auf Autobahnen oder auch an anderen Straßen oder Plätzen schon …

  • Das Mischungsverhältnis sowie die zur Verwendung kommenden Komponenten werden individuell für jede Fahrbahn neu berechnet und zusammengestellt. Schließlich ist nicht jede Straße solchen Strapazen ausgesetzt wie beispielsweise eine Autobahn, auf der Güter quer durch das gesamte Bundesgebiet transportiert werden.
  • Ist die Mischung festgelegt, so wird diese auf die Strecke aufgebracht und durch den Einsatz schwerer Maschinen verfestigt. So ergibt sich eine an sich feste und belastbare Oberfläche, die jedoch trotzdem Wasser durchsickern lässt.
  • Aufgrund der extrem unterschiedlichen Körnungen der verwendeten Mineralien wird jedoch die Kapillarwirkung weitestgehend ausgeschaltet, sodass mit dieser Maßnahme Wasseransammlungen und daraus resultierende Frostschäden durch den Einsatz von Frostschutzkies vermieden werden.

Wenn Sie also demnächst an einer Autobahnbaustelle vorbeifahren und erkennen, dass dort anstatt mit Asphalt mit Steinen gearbeitet wird, dann wissen Sie, dass dies eine Maßnahme darstellt, die ein baldiges erneutes Reparieren dieser Fahrbahn verhindern soll.

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