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Friedfischarten - Wissenswertes über Karpfen, Barbe und Co.

Von Raubfischen wie den Haien hat jeder schon gehört, daneben gibt es jedoch auch die sogenannten Friedfischarten. Über sie gibt es ein paar interessante Dinge zu wissen.

Karpfen zählen zu den Friedfischarten.
Karpfen zählen zu den Friedfischarten. © Rolf_Handke / Pixelio

Barben und andere friedliche Fische

Ein Silberschwanz in einem Raubfischteich hätte kein langes Leben. Von einem Karpfen hätte er dagegen nichts zu befürchten, denn diese Genossen zählen zu den Friedfischarten.

  • Generell wird bei den Fischen unterschieden zwischen Raubfischen und Friedfischen. Die Nahrung der Raubfische besteht aus anderen Fischen und sonstigen Wassertieren, beispielsweise Tintenfischen und bestimmten Krebsarten, außerdem Amphibien und bei jungen Raubfischen auch aus Käferlarven und Libellen. Raubfische zählen deshalb zu den sogenannten Prädatoren, ein Begriff der sich aus dem lateinischen praedatio für Raub ableitet. In der Regel verstecken sich Raubfische oder tarnen sich geschickt, während Sie auf vorbeischwimmende Beute lauern. Zu den bekanntesten Raubfischen zählt zweifellos der Hai. Bei ihm handelt es sich um einen Salzwasserfisch, ebenso wie bei den Makrelen und Thunfischen, die ebenfalls zu den Raubfischarten zählen. Zu den Raubfischen, die ihr Dasein in Süßgewässern fristen, gehören Welse, Zander und Hechte.
  • Friedfische machen sich dagegen nicht auf die Jagd nach anderen Fischen. Ihre Nahrung besteht aus Würmern, Muscheln oder Schnecken, die sie am Grund der Gewässer finden sowie aus Insektenlarven. Einige sind auch sogenannte Planktonfiltrierer. Bei Filtrierern handelt es sich um Tiere, die ihre Nahrung, in diesem Fall Plankton, aus dem Wasser herausfiltern. Ebenfalls zu den Friedfischarten zählen die Pflanzenfresser unter den Fischen.

Hering und Karpfen als Friedfischarten

Die bekanntesten Friedfische dürften Hering und Karpfen sein. Auch Renken, Felchen oder Barben zählen jedoch zu den Friedfischarten.

  • Während Hering, Renke und Felchen zu den Planktonfiltrierern zählen, ernähren sich Karpfen und Barbe auch von Schnecken und Würmern.
  • Sowohl der Karpfen als auch die Barbe zählen zur Familie der Karpfenfische. Viel bekannter ist jedoch der Karpfen, der ursprünglich in Asien beheimatet war und durch die Römer nach Europa kam. Schon im Mittelalter wurde der Karpfen sehr gerne verzehrt, denn es gab sehr viele Fastentage, an denen man kein Fleisch essen durfte. Kann ein Karpfen in freien Gewässern bis zu mehr als einen Meter Länge erreichen, so ist ein Speisekarpfen normalerweise zwischen 30 und 40 Zentimeter lang und bringt es auf ein Gewicht von circa einem Kilogramm.
  • In freien Gewässern kann ein Karpfen ein sehr gesegnetes Alter erreichen und mehr als 50 Jahre alt werden. Speisekarpfen sind jedoch normalerweise zwei bis drei Jahre alt, wenn sie in den Verzehr kommen. Auf den Tisch kommt der Karpfen gerne als Silvesterkarpfen, oft auch zu Weihnachten. Sogar zu literarischen und filmischen Ehren brachte es der Fisch mit dem charakteristischen Maul. So spielt der Karpfen in Heinrich Bölls Kurzgeschichte „Monolog eines Kellners“, an die sich der Film „Heiligabend eines Kellners“ anlehnt, eine bedeutende Rolle. Bekannt ist auch der Film „Der große Karpfen Ferdinand“.
  • Häufiger als der Karpfen kommt wohl der Hering auf den Tisch – als Bismarckhering, als Heringssalat zu Silvester oder auch als saurer Hering, der angeblich gegen Kater helfen soll. Dieser Fisch, von dem es zwar Arten gibt, die bis zu einem dreiviertel Meter lang werden können, der meist aber kürzer als 25 Zentimeter ist, ist ein Schwarmfisch. Sich alleine zurechtzufinden liegt im nicht, er verliert dann die Orientierung. Interessant ist, dass ein Heringsschwarm bis zu 40 Kilometer lang werden kann.

Über Friedfischarten gibt es also einiges Wissenswertes zu erfahren.

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