Freundschaftsanfrage ablehnen oder nicht? - Entscheidung richtig abwägen

Freundschaftsanfragen ablehnen? Gar nicht so einfach! Freundschaftsanfragen ablehnen? Gar nicht so einfach!
Facebook, Stayfriends, Xing - Die digitale Gesellschaft ist ganz auf Vernetzung ausgelegt. Doch was tun, wenn Sie von einer Freundschaftsanfrage einmal nicht so begeistert sind? Ablehnen? Trotzdem annehmnen? Oder einfach ignorieren?
Sabrina Jevsovar
27.01.2012 Sabrina Jevsovar

Freundschaftsanfragen - Fluch oder Segen?

  • Wenn es Ihnen wie den meisten Mitgliedern einer Social Community geht, freuen Sie sich in der Regel über neue Freundschaftsanfragen. Alte und neue Bekanntschaften, Schulfreunde oder auch "echte" Freunde und Verwandte: Der Reiz, durch Annahme der Freundschaftsanfrage ein wenig in das Leben des anderen hineinlinsen zu dürfen, ist groß. 
  • Schwierig wird das Thema nur, wenn die Freundschaftsanfrage von jemandem kommt, mit dem Sie selber so gar nichts teilen möchten, dessen Leben Sie vielleicht noch nicht einmal im Ansatz interessiert, oder den Sie einfach nicht mögen.
  • Viele Menschen neigen dazu, die Freundschaftsanfragen solcher User anzunehmen. Diese Lösung scheint auf den ersten Blick auch die einfachste zu sein: Sie müssen nicht ausdrücklich ablehnen und damit unhöflich sein, bewahren sich selbst und den anderen vor einer peinlichen Situation und müssen niemandem etwas erklären. Die Kehrseite der Medaille ist leider, dass Sie dann Leute in der Freundesliste mit herumschleppen, mit denen Sie nie kommunizieren werden. Menschen, die ganz andere Interessen haben als Sie selber, und, wenn Sie Pech haben, für Ihre anderen digitalen Freunde merkwürdig anmutende Inhalte posten und Sie so in Erklärungsnot bringen.

Anfrage ablehnen oder ignorieren?

  • Falls Sie sich nun dazu entschließen möchten, die Freundschaftsanfrage Ihres Gegenübers einfach zu ignorieren: Vorsicht! Das können Sie vielleicht mir flüchtigen Bekanntschaften machen, die Sie ohnehin nie im Leben wieder treffen werden. Bei allen anderen Personen wird ein solches Verhalten auf jeden Fall zu Nachfragen führen, auf die Sie zumindest vorbereitet sein sollten.
  • Als wesentlich stilvoller gilt es inzwischen, das Verhalten von der Person, die die Freundschaftsanfrage stellt, abhängig zu machen. Ist es eine Person, mit der Sie gestritten haben, die Ihnen die Anfrage schickt, können Sie die Anfrage beispielsweise damit beantworten, dass Sie den anderen wissen lassen, sich gern vernetzen zu wollen, wenn der Streit beigelegt und vergessen ist. So können Sie die Anfrage ablehnen, ohne den anderen sein Gesicht verlieren zu lassen.
  • Auch der absolute Supergau, den viele User fürchten, ist nicht so schlimm, wie man meinen will: Schicken Kollegen oder gar der Chef eine Freundschaftsanfrage, bedankt man sich einfach höflich für das Interesse und teilt mit, die betreffende Plattform privaten Kontakten vorbehalten zu wollen. Wenn Sie dann noch auf Ihre Mitgliedschaft in einem sozialen Netzwerk für Business-Kontakte aufmerksam machen, ist die Situation gerettet.
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