Ihr Freund macht Schluss? Das ist für viele eine wirklich schlimme Krise. Aber Sie wollen ja darüber wegkommen. So kommen Sie darüber hinweg.
- 27.01.2012 Dr. Kathrin Kiss-Elder
Was Sie benötigen
Hierbei könnten Sie Hilfe brauchen
Der Freund macht Schluss - erste Hilfe
- Wenn Ihr Freund Schluss gemacht hat, dürfen Sie fühlen, was Sie fühlen. Dazu geben Sie sich Raum - in einem Zimmer, in dem niemand Sie hört, im Wald, in einer Kirche, in der niemand Ihre Tränen komisch findet.
- Nehmen Sie sich Zeit. Weil ein fester Alltag gut tut, gerade jetzt, planen Sie diese Zeiten direkt in Ihren Alltag ein. Etwa kurz nach dem Aufstehen. Da tut es für viele besonders weh. Oder auch nach der Arbeit. Wenn Sie Ihren Gefühlen Zeiten geben, werden sie Sie seltener zwischendrin irritieren.
- Diesen Raum und diese Zeiten geben Sie sich und fühlen. Hören Sie in sich hinein. Vielleicht fühlen Sie Trauer, vielleicht Erleichterung. Vielleicht fühlen Sie Schmerz, vielleicht Freude. Vielleicht Zorn, vielleicht Scham oder etwas ganz anderes.
- Vielleicht fühlen Sie auch alles Mögliche auf einmal. Nehmen Sie es so leicht oder schwer, wie es Ihnen zumute ist.
Erste Schritte zur Bewältigung
- Wenn Sie in Ihrem Schmerz waren, dürfen Sie auch herauskommen, nachdem Ihr Freund mit Ihnen Schluss gemacht hat. Für manche ist das eine Woche, für manche ein Jahr. Sie werden das spüren. Die Chance, dass Sie irgendwelche Altlasten von der Trennung nun noch herumtragen, ist nun gering.
- Überlegen Sie sich, wie Sie sich Ihre Zukunft vorstellen und wie Sie sich Ihre Zukunft wünschen. Ohne Freund oder mit, mit Familie, ohne Familie, eher Bettgeschichten, Platonisches ohne Sex, die große Liebe.
- Solche Visionen können Sie in jeglicher Leerzeit quasi nebenher entwickeln. Während Sie in einer Schlange warten, auf dem Weg zur Arbeit, beim Sport.
- Machen Sie sich möglichst klare Bilder davon. Lassen Sie sie frei aufsteigen, zensieren Sie sie nicht. Niemand schaut Ihnen dabei zu. Wichtig ist, dass Sie Ihre Wünsche, das zu Ihnen Passende entwickeln. Etwa das, was alle leben - oder etwas ganz Neues.
- Wie wünschen Sie sich einen Alltag? Wie eine Beziehung? Was machen Sie miteinander? Wie verhält er sich im Bett, im Buchladen, in der Badewanne? Versuchen Sie sich davon genaue Bilder zu machen. Sie können Sie auch zeichnen.
- Vertrauen Sie darauf, dass wer die richtigen Fragen stellt, auch die passenden Antworten bekommt.