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Fressattacken stoppen - so holen Sie sich Hilfe bei einer Essstörung

Essstörungen sind heutzutage weiter verbreitet als man denkt. Betroffene schämen sich und reden nicht offen über ihr Problem. Je nach Form sieht man es den Betroffenen nicht direkt an, dass sie krank sind; Ärzte erkennen eine Essstörung oft nicht, wenn es nicht direkte Hinweise darauf gibt und auch Verwandte und Freunde wissen oft nicht, wie man richtig vorgeht. Fressattacken kommen bei adipösen und bulimischen Menschen vor. Der erste Schritt in eine gesündere Zukunft ist die eigene Einsicht, dass am Essverhalten etwas nicht stimmt. Von hier aus kann es dann weiter gehen. Wie kann man Fressattacken stoppen? Welche Anlaufstellen gibt es? Wie geht es nach der ersten Beratung weiter?

Die Entscheidung ist schnell gefallen, wenn man unter Fressattacken leidet.
Die Entscheidung ist schnell gefallen, wenn man unter Fressattacken leidet.

Was Sie benötigen:

  • Einsicht

Das sollten Sie wissen, um Fressattacken zu stoppen

  • An erster Stelle steht bei vielen Essgestörten, die etwas ändern möchten, ein Beratungsgespräch. Der Hausarzt ist eine mögliche Anlaufstelle. Er stellt den körperlichen Zustand sowie mögliche Folgeerkrankungen fest. Aufgrund dieser Erkenntnisse und dem individuellen Eindruck, den der Arzt erhält, nennt er Beratungsstellen, Selbsthilfegruppen, die helfen können, Fressattacken zu stoppen, psychologische Betreuung oder überweist bei akuter Lebensgefahr an eine Klinik.
  • Wer das Gespräch mit dem Arzt scheut, weil er sich unverstanden fühlt, kann sich an eine Beratungsstelle speziell für Essgestörte wenden, die es in vielen Städten gibt. Unabhängige Vereine, Gruppen, staatliche Stellen oder Kliniken haben Beratungsstellen, die unterschiedliche Arten der Kontaktaufnahme anbieten: Ein persönliches Gespräch, eine anonyme Beratung am Telefon oder auch per E-Mail, in Foren oder im Chat. In einer solchen Beratung werden Informationen gegeben, individuelle Hilfestellungen angeboten oder auch akute Krisen abgefangen. Je nach Ausprägung der Essstörung kann es vom Beratungsgespräch aus, in verschiedene Richtungen weiter gehen.
  • Ist die Gesundheit akut gefährdet oder hindert das direkte Umfeld den Betroffenen an einer Heilung, bietet sich eine stationäre Aufnahme in einer Klinik für Essgestörte an. Hier kann sich der Betroffene ganz auf sich konzentrieren und in Einzel- oder Gruppentherapiesitzungen lernen, wie er mit seiner Essstörung beziehungsweise den Fressattacken umgehen kann, wie die Fressattacken eventuell zu stoppen wären, wo die mögliche Ursache für dieses Verhalten liegt und wie die Zukunft aussehen kann.
  • Einige Kliniken bieten eine ambulante Therapie an, das heißt, der Patient erhält hier in einem bestimmten Zeitrahmen medizinische sowie psychologische Betreuung und verbringt zum Beispiel die Nachmittage und Wochenende bei seiner Familie und setzt hier das Erlernte um. Begleitend finden Gespräche mit der gesamten Familie statt.
  • Nach der Therapie in einer Klinik für Essgestörte kann je nach Alter und Umfeld des Betroffenen ein Aufenthalt in einer Wohngruppe stattfinden. Hier lernt man das Leben selbstständig zu führen, bewusst mit der Essstörung zu leben, Fressattacken eventuell zu stoppen, das neue Essverhalten zu festigen und Spaß am Leben zu entwickeln.
  • Wer noch nicht bereit für eine Therapie ist oder lange auf einen Therapieplatz warten muss, kann in der Überbrückungsphase an einer Selbsthilfegruppe teilnehmen. Die Teilnehmer helfen sich gegenseitig, berichten von ihren Erfahrungen sowie Behandlungen. Außerdem unterstützen sie sich dabei, neues Verhalten zu erlernen und festigen.
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