Free Running überwindet körperliche Grenzen. Gerade in den letzten Jahren ist diese Sportart durch eine Vielzahl an Filmen sehr populär geworden. Aber kann man Free Running auch als Normalsterblicher erlernen?
- 30.06.2010 Simoné Goldschmidt
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- Free Running unterscheidet sich in den meisten Bewegungsabläufen und Sprüngen nicht von Parkour, allerdings ist die Philosophie dahinter eine völlig andere: Geht es beim Parkour mehr um Effizienz, d.h. möglichst schnell errichtete Grenzen auf kürzestem Weg zu überwinden, so ist Free Running mehr eine Überwindung eigener Grenzen, d.h. "sich frei zu bewegen."
- Bevor man mit Free Running beginnt ist es unerlässlich, die wichtigsten Bewegungsabläufe zu verinnerlichen. Um sich an diese Bewegungsabläufe anzunähern übt man erst einfache gymnastische Figuren, wie zum Beispiel ein Rad zu schlagen, Salti zu machen oder sich auf dem Boden abzurollen. Wer noch nie an einem Falltraining teilgenommen hat kann dies in diversen Kampfsportzentren auf Anfrage lernen. Später sollte man dann üben, aus einiger Höhe - also zum Beispiel von einem Klettergerüst - zu springen und sich danach am Boden abzurollen.
- Viele Bewegungsabläufe des Free Running basieren darauf, möglichst schnell zu sein und gute, koordinierte Sprünge zu absolvieren. Wichtig ist hierbei, dass man es schafft aus der Hocke eine gewisse Höhe zu erreichen (sogenannter Katzensprung). Im Normalfall folgen die Sprünge nach oben einem schnellen Sprint. Es ist wichtig, kontinuierlich Geschwindigkeit und Kraft beizubehalten, so dass sich ein entsprechendes Kraft- und Ausdauertraining anbietet. Vor allem ist es wichtig, sich möglichst viel Kraft in den Armen anzueignen, weil viele Bewegungsabläufe darauf basieren.
- Im Internet gibt es Auflistungen über die gängigsten Parkour- und Free Running-Moves, allerdings geht es gerade beim Free Running mehr darum, seinen eigenen Stil zu entwickeln. In jedem Fall hilft es, zunächst einfachere Dinge zu üben, z.B. über Bänke und Zäune zu springen.
- Free Running sollte so überlegt wie möglich angegangen werden. Gerade bei gefährlichen Sprüngen ist es wichtig, sich abzusichern oder einen Profi zu Rate zu ziehen. Man darf beim Springen nicht zögern, weil dies das Verletzungsrisiko zusätzlich erhöht. Daher gehört neben körperlichen Voraussetzungen natürlich auch eine gehörige Portion Mut dazu. Free Running ist eine Extremsportart und wird daher natürlich auf eigene Gefahr ausgeübt.