- 26.01.2011 Aleksandra Blal
Die Fähigkeit, ein fotografisches Gedächtnis zu entwickeln, ist weniger vom Talent als von dem Interesse für bestimmte Lebensbereiche abhängig. Ein Schachspieler kann sich sofort die Stellungen seiner Spielfiguren merken, während ein Anfänger sie erst mühsam erlernen muss. Es gibt bestimmte Übungen, um das fotografische Gedächtnis sowie die Konzentration zu trainieren. Dieser erlernte Schatz könnte den einen oder anderen sehr beeindrucken.
Wie Sie Ihr fotografisches Gedächtnis entwickeln können
- Wäre heute nicht ein wundervoller Tag für einen Spaziergang im Park? Wie schön, dass Sie zustimmen. Für die folgende Übung eignet sich ein schöner gerader Weg. Schließen Sie beim Losgehen Ihre Augen und zählen Sie dabei bis fünf.
- Die Augen anschließend für einen Bruchteil einer Sekunde öffnen, danach wieder schließen und erneut bis 5 zählen.
- Wiederholen Sie die Übung mehrmals. Ganz wichtig: Vergessen Sie Ihren Spaziergang dabei nicht! Einfach immer weitergehen!
In diesem Bruchteil einer Sekunde, in der Ihre Augen geöffnet sind, wird das Gehirn versuchen, so viele Elemente wie möglich zu speichern. Schon allein aus dem Grund, um Sie vor jeglichen Hindernissen auf dem Weg zu schützen. In diesem kleinen Moment dringen viel mehr Informationen an Ihr Gehirn, als wenn Sie die ganze Zeit über mit offenen Augen spazieren gegangen wären. Es wird Ihnen bestimmt Spaß machen, Ihr fotografisches Gedächtnis an frischer Luft zu trainieren.
So trainieren Sie gezielt
- Schneiden Sie drei Bilder Ihrer Wahl aus der Zeitung aus und legen Sie diese auf einen Stapel.
- Im nächsten Schritt sollte das erste Bild genau betrachtet werden, und zwar mindestens eine Minute lang. Die gleiche Prozedur erfolgt mit dem zweiten und dem dritten Bild.
- Der zweite Durchgang birgt schon mehr Spannung in sich: Versuchen Sie sich jetzt an die Details des ersten Bildes zu erinnern, und zwar noch bevor Sie es zum zweiten Mal betrachten. Machen Sie anschließend das Gleiche mit dem zweiten und dem dritten Bild.
- Üben Sie so lange, bis Ihnen immer mehr fehlende Details einfallen oder so lange, bis Ihr Vorstellungsbild mit dem jeweiligen Bild auf dem Stapel übereinstimmt.
Manch einer Ihrer Freunde wird staunen, wenn Sie ihm oder ihr ganz unschuldig diesen tollen "Zaubertrick" präsentieren. Aber Vorsicht! Wahrscheinlich wird das Geheimnis, wie Sie Ihr fotografisches Gedächtnis trainieren, am Ende doch noch ans Tageslicht kommen.