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Food Porn - eine Erklärung

Food Porn - das hört sich für Sie erst einmal schmutzig und unappetitlich an? Weit gefehlt, denn tatsächlich hat der Audruck weniger mit Porn zu tun als mit Food.

Food Porn präsentiert die Lust am Lebensmittel.
Food Porn präsentiert die Lust am Lebensmittel.

Wie viel Porn darin steckt

  • Der Begriff Food Porn hat nicht im Geringsten mit Sex zu tun, obgleich die Anleihe "Porn" durchaus ihre Gründe hat. Bei Food Porn geht es in mehr oder weniger übertragenem Sinne nämlich durchaus um Spannerei. Der verbotene Blick in fremde Zimmer spielt hier eine Rolle, obgleich das fremde Zimmer als Lusterreger des "Spanners" hier nicht das Schlaf- oder Badezimmer meint, sondern die Küche.
  • Auch ist es nicht die Person, auf die der Blick eines "Food Spanners" sich konzentriert, sondern der Kochtopf, wobei die entstehende Lust zwar eine durchaus körperliche ist, jedoch weniger eine sexuelle: Tatsächlich ist es die Lust am Essen. 
  • Das appetitanregende Arrangieren von Speisen und das Abfotografieren derselben ist es nun also, was der Begriff des Food Porns bezeichnet. Die mitunter provokative Inszenierung der Gerichte assoziiert sich schließlich durchaus mit dem ein oder anderen Foto einer Hochglanzzeitschrift.

Food Porn in den Medien

  • Hunderte von Blogs widmen sich mittlerweile beispielsweise dem Zur-Schau-Stellen von allen möglichen Gerichten und nennen sich selbst Food-Porn-Portale. Will man es nun zugeben oder nicht: Tatsächlich bringt jene Bezeichnung im Falle von Blogs sogar marketingtechnische Vorteile. Ein Essensblog wird über den Begriff des Food Porns ungleich mehr Hits erfahren, als ohne ihn.
  • Zusätzlich macht das Durchstöbern von Food-Porn-Blogs einfach Spaß. Wortspiele wie Kategorienbezeichnungen nach dem Motto "Hardcore" oder "scharfe Hasen" werden smart mit scharf gewürzten Speisen für besonders Harte gefüllt und derartige Kreativität und Wortspielerei dürfte durchaus den ein oder anderen Lacher Wert sein.
  • Grundsätzlich aber haben nicht Blogs den Begriff der Essensinszenierung geprägt, sondern vielmehr provokative Fernseh- und Printwerbungen für Lebensmittel.
  • Genauso dürften diverse Kochshows einen Einfluss auf die Begriffsgeschichte gehabt haben. So wird beispielsweise Kochsendungsmoderatorin Nigella Lawson als Königin des Food Porn bezeichnet, weil sie die in ihrer Show gekochten Speisen besonders flirty und verführerisch präsentiert. 

Probieren Sie sich doch einfach selbst einmal an einer Food Porn Inszenierung. Denn Spaß dürfte jene Art der Lebensmittelpräsentation auf jeden Fall machen und sind Sie zumindest ein wenig kreativ, so ist sie auch nicht allzu schwer. Stand April 2013

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