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FM-Antenne selber bauen - so geht's

In Gegenden, wo die Empfangsbedingungen schlecht sind, kann Rundfunk oder Fernsehen nur in minderer Qualität oder gar nicht empfangen werden, wenn keine FM-Antenne im Freien vorhanden ist. Wie man sie selber bauen kann, ist kein Geheimnis.

Industriell gefertigte FM-Antennen sind anders konstruiert.
Industriell gefertigte FM-Antennen sind anders konstruiert.

Was Sie benötigen:

  • Alu-Stäbe
  • Trägerprofilstange aus Alu
  • Klemmschellen

So sieht eine FM-Antenne aus

Um eine Antenne für den UKW, bzw. TV-Empfang richtig zu dimensionieren, muss man die technischen Grundlagen kennen. Je ungenauer die Abmessungen sind, desto geringer wird die Empfangsleistung sein.

  • Die theoretischen Berechnungen beziehen sich aber auch nicht auf die tatsächlichen Verhältnisse beim verwendeten Material, sondern sie nennen die Parameter bei einem unendlich dünnen Leiter, nämlich 50 % der Wellenlänge.
  • Das bedeutet, es kommt bei der Bemessung der Stäbe ein Verlängerungsfaktor zur Anwendung, der umso größer ist, je dicker die Stäbe sind. Sehr dicke Stäbe verursachen aber einen großen Windwiderstand, sie sind deshalb ungeeignet.
  • Bei der Wahl des Materials ist davon auszugehen, dass sich die zu empfangenden Wellen nur auf der Oberfläche der Stäbe ausbreiten. Es spielt also keine Rolle, ob das Material voll ist, oder aus Rohr besteht.
  • Rundfunk bzw. TV wird in Deutschland über das Band 2-5 in VHF bzw. UHF übertragen. Die Ausbreitungscharakteristik der Signale ist quasioptisch, verhält sich also ähnlich wie Licht. Deshalb kann in extremen Schattenlagen, wie tiefen Tälern, unter Umständen kein Radio bzw. TV mit terrestrischen Antennen empfangen werden.

Das ist beim Selberbauen zu beachten

  1. Stellen Sie fest, in welcher Richtung der gewünschte Sender liegt. Die FM-Antenne muss genau dahin ausgerichtet werden. Je weiter der Sender entfernt ist, desto schwächer wird das Signal und desto größer bauen Sie die Antenne selber.
  2. Als Träger Ihrer selber gebauten Antenne verwenden Sie am besten ein Vierkantprofil aus Aluminium. Darauf werden in den vorgeschriebenen Maßen die Klemmschellen aufgeschraubt, die dann die Querstäbe halten. Der kürzeste Querstab kommt an die Spitze der FM-Antenne.
  3. Das eigentliche Empfangsmodul ist die Schleife, an der das Kabel angeschlossen wird. Dort bauen Sie eine handelsübliche Anschlussdose für ein Koaxialkabel ein, welches dann zum Empfänger führt.
  4. Zur Montage der Anschlussdose muss in die Enden der Schleife je ein Loch gebohrt werden, Bei Rohrmaterial wird dort das Rohr flach gequetscht. Die fertig montierte Dose soll wasserdicht sein, bei Bedarf kann Silicon helfen.
  5. Die Schleife biegen Sie am besten über eine Biegevorrichtung. So wird bei Rohr das Falten an den Bögen vermieden. Der Radius ist nicht kritisch, er kann bei etwa 5 cm liegen.
  6. Ais Befestigung am Mast dient ein Rundstahlbügel mit Formteilen, wie er im Zubehörhandel zu bekommen ist. Das Koaxkabel führen Sie möglichst gleich weit weg von der Antenne und nicht direkt auf Metall in das Haus.
  7. Bei Leitungslängen über 20 m empfiehlt sich der Einbau eines Verstärkers. Nach der Fertigstellung Ihrer Empfangsanlage probieren Sie mit eingeschaltetem Gerät aus, ob sich noch geringe Verbesserungen beim Empfang ergeben, wenn die FM-Antenne gedreht wird.

Positionieren Sie Ihre FM-Antenne so hoch wie möglich, wenn ungünstige Geländebedingungen herrschen. In höheren Lagen ist die Feldstärke des Signals eventuell besser.

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