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Flugzeugsperrholz - worauf Sie achten sollten

Sperrholz gibt es in verschiedenen Ausführungen und Qualitäten. Flugzeugsperrholz ist nur eine von vielen Möglichkeiten. Für den Modellbau oder andere Basteleien ist Flugzeugsperrholz sehr gut geeignet. Es gibt jedoch einiges zu beachten.

Flugzeuge sind schon faszinierend.
Flugzeuge sind schon faszinierend. © Daniel_Pittner / Pixelio

Was ist Sperrholz?

  • Um Sperrholz herzustellen, werden dünne Holzlagen übereinandergelegt, verleimt und unter Wärmeeinwirkung zusammengepresst. Dabei wird das Holz so gelegt, dass der Faserverlauf jeweils um 90 Grad gedreht wird.
  • Dadurch wird es sehr fest, formstabil und temperaturbeständig. Das heißt, Temperaturveränderungen wirken sich nicht auf die Abmessungen des Sperrholzes aus.
  • Obwohl Sperrholz nur einen dünnen Querschnitt hat, kann man es deshalb trotzdem hohen Belastungen aussetzen.
  • Diese Eigenschaften kann man variieren, indem man die Holzsorte, die Holzdicke oder die Anzahl der Holzlagen ändert.
  • Sperrholz ist vielseitig einsetzbar, z. B. als Wand- oder Deckenverkleidung, beim Dachausbau, Türen- und Treppenbau, für Möbel, Musikinstrumente oder im Bootsbau und in der Verpackung. Ein breites Anwendungsgebiet ist auch der Hobby- und Modellbau. Hier kommt oft Flugzeugsperrholz zum Einsatz.

Was ist das Besondere an Flugzeugsperrholz?

  • Flugzeugsperrholz ist aus mehr Schichten verleimt als "normales" Sperrholz. Bei einer Dicke von 3 mm hat es mindestens 5 Schichten, das einfache Sperrholz dagegen nur 3. Dadurch erhöht sich die Festigkeit.
  • Flugzeugsperrholz sollte witterungsbeständig sein. Hier muss man auf die verschiedenen Holzsorten achten.
  • Es wird kochwasserfest verleimt, so kann man es zum Biegen wässern und erwärmen.
  • Flugzeugsperrholz ist von hoher Qualität, d. h. ohne Astlöcher o. ä.
  • Am meisten wird skandinavische Birke verwendet. Das Holz ist relativ leicht, biegsam und elastisch. Birkensperrholz bekommt man in 3 Qualitäten. Klasse 1 wird speziellen Tests unterzogen und ausschließlich in der Luft- und Raumfahrt verwendet. Klasse 3 bekommt man in Baumärkten und ist von minderer Qualität. Für den Modellbau am besten geeignet ist das Holz der Klasse 2. Man bekommt es in guten Bastelgeschäften.
  • Auch Buchensperrholz wird im Modellbau benutzt. Es ist härter, schwerer und nicht so biegsam wie Birke. Auch die Witterungsbeständigkeit ist nicht so hoch wie bei der Birke.
  • Das Balsaholz aus dem tropischen Südamerika ist sehr leicht und weich und kann nur mit scharfen guten Werkzeugen bearbeitet werden. Gewicht und Härte des Balsaholzes unterliegen sehr großen Schwankungen. Bei guten Händlern ist das deshalb angegeben und beim Kauf sollten Sie darauf achten. Balsaholz ist auch nicht sehr witterungsbeständig und meistens teuer.
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