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Flüssigkeit im Thermometer - Überblick

Wenn ein Thermometer zerbricht, kann es gefährlich werden, denn die Flüssigkeit im Messgerät ist oft giftig oder brennbar. Es gibt ein paar Anhaltspunkte, an denen Sie erkennen können, welcher Stoff im Röhrchen steckt.

Vorsicht: Die Flüssigkeit kann giftig und brennbar sein.
Vorsicht: Die Flüssigkeit kann giftig und brennbar sein.

Anforderungen an die Messflüssigkeit

  • Eine Flüssigkeit ist nur dann in einem Thermometer sinnvoll zu verwenden, wenn sie im gewünschten Messbereich flüssig ist und sich proportional zur Temperatur ausdehnt. Wegen der Anomalie des Wassers im Bereich von 0 °C bis 10 °C, kann dieses zum Beispiel nur in Messgeräten verwendet werden, die Temperaturen von 10 °C bis 95 °C anzeigen. In der Praxis wird Wasser kaum zur Temperaturmessung verwendet.
  • Im Thermometer können auch giftige Substanzen verwendet werden, weil das Messröhrchen hermetisch abgeschlossen ist. Aber Stoffe, die sich selbst entzünden, wie zum Beispiel Alkalimetalle, kommen nicht infrage.

Typische Inhaltsstoffe in Thermometern

  • Thermometer, die eine silbrige Flüssigkeit enthalten, sind meist mit Quecksilber oder Galinstan gefüllt. Quecksilber ist im Bereich von -30 °C bis +350 °C zu verwenden. Es ist ein hochgiftiger Stoff. Wenn das Röhrchen zerbricht, bildet es kleine flüssige Kügelchen. Es ist schwer auszunehmen. Schon bei Zimmertemperatur können auch Dämpfe entstehen, die sehr giftig sind, wenn Sie diese einatmen.
  • Falls das Thermometer mit der silbrigen Flüssigkeit den Zusatz "ungiftig" trägt oder für Temperaturen  bis zu 1.000 °C geeignet ist, dann ist es mit Galinstan gefüllt. Es handelt sich um eine Mischung aus Gallium, Indium und Zinn in unterschiedlichen Mengen. Dieser Stoff wird schon bei ungefähr -10 °C fest. Er wird als ungiftiger Ersatz für Quecksilber verwendet. In modernen Fieberthermometern werden Sie meist auf diese Substanz treffen.
  • Ein Messbereich von -80 °C bis +100 °C deutet auf eingefärbtes Toluol hin. Es ist ein sehr giftiger und erbgutverändernder Stoff, der zusätzlich noch explosiv und brennbar ist.
  • Falls der Messbereich von -110 °C bis +60 °C geht, ist es vermutlich eingefärbtes Ethanol, also Alkohol mit dem gemessen wird. Er ist zwar brennbar, aber nicht giftig.
  • Zum Messen von extremer Kälte ab -200 °C wird meist gefärbtes Pentan genommen. Da dieses ab 30 °C gasförmig ist, haben Sie es bei Zimmertemperatur mit einem sehr leicht entzündlichen Stoff zu tun, der aber nicht giftig ist.
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