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Flüssiggastank aufstellen - darauf sollten Sie achten

Immer mehr Menschen denken daran, auf eine Gasversorgung umzusteigen. Dazu benötigen die meisten jedoch noch einen Flüssiggastank, da sie noch nicht an das Erdgassystem angeschlossen sind. Doch hier gibt es verschiedene Versionen und überall gibt es etwas zu beachten.

Flüssigtank - dabei ist viel zu beachten.
Flüssigtank - dabei ist viel zu beachten.

Gas gilt als umweltbewusst, zeitgemäß und kostengünstig. Deshalb steigen immer mehr auf eine Versorgung mit Flüssiggasanlagen um. Um solch eine Anlage nutzen zu können, benötigen Sie jedoch einen Flüssiggastank.

Einen Flüssiggastank unterirdisch oder halbunterirdisch aufstellen

Um einen Flüssiggastank aufzustellen, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Sie können einen Tank im Freien, ganz unterirdisch, teilweise unterirdisch oder in Räumen aufstellen. 

  1. Für jede Aufstellungsart sind bestimmte Vorschriften einzuhalten. Für erdeingebettete Gastanks müssen Sie vor der Lieferung des Tanks die Erdgrube ausheben. Dabei müssen Sie unbedingt die Höhe des Erdniveaus beachten, damit der Boden nach dem Einbau wieder ebenerdig ist. Für jeden Tank gibt es eine eigene Einbauskizze und Maßtabellen.
  2. Nach dem Ausheben der Grube muss der Boden verdichtet werden. Zusätzlich muss ein Sandbett von mindestens 20 cm Dicke eingelegt werden.
  3. Ist der Behälter eingelegt, muss darüber eine mindestens 50 cm dicke Erdschicht darüberkommen und rund um den Tank muss eine Sandschicht von 20 cm Dicke eingebracht werden, die absolut steinfrei sein muss. Der Sand wird in mehreren Lagen zu 20 bis 30 cm eingeschwemmt. Das Sandkorn des Sandes darf dabei nicht dicker als 3 mm sein und der Erdtank muss in ein 3%-Gefälle zum Dornschacht hin eingearbeitet sein. 
  4. Der Erdgasbehälter muss zu unterirdischen Kabeln und Fundamenten mindestens 80 cm entfernt sein. Zudem muss der Grundwasserspiegel beachtet werden. Ist ein hoher Grundwasserspiegel vorhanden, muss nachgerechnet werden, ob das Eigengewicht des leeren Tanks nicht größer ist, als der Auftrieb aus dem Wasser.
  5. Jetzt muss noch die vorschriftsmäßige Einlagerung bescheinigt werden, und die Auftriebskräfte und Sicherung des Tanks sind von einem Statiker zu prüfen.
  6. Ein Lkw mit Kran muss bis zur Grube heranfahren können.

Eine Tankanlage im Freien oder in Räumen aufstellen

  1. Im Freien, bei genügend großen Grundstücken, genügt in der Regel ein Betonfundament. Allerdings darf der Tank nicht direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt sein.
  2. In Räumen, in denen ein Flüssiggastank aufgestellt wird, darf kein weiteres Material gelagert werden. Der Raum muss Brandschutzmaßnahmen F 30 erfüllen und F 90 zu Nachbarräumen. Dazu muss der Raum eine feuerfeste Türe haben, die nach außen hin ins Freie aufgeht und zu Nachbarräumen darf keine Türe führen.
  3. Der Raum muss explosionsgeschütze Leitungen vorweisen (Elektroinstallation Zone 1) und darf keine Gullis oder ähnliche Bodenöffnungen haben.
  4. Zusätzlich muss eine Abblaseleitung ins Freie führen mit Sicherheitsventil und es muss eine Sicherheitskennzeichnung angebracht werden.
  5. Für die einzelnen Behälter gelten zusätzlich noch bestimmte Mindestraummaße und zudem müssen Sie sich noch mit den bundeslandspezifischen Bauverordnungen auseinandersetzen, die manchesmal eigene Vorstellungen vom Einbau einer Tankanlage haben.
  6. Bedenken Sie auch, dass Flüssiggas-Tankanlagen regelmäßig gewartet werden müssen und dies ebenfalls mit Kosten verbunden ist.
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